Zeitgenossen

"Vielleicht ist ja das Theater, ganz im Sinne von Brechts Lehrstücken, viel wichtiger für die, die es machen, als für die, die es sehen." Martin Wuttke - © Foto: Robert Newald

Martin Wuttke

"Überforderung kann durchaus produktiv sein"3

"Wiener Zeitung": "Ich bin ein Banker, der Gottes Werk verrichtet", bemerkte der damalige Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankenfein am Höhepunkt der Finanzkrise. In Henrik Ibsens "John Gabriel Borkman" hegt die Titelfigur ähnliche Ansichten. In dem Stück, das am 28. Mai im Rahmen der diesjährigen Wiener Festwochen Premiere feiert... weiter




Entgegen medialer Behauptungen hat die Jugendkriminalität in Österreich in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen, sagt Kriminalsoziologe Arno Pilgram. - © dpa/Oliver Berg

Interview

"Strafen hat oft kontraproduktive Wirkung"5

  • Der Soziologe Arno Pilgram sieht in der Jugendkriminalität auch manch innovative Züge - und will die Utopie einer gefängnislosen Gesellschaft nicht ganz aufgeben.

"Wiener Zeitung": Mehr als jeder zweite kriminell gewordene und zu einer Freiheitsstrafe verurteilte junge Erwachsene wird innerhalb von fünf Jahren rückfällig, das zeigt der jüngste Sicherheitsbericht von Innen- und Justizministerium. Sind Strafen angesichts solcher Zahlen überhaupt noch zeitgemäß? Arno Pilgram: Was im Strafrecht den Leuten mit... weiter




"Die Geschichte Österreichs ist für das amerikanische Publikum sehr weit weg": Die österreichisch-amerikanische Wissenschafterin Marjorie Perloff im Gespräch mit "extra"-Redakteur Hermann Schlösser. Fotos: Josef Polleross

Interview

"Ich bin nirgendwo ganz zu Hause"6

  • Die amerikanische Literaturwissenschafterin Marjorie Perloff beklagt den Verfall der historisch-literarischen Bildung in den USA, lobt die europäische Kultur - und denkt über ihre Wiener Wurzeln nach.

"Wiener Zeitung": Frau Perloff, wir leben in einer multikulturellen Welt mit vielen Sprachen. Können wir mit dieser globalen Vielsprachigkeit umgehen? Marjorie Perloff: Ich glaube, der Ausdruck "global" ist eigentlich nicht viel mehr als ein Wort. Die meisten meiner Bekannten in Amerika sprechen überhaupt keine Fremdsprache... weiter




Beate Winkler: "In der chinesischen Schrift besteht das Wort 'Krise' aus zwei Zeichen: Das eine bedeutet Gefahr, das andere Gelegenheit. Beides hängt zusammen." - © Peter Jungwirth

Interview

"Angst kann auch aufwecken und motivieren"3

  • Die Menschenrechts-Expertin Beate Winkler über die Chancen der Krise, über regionale Initiativen mit globalen Auswirkungen - und über die Rolle engagierter Bürgermeister in strittigen Fragen.

"Wiener Zeitung": Frau Winkler, Sie haben gerade ein Buch veröffentlicht, das sich mit der "Chance der Krise" befasst. Worin besteht diese Chance? Beate Winkler: Die Chance ist zuerst einmal, dass wir Halt machen, und uns wirklich mit der Dimension, der Tiefe und der Vielschichtigkeit dieser Groß-Krise auseinandersetzen... weiter




"Beim Begriff Trauerbewältigung bin ich immer sehr skeptisch. Ich denke, Trauer ist Trauer, jeder erlebt sie anders . . .": Heidi Kastner im Gespräch mit "Wiener Zeitung"-Mitarbeiterin Christine Dobretsberger. - © Eva Wahl

Interview

"Kein Verbrechen ist ganz schlüssig erklärbar"26

  • Die Gerichtspsychiaterin Heidi Kastner über allzu große mediale Plattformen für Täter, das Wahrheitsbedürfnis der Angehörigen von Opfern, die wirksamste Prävention von Verbrechen - und über haltlose Spekulationen im Falle des "Selbstmord"-Flugzeug-Copiloten.

"Wiener Zeitung": Frau Kastner, Irrsinnstaten haben Hochkonjunktur. Menschen werden vor laufender Kamera von IS-Terroristen enthauptet, auch steht nicht zum ersten Mal ein Pilot unter Verdacht, ein Flugzeug mit Absicht zum Absturz gebracht zu haben. Sie befassen sich seit vielen Jahren mit Tätern und ihren Motiven... weiter




Martina Weber und ihre Bibliothek des guten Geschmacks: Fast tausend Kochbücher hat sie bereits.

Kulinarik

Bibliothek für Leib und Seele10

  • Die Biologieprofessorin und Pollen-Spezialistin Martina Weber hat eine umfassende private Kochbuchsammlung: Teils Nahrung für die Augen, teils Entspannungs-Rezept, sind auch einige Spezialexemplare darunter.

Der Markt für Kochbücher schreckt vor nichts zurück: Weder vor regelmäßiger Überflutung der Buchhandlungen mit Neuerscheinungen noch vor geschickt inszenierten Marketingstrategien. Egal, ob Promikochbuch oder Rezeptsammlungen von kochenden Promis, ob "Mafia-Kochbuch" (mit Einschussloch am Buchcover!) oder immerwährendes "Suppenglück": Der Appetit... weiter




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