Zeitgenossen

Peter Reichl wurde 1967 geboren, studierte Mathematik, Physik und Philosophie in München und Cambridge. Seit zwei Jahren ist der gebürtige Bayer Professor für Informatik an der Universität Wien, wo er sich vor allem mit kooperativen Systemen befasst. - © Luiza Puiu.

Interview

"Wo bleibt der Aufschrei der Informatiker?"1

  • Peter Reichl, Informatik-Professor an der Uni Wien, kritisiert unsere Abhängigkeit von Technologien und fordert mehr Verantwortung der Wissenschaft ein.

"Wiener Zeitung": Herr Professor Reichl, Sie sind Informatiker, haben aber kein Smartphone. Wie passt das zusammen? Peter Reichl: Sie glauben mir wohl nicht? (Lacht und zeigt sein Mobiltelefon, ein älteres Modell ohne Touchscreen. ) Ein fantastisches Stück Technik: Man kann damit telefonieren, und das genügt mir... weiter




"Das Problematische an den Zeitverhältnissen ist eine überwältigende Beschleunigungstendenz, eine Tendenz, die Welt zu dynamisieren", sagt Hartmut Rosa. - © Jürgen BauerInterview

Soziologie

"Die Weltbeziehungen sind prekär geworden"4

  • Der deutsche Soziologe Hartmut Rosa erläutert seine Resonanz-Theorie und nennt Maßstäbe für ein gutes und gelingendes Leben.

"Wiener Zeitung": "Wenn Beschleunigung das Problem ist, dann ist Resonanz vielleicht die Lösung" - so lautet, kurz gefasst, die Kernthese Ihres neuen Buches, "Resonanz - Soziologie einer Weltbeziehung". Auf über achthundert Seiten bereiten Sie mit Ihrer Untersuchung der in die Krise geratenen Resonanzverhältnisse zunächst den Boden für eine... weiter




- © Robert Wimmer

Interview

"Ich wollte es immer besser als gut machen"16

  • Kurz vor ihrem 85. Geburtstag zieht Kammersängerin Renate Holm eine Bilanz ihres vielseitigen künstlerischen Schaffens und verrät, wie es gelingen kann, dass man sich 30 Jahre lang fühlt, als ob man 50 wäre: Man braucht dazu Liebe zu seinem Beruf, Disziplin und schließlich auch Humor.

"Wiener Zeitung": Frau Kammersängerin, Sie werden demnächst 85 Jahre alt, geben nach wie vor Konzerte und sind darüber hinaus eine überaus gefragte Gesangspädagogin. Singen ist für Sie offensichtlich eine Art Jungbrunnen. Renate Holm: Ich glaube, dass es ungemein hilfreich ist, wenn es im Leben etwas gibt... weiter




Andrzej Stasiuk sagt über sich , er "habe sehr viel Glück im Leben gehabt". - © Schleyer/Ullstein Bild/Getty Images

Interview

"Ich habe eine sehr asiatische Phantasie"7

  • Der polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk wurde heuer mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur ausgezeichnet. Im Interview erzählt er über seine geheimen Freuden, den Schöpfungsplan Gottes und warum ihn die Mongolei mehr interessiert als Venedig.

"Wiener Zeitung": Ihr jüngstes Buch heißt schlicht "Der Osten". Sie selbst brechen gerade nach Tatarstan auf. Dabei haben Sie unlängst gesagt: Mit dem Osten bin ich fertig, der interessiert mich nicht mehr. Andrzej Stasiuk: Dann haben Sie mich jetzt erwischt - bei meinen geheimen Freuden und Lustbarkeiten... weiter




- © M. Hetzmannseder

Kulturgeschichte

"Ich liebe das große Geheimnis Tiefsee"1

  • Der Filmemacher und Schriftsteller Rudi Palla über sein jüngstes Buch, das dem deutschen Expeditionsschiff "Valdivia" gewidmet ist, die Verschmutzung der Meere - und darüber, wohin ihn die eigene Neugierde treibt.

"Wiener Zeitung": Herr Palla, Sie werden gerne als Chronist des Unbemerkten und als Enzyklopädist des entlegenen Wissens bezeichnet. Welche Anziehungskraft üben unbekannte Phänomene und seltene historische Ereignisse auf Sie aus? Rudi Palla: Nun gut, diese Beurteilungen zu meiner Person sind im Laufe der Zeit entstanden... weiter




Ira Mollay ist die Initiatorin der "Mutmacherei" , einer (Internet-)Plattform, die Initiativen und Projekte, die sich für einen ökologischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Wandel einsetzen, präsentiert und Hinweise zu den verschiedensten ermutigenden Projekten weltweit anbietet. www.mutmacherei.net - © Luzia Puiu

Interview

"Wir wollen ein gutes Leben"1

Ira Mollay, Betreiberin der Agentur "Mutmacherei", über die Wichtigkeit von Good-News und das positive Veränderungspotenzial des Grantelns. "Wiener Zeitung": Frau Mollay, wie funktioniert die "Mutmacherei"? Ira Mollay: Die Grundidee ist, die Aufmerksamkeit auf Positives zu lenken. Wir holen jetzt seit fünf Jahren Projekte und Initiativen vor den... weiter




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