Zeitgenossen

Chris de Stoop (Jahrgang 1958) auf dem Hedwigepolder südlich von Antwerpen. - © Bo van Scheyen

Chris de Stoop

"Die Bauern sind unsere Aborigines"

  • Der flämische Autor und Teilzeit-Bauer Chris de Stoop über die Enteignung von Landwirten, über künstliche Wildnis und die Zerstörung des kulturellen Erbes auf dem Land.

Als sein Bruder im Jahr 2010 plötzlich starb, war Chris de Stoop in Haiti und berichtete als Reporter vom Überleben der Kleinbauern nach dem starken Erdbeben dort. Er, der Stadtmensch und Intellektuelle, musste nun sofort über die Zukunft des elterlichen Hofs entscheiden und beschloss, als Teilzeit-Landwirt aufs Land zurückzukehren... weiter




"Ich lebe mit dem Begriff ,Trotzdem‘. Dieses: Ich mach’ trotzdem weiter, und es ist trotzdem nicht alles nur hässlich . . ." - © Robert Wimmer

Interview

"Wir sind viel mutiger,
als es den Anschein hat"
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  • Erika Pluhar über ihren "Brief an Österreich", den Aufruf zu besonnener Vernunft und das Hochhalten der Demokratie - und über die Forderungen und Herausforderungen des Älterwerdens.

"Wiener Zeitung": Frau Pluhar, Sie sind nicht nur eine vielseitige Künstlerin, sondern bekanntermaßen auch ein politischer Mensch. Was hat Sie zuletzt konkret dazu bewogen, dass Sie sich mit einem "Brief an Österreich" zu Wort gemeldet haben? Erika Pluhar: Bei der jetzigen Bundespräsidentenwahl bin ich ganz bewusst in kein Komitee gegangen... weiter




Werte-Philosoph Andreas Urs Sommer im imaginären Dialog mit Friedrich Nietzsche.

Interview

"Werte sind ein Findelkind der Aufklärung"33

  • Der Philosoph Andreas Urs Sommer über die Entstehung des Werte-Diskurses im 18. und 19. Jahrhundert - und warum er im Rechtspopulismus keine Gefahr für die Demokratie sieht.

"Wiener Zeitung": Herr Professor Sommer, jeder spricht über Werte, jeder glaubt an Werte, kurz: Werte sind uns wichtig. Wozu dienen sie? Andreas Urs Sommer: Wir nehmen Werte dadurch wahr, dass wir über sie reden, sie dienen uns als Mittel der Kommunikation und der Selbstverständigung. Werte sind also kommunikative Wesenheiten... weiter




Umgeben von viel Papier: Alfred Kolleritsch im "manuskripte"-Büro. - © J. J. Kucek

Interview

"Wenn einer gut stolpert, wird er eh gedruckt"25

  • Seit über fünfzig Jahren gibt Alfred Kolleritsch die Literaturzeitschrift "manuskripte" heraus. Nun hat er mit Andreas Unterweger einen Mitherausgeber an Bord geholt - ein Doppelinterview.

"Wiener Zeitung": Sie bekommen Tag für Tag Texte von Autoren zugeschickt, die in den "manuskripten" publizieren möchten. Gibt es am Ende mehr Menschen, die moderne Literatur schreiben, als solche, die bereit sind, sie zu lesen? Alfred Kolleritsch: Das mag auf den ersten Blick so wirken. Aber von den 1500 oder 2000 Texten, die wir pro Jahr bekommen... weiter




Zählt mit seinen Arbeiten zu den international renommiertesten Forschern: Jürgen Knoblich. - © Michael Janousek

Interview

"Menschenzüchtung ist völlig unrealistisch"4

  • Der Stammzellen-Experte Jürgen Knoblich über medizinische Hoffnungen, die mit seinem Forschungszweig verbunden sind, und über absurde Vorstellungen, Vorwürfe und Ängste.

"Wiener Zeitung": Herr Professor Knoblich, was sind Stammzellen? Jürgen Knoblich: Stammzelle ist ein Sammelbegriff für sehr viele Zellen, die alle etwas gemeinsam haben, nämlich, dass sie sich teilen und erneuern können. Zunächst muss man zwischen em-bryonalen und adulten Stammzellen unterscheiden. Die embryonalen sind pluripotent , das heißt... weiter




Spricht die Verheerungen unserer Zeit an: Sibylle Lewitscharoff. - © Leber/ullstein bild/Getty Images

Interview

"Lesen und Schreiben haben mich gerettet"2

  • Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff über Dantes Aktualität in ihrem neuen Roman, dumme Formulierungen in ihrer einstigen Dresdner Rede - und ihren Bezug zur österreichischen Literatur von Doderer bis Handke.

"Wiener Zeitung": Frau Lewitscharoff, Dantes "Göttliche Komödie" schwelgt in ausgesuchten Höllenqualen: da werden die Seelen in flüssiges Pech getaucht oder schmoren in glühenden Särgen. Wo bleibt da die Komödie? Sibylle Lewitscharoff: Dante hat sein Werk mit voller Absicht so genannt. Wobei man sich unter einer Komödie damals keine lustige... weiter




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