WZ-Reflexionen

"Indem wir unsere Körperformen bestimmen und beherrschen, glauben wir, auch unser Leben in den Griff zu bekommen." Michela Marzano - Foto: privat

"Den Körper vom Leib halten"

Michela Marzano

  • Die italienische Philosophin Michela Marzano über Körperwahrnehmungen, gesellschaftliche Ideale, die Beeinflussung durch Vor-Bilder - und die Überwindung ihrer eigenen Magersucht.

"Wiener Zeitung": Frau Marzano, was macht den Körper für Sie als Philosophin interessant? Michela Marzano: Ich interessiere mich für den Körper, weil jeder Einzelne von uns "in" und "durch" seinen Körper auf der Welt ist. Jeder Mensch kennt das positive Gefühl, ganz in seinem Körper zu sein... weiter




Josef Meinrad als österreichischer Ministerpräsident im Film "1. April 2000" (1952). - Foto: Wienbibliothek

"Der Jux hat sich auszahlt"

  • Der österreichische Schauspieler Josef Meinrad war ein gefeierter Publikumsliebling und eine nationale Projektionsfigur. Am 21. April jährt sich sein Geburtstag zum 100. Mal.

Er war ein Volksschauspieler mit Gardemaß, innerlich wie äußerlich. Ein Charakterdarsteller mit Charakter, nehmt alles nur in allem. Und er war, als einzigartiger Rolleninterpret österreichischer Autoren wie Nestroy, Raimund oder Hofmannsthal, die willkommene Identifikationsfigur im Neobiedermeier... weiter




Denkmal für iranische Marine-Soldaten, Opfer der "Operation Praying Mantis", auf dem Friedhof Bethesht-e-Zahra in Teheran. - Foto: Wikimedia

Propaganda und Provokation

  • Die diesjährige Oscar-Verleihung verschärfte den seit Jahrzehnten schwelenden Konflikt USA-Iran noch. Schon vor 25 Jahren, am 18. April 1988, lieferten sich die Konfliktparteien ein Seegefecht im Persischen Golf.

Die USA müssen zurzeit an zwei Propagandafronten bestehen. Neben den jüngsten Ereignissen rund um den unberechenbaren Provokateur Nordkorea sorgte im seit Jahrzehnten schwelenden USA-Iran-Konflikt vor allem die diesjährige Oscar-Verleihung für Verstimmung... weiter




Der 80-jährige Chum Manh ist einer von sieben Menschen, die das Foltergefängnis "S-21" in Phnom Penh lebend verließen. Heute führt er Touristen durch die einstigen Zellen des Schreckens. - Foto: V. Mayer

Tränen im Gefängnishof

  • Chum Manh hat die mörderischen Roten Khmer in Kambodscha überlebt. Deren Verbrechen untersucht seit Jahren ein UN-Tribunal, aber die Angeklagten sind alt und krank. Und dem Gericht geht langsam das Geld aus.

Der Ort, an dem er hätte ermordet werden sollen, ist Chum Manhs Arbeitsplatz. Chum, ein kleiner Mann mit schütterem weißen Haar, steht im ehemaligen Foltergefängnis S-21 in Phnom Penh. Eine Gruppe koreanischer Touristen drängt sich um ihn, Chum Manh geht in die Zelle, in der er 1978 eingesperrt war... weiter




Ein Kameramann, der Proteste im Palästinenserdorf Bil’in im Westjordanland filmt. Wie weit darf man sich als Reporter, aber auch Forscher zwischen die Fronten wagen? - Foto: Hackl

Im Kreuzfeuer des Konflikts

  • Das Abwägen zwischen Vertrauen und Sicherheit, zwischen Angst und Neugierde ist für Forscher und Journalisten in vielen Krisenregionen ein schwieriger Balanceakt. Statt Heldenmythos wäre ein reflektierter Umgang mit Emotionen und Gewaltsituationen gefragt.

"Kommt mit, wir brauchen euch. Militär ist auf dem Weg ins Dorf", sagt der Mann in der schwarzen Lederjacke, Iyad Burnat, einer der Anführer der Protestbewegung im palästinensischen Ort Bil’in im Westjordanland. Die ausländischen Aktivisten springen von ihren Matratzen auf und ziehen sich hektisch... weiter




LSD-Verteiler: der legendäre Bus der US-amerikanischen Hippie-Gruppe "Merry Pranksters". - Foto: Wikimedia

Höhenflüge und Horrortrips

  • Vor 70 Jahren entdeckte der Schweizer Chemiker Albert Hofmann das LSD. Nach tödlichen Missbräuchen verboten, scheint es nun langsam eine Renaissance in der Medizin zu erfahren.

