Geschichten

Gleißnerische Raubtierschönheit: Das Meer, bevorzugter Bildspender der Philosophie. - © Robert Bressani

Kulturwissenschaft

Chiffren der Entgrenzung1

  • Das Meer, die Wolken, der Turm: Drei mitreißende Bücher loten die philosophische Dimension und Symbolik von Natur und Technik aus.

"Wohlauf! Hier ist mein Vorgebirg und da das Meer: das wälzt sich zu mir heran, zottelig, schmeichlerisch, das getreue alte hundertköpfige Hunds-Ungethüm, das ich liebe." Also sprach Nietzsches Zarathustra. Faszinierend und zugleich furchtbar sei dem Menschen das Meer in seiner gleißnerischen Raubtierschönheit... weiter




Ein Symbol des Aufbruchs: der bemalte VW-Bus in malerischer Urlaubslandschaft. - © Ullstein Bild-Image Broker/Michael Nitzschke

Autokultur

Sportauspuff und Rallyestreifen

  • Die 1970er Jahre feierten die Entzauberung des Automobils und machten aus einem technisch-mechanischen Prestigeobjekt ein buntes Vehikel der Individualität.

Der Gediegene fährt Mercedes oder Peugeot, der Sportliche lenkt einen Porsche oder Alfa, der Sparsame fährt Volkswagen oder - noch schlimmer - koda. Der Rasante pilotiert einen Italiener, der Elegante einen Franzosen, der Sicherheitsbewusste einen Schweden. Stereotypen zur Beziehung von Fahrer und fahrbarem Untersatz sind fast so alt wie das... weiter




Otto Mathé, hier links neben seinem Auto mit dem legendären Kennzeichen T 2222. - © TheSamba

Technikgeschichte

Rekordfahrten mit links2

  • Der Tiroler Rennfahrer Otto Mathé hatte nach einem Unfall einen gelähmten rechten Arm - trotzdem war er einer der besten Fahrer der Nachkriegszeit und außerdem ein erfolgreicher Erfinder und Konstrukteur.

Der Krieg war gerade erst zu Ende, sein hinterlassenes Trümmerfeld unübersehbar, das tägliche Brot karg und vieles nur im Schleichhandel zu erwerben. Das Volk lechzte nach Abwechslung und Unterhaltung und bekam das Erwünschte unter anderem im rasch wiederbelebten Motorrennsport geboten. Autos und Motorräder... weiter




Die österreichische Pazifistin Bertha von Suttner. - © Ullsteinbild

Frauengeschichte

Selbstbewusste Kämpferinnen11

  • Eine Erinnerung an Frauen, die Geschichte schrieben, indem sie eine Männerdomäne für sich beanspruchten.

Nur wenige von ihnen trugen Hosen, kaum eine hatte einen Kurzhaarschnitt. Und doch waren sie, was Emanzipation betrifft, ihrer Zeit voraus. Es waren nicht viele Frauen, die in vergangenen Jahrhunderten Geschichte schrieben, weil sie nicht bereit waren, sich den gesellschaftlichen Normen zu unterwerfen... weiter




Der polnische Schriftsteller Witold Gombrowicz war ein intellektueller Störenfried par excellence. - © Ullstein Bild/Garthe

Philosophie

Unangenehme Zeitgenossen6

  • Der intellektuelle Störenfried mag seiner Umgebung unsympathisch sein, sein nonkonformes Verhalten trägt jedoch zur kritischen Belebung und Weiterentwicklung des Denkens bei.

Im Alltag sind Störenfriede nicht sehr erfreulich. Als entfesselte politische Extremisten oder Hooligans, die randalieren, Autos anzünden und wahllos Passanten attackieren, verbreiten sie Angst und Schrecken. Sie wüten in rituellen Zerstörungsorgien - etwa am 1. Mai in Berlin oder zu Silvester in Paris -, ohne begründen zu können... weiter




Gehortete Requisiten am "Lokomotivfriedhof" in Falkenberg an der Elster (D). - © Hörz

Historische Eisenbahnen

Dampfende Nostalgie

  • Eisenbahnmuseen und die Wiederbelebung historischer Lokomotiven und Zugstrecken sind in Deutschland und Österreich Touristenattraktionen - und damit zu einem Wirtschaftsfaktor geworden.

Besteigt man in Berlin den Re-gionalexpress in Richtung Süden, so erreicht man nach eineinhalb Stunden Fahrt Falkenberg an der Elster. Nur knapp 6500 Einwohner zählt dieser Ort, bekannt ist er gleichwohl - zumindest bei Eisenbahnenthusiasten. Nicht nur, weil Falkenberg seit 1872 ein Eisenbahnknotenpunkt mit ausgedehnten Betriebsanlagen ist... weiter




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