Zeitgenossen

Will Unternehmen und IT-Konzerne ethischer machen: Sarah Spiekermann. - © Liane Tschentscher

Interview

"Technik soll uns dienen, nicht beherrschen"39

  • Die Wirtschaftsinformatikerin Sarah Spiekermann über Verführbarkeit durch Technik und Handy-Pflichtgefühle.

"Wiener Zeitung": Sie haben vor kurzem angekündigt, auf Ihr iPhone verzichten zu wollen. Warum? Sarah Spiekermann: Ich habe mich abends in mein Auto gesetzt und plötzlich von Google Maps die Nachricht bekommen, wie viele Kilometer es noch bis zu meinem Ziel sind. Apple ist da einen Schritt zu weit gegangen... weiter




"Das Wichtigste ist, dass Arzt und Patient auf einer Ebene sind", sagt der Psychiater Houchang Allahyari. - © Robert Wimmer

Interview

"Die Sehnsucht nach meiner Heimat wächst"13

  • Der in Teheran geborene Houchang Allahyari über sein Leben als Psychiater und Filmemacher in Wien - und über Erinnerungen an den Iran seiner Kindheit.

"Wiener Zeitung": Herr Allahyari, als Einstieg in Ihr kürzlich erschienenes Buch "Normalsein ist nicht einfach" erzählen Sie, dass Sie als junger Psychiater in der Linzer Nervenheilanstalt Wagner-Jauregg Paul Wittgenstein, den Neffen des weltberühmten Philosophen, kennengelernt haben. Er war in jener Abteilung Patient... weiter




"Die Ängste, etwas zu sagen, was nicht mehr als politisch korrekt gilt, haben stark zugenommen", meint Hans-Joachim Maaz, Psychotherapeut und Bestsellerautor. - © Ekko von Schwichow

Interview

"Wir sind nicht alle krank,
sondern wir leben falsch"
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  • Der Psychiater und Autor Hans-Joachim Maaz über den Herdentrieb, die gefährliche Sucht nach Normalität und "innerseelische Demokratie".

"Wiener Zeitung": Früher war es verpönt, Mainstream zu sein, weil es nach Mittelmaß und Langeweile klang. Heute ist Mainstream kein Schimpfwort mehr. Was ist das Gute daran, so zu sein wie alle anderen? Hans-Joachim Maaz: Das Gute an Verhaltensregeln ist das Gefühl, dazuzugehören. Ich mache das, was alle machen, und das ist wohl richtig... weiter




Expertin für weibliche Macht: Élisabeth Badinter. - © afp/VerhaegenInterview

Interview

"Sie war auch unserer Zeit voraus"15

  • Die französische Philosophin Élisabeth Badinter über Maria Theresia als geschickte Jongleurin zwischen ihren Rollen als Mutter, Geliebte und Staatsoberhaupt.

"Wiener Zeitung": Madame Badinter, wie ist die Idee zu diesem Buch entstanden? Warum ausgerechnet Maria Theresia, die ja in Frankreich kaum wer kennt Élisabeth Badinter: Jedenfalls lange nicht so gut, wie ihre Tochter Marie Antoinette. Ich wollte eigentlich mit einem Vorurteil aufräumen. Maria Theresia war nämlich viel mehr... weiter




Porträt

Das Eigenleben der Bilder2

  • Den vielseitigen Kunsthistoriker Horst Bredekamp beschäftigen vor allem die komplexen Beziehungen zwischen Kunstgeschichte und Philosophie. Am 29. April wird er 70 Jahre alt.

"Ich habe, so lange ich zurückdenken kann, mich mit Bildern beschäftigt, mit Bildern, die einen prägenden Faktor in der Politik, in der Wissenschaft, im Sport darstellen". Mit diesem Satz eröffnete der Kunsthistoriker Horst Bredekamp ein ausführliches Gespräch in seiner Wohnung in Berlin, in dem er über einige Aspekte der umfangreichen... weiter




Charles Foster schlüpfte in die Rolle von Fuchs, Rothirsch u.a. Tieren. - © Fotalia (l., re.), Verlag Malik (Mitte)

Interview

"Es gab ekstatische Momente"

  • Der britische Tierarzt und Jurist Charles Foster über sein radikales Experiment, als Wildtier zu leben, über unsere sinnferne Kultur - und die Sehnsucht nach unseren Ursprüngen.

"Wiener Zeitung": Herr Foster, wie kamen Sie auf die Idee, in die Rolle von Wildtieren zu schlüpfen? Charles Foster: Als Kind gab es eine Amsel in unserem Vorort-Garten in Yorkshire. Sie sah mich an - und ich sah sie an, und ich hatte das Gefühl, sie wüsste etwas über den Garten, das ich nicht wusste... weiter




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