Zeitgenossen

"Noch immer bedeutet die Stalin-Zeit den Triumph im vaterländischen Krieg, Befreiung, den Sieg einer gerechten Sache": Aufmarsch in der Moskauer Innenstadt. Foto: S. Ilnitsky/epa

Interview

"Russland reagiert wie ein enttäuschter Liebhaber"13

  • Die in Kiew geborene und in St. Petersburg lebende Soziologin und Menschenrechtsexpertin Anna Schor-Tschudnowskaja spricht über Sowjetnostalgie, Moskaus Lügen und die allzu nachgiebige Haltung des Westens.

"Wiener Zeitung": Frau Schor-Tschudnowskaja, der Historiker Eric Hobsbawm hat vom "kurzen 20. Jahrhundert" gesprochen, das von 1914 bis 1989 dauerte. Doch sind wir aus dem 20. Jahrhundert je herausgekommen? Anna Schor-Tschudnowskaja: Ich glaube eher nicht an solche Abgrenzungen. Der soziale Wandel ist immerwährend, wenn auch nicht unbedingt linear... weiter




Rudolf Moosbeckhofer öffnet eine sogenannte Bienenbeute. Auf der Innenseite des Deckels ist eine "Bienenflucht" zu sehen, ein Hilfsmittel, mit dem man Bienen aus dem brutfreien Honigraum in den Brutraum des Stockes wegleitet, wenn man Honigwaben entnehmen möchte. Foto: AGES

Interview

"Bienen sind extrem lern- und dressurfähig"5

  • Der Bienenexperte Rudolf Moosbeckhofer und der Stadtimker Matthias Kopetzky sprechen über die Einheit von Honigbienen und Imkern sowie über die Herausforderungen für Hobbyzüchter.

"Wiener Zeitung": Essen Sie beide noch gerne ein Honigbrot? Rudolf Moosbeckhofer: Jeden Tag zum Frühstück, am liebsten nehme ich einen Cremehonig, weil ich den ganz dick aufstreichen kann. Matthias Kopetzky: Ich koste mich gerne durch, das interessiert mich sehr. Selbst Honige von gleichen Standorten können ganz unterschiedlich schmecken... weiter




"Warum sollten die Menschen nicht in der Lage sein, zu erkennen, dass sie diesen Planeten mit anderen teilen müssen?." (Shalini Randeria) - © Stanislav Jenis

Shalini Randeria

Heuchelei Europas wird zum Problem21

"Wiener Zeitung": Europa ist im Moment sehr mit sich selbst beschäftigt. Warum diese Nabelschau? Shalini Randeria: In Europa ist der Fokus im Moment tatsächlich sehr stark auf den Kontinent gerichtet. Dies wohl auch, weil es in Europa Entwicklungen gibt, die vor zehn Jahren für unmöglich gehalten wurden... weiter




"Wenn man nun selbst zur Technologie wird, kann man die erweiterten Sinne anwenden . . ." – Neil Harbisson während des Gesprächs mit der "Wiener Zeitung". - © Foto: Zinggl

Cyborgs

"Den Farben der Sonne lauschen"9

  • Der Cyborg Neil Harbisson plädiert dafür, den menschlichen Organismus technologisch zu optimieren.

"Wiener Zeitung": Mr. Harbisson, was ist ein Cyborg? Neil Harbisson: Cyborg setzt sich aus den Wörtern "Kybernetik" und "Organismus" zusammen. Abhängig davon, wie man "Kybernetik", "Organismus" und "zusammensetzen" interpretiert, bezeichnet man unterschiedliche Dinge und Konzepte als Cyborg. So komplex ist der Begriff geworden - er verliert immer... weiter




Edit Schlaffer (Bildmitte): "In unseren Mütterschulen können die Frauen miteinander offen über ihre Ängste reden, das ermutigt sie, auch zu Hause die Probleme anzusprechen." - © Frauen ohne Grenzen

Interview

"Dialog ist der einzige Weg nach vorne"3

  • Die Sozialwissenschafterin, Autorin und Aktivistin Edit Schlaffer über die wichtige Rolle der Mütter im Kampf gegen Extremismus.

"Wiener Zeitung": Frau Schlaffer, Sie kommen soeben aus Amerika zurück, wo Sie am "White House Summit" gegen Extremismus und beim "Women in the World Event" in Chicago die SAVE Mütterschulen präsentiert haben. Wie war die Reak- tion? Edit Schlaffer: Höchst interessiert. Es ist sehr erfreulich, dass unsere von Österreich ausgehende Initiative gegen... weiter




Ilse Mühlbacher (rechts) und Harald Albrecht kümmern sich um die historischen Buchbestände der Josephinischen Bibliothek. - © Robert Wimmer

Interview

"Bücher sind haltbarer als digitale Speicher"5

  • Ilse Mühlbacher und Harald Albrecht kümmern sich um die historischen Buchbestände der Josephinischen Bibliothek und erklären, wie sich die Restaurierung von Büchern im Lauf der Jahrhunderte verändert hat.

"Wiener Zeitung": Was ist für Sie ein schönes Buch? Ilse Mühlbacher: Für mich ist ein Buch schön, wenn äußere Gestaltung, Bindung und Haptik mit dem Inhalt übereinstimmen und authentisch mit der Entstehungszeit sind. Zum Glück gibt es heute noch bibliophile Buchbinder, die den Ehrgeiz haben, den Einband passend zum Inhalt zu gestalten... weiter




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