Zeitgenossen

- © Peter Jungwirth

Poetik

"Therapie allein reicht nicht"35

  • Der Autor Daniel Kehlmann bezweifelt den Sinn von Schreibtherapien und mag gepflegten Horror.

"Wiener Zeitung": Herr Kehlmann, es hilft nichts, wir müssen über Peter Alexander sprechen. Daniel Kehlmann: Gut, aber warum eigentlich?Der Mann hat nach dem Krieg bloß ein wenig lustig sein wollen. Und Sie machen aus ihm in Ihren Poetikvorlesungen ein Symbol für die Verdrängung der Nazigräuel. Ich glaube, Sie tun ihm Unrecht... weiter




Die Künstlerin Aiko Kazuko Kurosaki während einer Performance auf dem Wiener Yppenplatz. - © Bettina Frenzel

Kunst

"Frauen sollen ihre Kraft zeigen"5

  • Die Choreografin und Tänzerin Aiko Kazuko Kurosaki verbindet in ihren vielfältigen Projekten Kunst mit feministischer Politik.

"Eins, zwei, Cha-Cha-Cha, eins, zwei, . . .", ertönt es im Raum, wo eine Gruppe von Frauen die Choreografie einer musikalischen Tanzaufführung als Kunstwerk für den "One-Billion-Rising"-Aktionstag in Wien probt. Aiko, die künstlerische Leiterin von One-Billion-Rising, motiviert dynamisch engagiert zum Mittanzen... weiter




99 Prozent der Jugendlichen seien Spießer, sagt der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier. "Es gibt keine revolutionäre Avantgarde. In Wien gibt es vielleicht noch eine Handvoll Punks." - © APAweb / dpa, Patrick Pleul

Interview

"Ich misstraue Institutionen"77

  • Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier über seine traumatische Schulzeit, überangepasste Jugendliche von heute, die Verlogenheit der Eliten - und seinen lustvollen Hass auf soziale Medien.

"Wiener Zeitung": Muss man als Jugendforscher pubertie- rende Jugendliche mögen? Bernhard Heinzlmaier: Nein, überhaupt nicht. Ich mag die Menschen sowieso nicht sonderlich und war seit meiner frühesten Jugend immer froh, so wenig Kontakt wie möglich zu haben. Meine persönliche Tragik ist, dass ich aufgrund meines Berufes dauernd Kontakt zu Menschen... weiter




- © HämmerleInterview

Rudolf Burger

"Ich sage nicht ja zum Kreuz, es ist mir egal"78

  • Der Philosoph Rudolf Burger über die Provokation des Islam und den Nihilismus der Aufklärung.

"Wiener Zeitung": Sind Sie überrascht, dass uns das Phänomen Gott heute so intensiv beschäftigt? Noch vor dreißig, vierzig Jahren konnte man vermuten, dieses Thema habe der Westen hinter sich gelassen oder werde es jedenfalls bald tun. Rudolf Burger: Ja, das bin ich. Für unser europäisches Bewusstsein wurden alle großen Revolutionen im 20... weiter




Seit fast 50 Jahren im Verlagsgeschäft tätig: Ulrich N. Schulenburg - © Robert Wimmer

Interview

"Ein Verleger hat für den Autor zu kämpfen"8

  • Ulrich N. Schulenburg, Geschäftsführer und Miteigentümer des Thomas Sessler Verlags, über das Geschäft mit Theatertexten, literarische Zufallsentdeckungen - und seine Männerfreundschaft mit Peter Turrini.

"Wiener Zeitung": Herr Prof. Schulenburg, wer im deutschen Sprachraum Theater macht, kommt an Ihnen beziehungs-weise am Thomas Sessler Verlag nicht vorbei . . . Ulrich N. Schulenburg: Das ist richtig, wir sind in einer sehr guten Position. Wir blicken auf eine lange Tradition zurück und sind mit unseren neuen Stücken am Puls der Zeit... weiter




Mag das Unperfekte: Jean Philippe Blondel. - © Cédric Loison

Interview

"Ich liebe starke Frauen"5

  • Jean Philippe Blondel, Autor des Bestsellers "6 Uhr 41", über Paris und die Provinz, die Ängste der Jugend und seinen neuen Roman "Die Liebeserklärung".

"Wiener Zeitung": Monsieur Blondel, haben Sie heute früh den Zug um 6 Uhr 41 genommen? Jean Philippe Blondel: Nein, ich bin sogar schon um fünf Uhr früh aufgestanden, bin also schon mit dem Früheren gefahren. Da schlafen leider noch alle, schade. Um 6 Uhr 41 hingegen sind sie wach, bereiten ihren Tag vor... weiter




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