Sie galt als die Modedroge der Hippie-Bewegung. Jim Morrison nahm sie ebenso wie Jimi Hendrix. Aber auch Ernst Jünger und Aldous Huxley schätzten sie. Und ungeachtet der zahlreichen letal verlaufenen Horror-Trips vor allem junger Menschen forderte Timothy Leary... weiter




"Mein Ziel ist, den Marathon unter 2:10 Stunden zu laufen. Und 2014 bei der EM in Zürich will ich ganz vorne mit dabei sein." Günther Weidlinger - Foto: J. J. Kucek

"Ich kann mich schon sehr gut quälen"

Günther Weidlinger

  • Günther Weidlinger, Österreichs erfolgreichster Langstreckenläufer, verrät einige seiner Trainingsgeheimnisse, erklärt, warum er manchmal bis zum Umfallen läuft - und gibt Tipps für den Wien-Marathon.

"Wiener Zeitung": Herr Weidlinger, an diesem Sonntag findet der Wien-Marathon statt. Haben Sie als Österreichs bester Langstreckenläufer noch einen letzten heißen Tipp für all jene, die mitlaufen? Günther Weidlinger: Vor allem: Sich eine konkrete und realistische Zeitvorgabe setzen und dann um eine... weiter




"Ich bin und will kein gefälliger Schauspieler sein. Ich spiele meistens seltsame Figuren, oft nicht die sympathischsten." - Foto: Robert Newald

"Ich bewege mich zwischen Disziplin und Exzess"

Nicholas Ofczarek

  • Schauspieler Nicholas Ofczarek über Todesängste, glatt gebügelte Wirklichkeiten, das Wilde und nur schwer Erklärbare seines Berufs - und über Molnárs "Liliom", welche Rolle er im Burgtheater spielt.

"Wiener Zeitung": Die Hauptfigur in Ferenc Molnárs Stück "Liliom", in dessen Premiere Sie im Burgtheater in der Hauptrolle zu sehen sein werden... weiter




Unsere acht Planeten von Merkur bis Neptun. Die Erde ließ Holst in seinem Werk aus, weil sie in der Astrologie (noch) nicht als Planet galt und keine Rolle spielte . . . - Foto: NASA/JPL

Von der Physik zur Metaphysik

  • Vor 100 Jahren ließ sich der englische Komponist Gustav Holst zur Orchestersuite "Die Planeten" inspirieren, worin die Gestirne als Metaphern für Aspekte des menschlichen Lebens fungieren.

London, 1913: Gustav Holst ist unglücklich. Seine letzten Werke haben Kritiker und Publikum kaum begeistert. Der 38-Jährige kann noch immer nicht vom Komponieren leben. Er betrachtet sich wohl als Versager und hat, wie er selbst schreibt, genug von der Musik... weiter




"Gigerl-Marsch" von J. F. Wagner, 1891 (Partitur). - Foto: Sammlung Payer

Humor und Volksnähe

  • Der Wiener Schriftsteller und Journalist Eduard Pötzl feierte mit seinen Vorstadt-Typen "Nigerl" und "Gigerl" Buch- und Theatererfolge. Die konträren Charaktere spiegeln Wiens spannungsreiche Großstadtwerdung.

Der Wiener Schriftsteller und Kulturjournalist Eduard Pötzl (1851-1914) war eine publizistische Autorität mit beachtlichem Wirkungskreis. Vier Jahrzehnte lang war er für das "Neue Wiener Tagblatt" tätig, die auflagenstärkste - und neben der "Neuen Freien Presse" - wichtigste Tageszeitung der... weiter




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Propaganda und Provokation

Denkmal für iranische Marine-Soldaten, Opfer der "Operation Praying Mantis", auf dem Friedhof Bethesht-e-Zahra in Teheran. - Foto: Wikimedia Die USA müssen zurzeit an zwei Propagandafronten bestehen. Neben den jüngsten Ereignissen rund um den unberechenbaren Provokateur Nordkorea sorgte im... weiter




Letzte Garantie gegen Tyrannei

Spruchband zum "Gun Appreciation Day", dem amerikanischen "Waffentag" (Louisiana, Jänner 2013): - Foto:  Corbis/ Julie Dermansky Die Muster wiederholen sich: Ein Massaker an einem öffentlichen Ort, wie etwa zuletzt an einer amerikanischen Schule im Dezember des vergangenen... weiter




Blockadepolitik nicht nur seitens der Republikaner

Ein Sprung über viele Klippen

Barack Obama am Tag seiner ersten Inauguration im Jänner 2009 im Lift des Weißen Hauses. Am 21. Jänner 2013 steht ihm diese Zeremonie neuerlich bevor. - EPA Mehr vom selben und dennoch anders! So könnte man die kommende zweite Amtszeit von Präsident Obama umschreiben. An den strukturellen Grundbedingungen... weiter



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