Zeitgenossen

Rainer Funk war sechs Jahre lang Assistent des Sozialpsychologen Erich Fromm - und ist nun dessen Nachlassverwalter. - © privat

Psychologie

"Wer bin ich ohne Handy und Medien?"4

  • 40 Jahre nach Erscheinen von Erich Fromms Bestseller "Haben oder Sein" spricht der Psychoanalytiker Rainer Funk über die Aktualität des Buches und über heutige Probleme, mit denen er in seiner Praxis konfrontiert ist.

"Wiener Zeitung": Erich Fromms Buch "Haben oder Sein" ist vor 40 Jahren, also 1976, erschienen und wurde schnell ein sehr großer Erfolg, es wurde regelrecht zu einem Kultbuch. Warum stieß es auf so große Resonanz? Rainer Funk: Die meisten Leute haben es damals verstanden als einen Aufruf weg vom kapitalistischen Denken... weiter




- © Dieter Mayr

Interview

"Es ist erstaunlich, wie viel Menschen aushalten"13

  • Die Psychotherapeutin Andrea Kerres spricht darüber, wann der Begriff "Trauma" wirklich angemessen ist, was ihn physiologisch und psychologisch ausmacht - und wie man lernen kann, mit Belastungsstörungen zu leben.

"Wiener Zeitung": Beim Juniormarathon kürzlich in Linz haben sich erschreckende Szenen abgespielt. Verbissene Eltern zerrten ihre drei- bis vierjährigen Schützlinge über die Ziellinie. Sind diese Kinder tatsächlich traumatisiert, wie es danach hieß? Andrea Kerres: Nein, sicherlich nicht. Zweifellos mag dies eine schwierige Situation gewesen sein... weiter




"Häuserwände zu bemalen ist ein großartiges Symbol der Freiheit": Alice Pasquini bei der Arbeit. - © Jessica Stewart

Kunst

Feminismus als Street Art3

  • Die Römerin Alice Pasquini ist ein Star der internationalen Sprayer-Szene. Auf rund zweitausend Häuserwänden hat sie bisher Bilder von starken und unabhängigen Frauen erschaffen.

London, Sydney, New York, Barcelona, Moskau, Saigon und - natürlich - Rom: In jeder dieser Städte findet man bunte und ausdrucksstarke Wandgemälde der 1980 in Rom geborenen Alice Pasquini. Sie wuchs im römischen Viertel Flaminio auf, wohnte dort an der Piazza Mancini, einem großen Platz nahe beim Tiber... weiter




- © Marijan Murat

Interview

"Als Schiedsrichter ist man Sozialarbeiter"1

  • Der Frankfurter Literaturkritiker Christoph Schröder ist in seiner Freizeit Referee in Amateur-Fußball-Ligen - und hat darüber ein Buch geschrieben. Im Interview spricht er über seine Erfahrungen auf diversen Plätzen.

"Wiener Zeitung": Herr Schröder, Sie sind Literaturkritiker und Fußballschiedsrichter. Dient das eine als Ausgleich für das andere? Christoph Schröder: Das eine ist Schreibtischarbeit, das andere körperliche Arbeit, insofern besteht tatsächlich ein Ausgleich. Allerdings unterscheiden sich die beiden Tätigkeiten in ihrer Struktur gar nicht so sehr... weiter




- © Robert Wimmer

Interview

"Emotion allein reicht nicht aus"10

  • Der Schauspieler Peter Simonischek über Hingabe am Theater, die Wichtigkeit von lebendigem Zusammenspiel auf der Bühne, den "Hänger" als Chance - und über seine kommende Goldoni-Rolle am Burgtheater.

"Wiener Zeitung": Herr Simonischek, beginnen wir zunächst nicht mit Theater, sondern mit den Rolling Stones. Sie schreiben in Ihrer Autobiografie, dass der Besuch eines Stones-Konzertes in den 1970er Jahren in Bern für Sie eine ganz einschneidende Erfahrung war. Als unmittelbare Konsequenz daraus kündigten Sie Ihren damaligen Vertrag mit dem... weiter




Jeff Jarvis: "Wenn Mark Zuckerberg sagt, eine vernetzte Welt ist eine bessere Welt,dann glaube ich ihm das." - © John Smock

Interview

"Ich verteidige das Internet"8

  • Der amerikanische Buchautor Jeff Jarvis über die Neuerfindung des Journalismus durch soziale Medien.

"Wiener Zeitung": Mr. Jarvis, eines vorweg: Das Interview soll auf Wunsch der Redaktion nicht zu "nerdig" werden. Begreifen Sie sich als Nerd, sind Sie also ein Computerfreak? Jeff Jarvis: Ich programmiere nicht, also bin ich kein richtiger Nerd. Aber ich wäre gerne einer, es wäre eine Ehre, ein Nerd zu sein, denn sie entwickeln die Zukunft... weiter




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