Zeitgenossen

Hat seine eigene Familiengeschichte intensiv erforscht: Wolfgang Krüger. - © Weidinger

Interview

"Zuerst stoßen sie immer auf ein Schweigen"30

  • Der Psychotherapeut Wolfgang Krüger erklärt, warum er Menschen erst begreift, wenn er ihre Großeltern kennt - und weist auf die eminente Bedeutung von Familienforschung hin.

"Wiener Zeitung": Herr Krüger, warum boomt die Familienforschung seit einigen Jahren so stark? Wolfgang Krüger: Ich denke, dass das drei Gründe hat. Erstens leben wir in einer Zeit großer Unsicherheiten - die Eurokrise, die Klimakatastrophe, die Flüchtlingsströme. Viele fragen sich da: Wohin schlittert Europa... weiter




- © Leonardo Cendamo/ Imago

Interview

"Ich bin Katholik mit einem
heidnischen Hang"
7

  • Der französische Schriftsteller Pierre Michon bekennt seine sprachliche Doppelprägung, erläutert seine Sicht auf Vaterschaft, Kunst und Religion, erzählt von seinem Filmdebüt - und von seinem Twitter-Double.

"Wiener Zeitung": Monsieur Michon, in einem Interview mit dem "Nouvel Observateur" haben Sie einmal gesagt: "Mit einem Journalisten zu reden, scheint mir das Gegenteil zu dem, weshalb man schreibt." Warum das Gegenteil? Pierre Michon: Nicht unbedingt das Gegenteil. Sagen wir so: Im Gespräch mit einem Journalisten hat man immer den Eindruck... weiter




"Ich weiß nicht, warum sich so viele Schriftsteller vor der Verantwortung wegducken." - © Simone Brunner

Interview

"Minenfelder ohne Landkarte"4

  • Der Schriftsteller Sergej Lebedew über das Jahr 1917, die "sowjetische" Sprache und radioaktive Mythen.

"Wiener Zeitung": Herr Lebedew, vor genau 100 Jahren übernahmen die Bolschewiken in Russland die Macht und die sowjetische Ära begann. In Ihren Büchern setzen Sie sich vor allem mit den dunklen Seiten dieser Epoche auseinander. Warum? Sergej Lebedew: Das hat viel mit meiner eigenen Familiengeschichte zu tun... weiter




Alexander Nitzberg beim Gespräch mit der "Wiener Zeitung". - © Peter Jungwirth

Russische Literaturgeschichte

"Ein Vollstrecker der Apokalypse"1

  • Der Übersetzer Alexander Nitzberg erläutert Leben und Werk des russischen Terroristen und Autors Boris Sawinkow (1879-1925).

"Wiener Zeitung": Herr Nitzberg, Boris Sawinkow war in jüngeren Jahren ein sozialrevolutionärer Terrorist, später ein konterrevolutionärer Soldat. Außerdem war er ein sehr begabter Schriftsteller. Sie sind der Übersetzer seiner Romane "Das fahle Pferd" und "Das schwarze Pferd", die diese beiden kämpferischen Episoden seines Lebens beschreiben... weiter




"Wir machen viele Experimente mit dem Publikum. Manches wird verstanden, manches nicht. Daraus lernen wir." (Matthias Beitl). - © Stanislav Jenis

Interview

"Heimat ist ein gefährlicher Begriff"10

  • Matthias Beitl, der Direktor des Wiener Volkskundemuseums, spricht über Ausstellungen, die nicht von allen Besuchern verstanden werden, erklärt den Unterschied zwischen Heimat- und Volkskundemuseum - und verrät, warum er keine Trachten mehr trägt.

"Wiener Zeitung": In Wahlkampfzeiten hat der Heimatbegriff Hochkonjunktur. Da packen Politiker ihre Lederhosen aus und sprechen wieder Dialekt. Aber was genau ist das eigentlich: Heimat? Matthias Beitl: Ich war überrascht, als beim Präsidentschaftswahlkampf im letzten Jahr der Begriff Heimat sehr stark betont wurde... weiter




"So wurde ich ein Verleger, ohne ein Verleger werden zu wollen . . ." Peter Engelmann. - © Peter Jungwirth

Interview

"Postmoderne ist die zeitgemäße Aufklärung"3

  • Vor 30 Jahren gründete Peter Engelmann den in Wien ansässigen Passagen Verlag, der sich vor allem auf gegenwärtige französische Philosophie spezialisiert hat.

"Wiener Zeitung": Dreißig Jahre Passagen Verlag - das ist ein Anlass, diese Erfolgsgeschichte zu rekonstruieren. Wie ist es zur Verlagsgründung gekommen? Peter Engelmann: Die Person, die den Anstoß für die Verlagsgründung gegeben hat, war Michel Foucault. Davor liegt meine Biografie in der DDR, einem totalitären Staat... weiter




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