Zeitgenossen

- © Robert Wimmer

Interview

"Emotion allein reicht nicht aus"9

  • Der Schauspieler Peter Simonischek über Hingabe am Theater, die Wichtigkeit von lebendigem Zusammenspiel auf der Bühne, den "Hänger" als Chance - und über seine kommende Goldoni-Rolle am Burgtheater.

"Wiener Zeitung": Herr Simonischek, beginnen wir zunächst nicht mit Theater, sondern mit den Rolling Stones. Sie schreiben in Ihrer Autobiografie, dass der Besuch eines Stones-Konzertes in den 1970er Jahren in Bern für Sie eine ganz einschneidende Erfahrung war. Als unmittelbare Konsequenz daraus kündigten Sie Ihren damaligen Vertrag mit dem... weiter




Jeff Jarvis: "Wenn Mark Zuckerberg sagt, eine vernetzte Welt ist eine bessere Welt,dann glaube ich ihm das." - © John Smock

Interview

"Ich verteidige das Internet"8

  • Der amerikanische Buchautor Jeff Jarvis über die Neuerfindung des Journalismus durch soziale Medien.

"Wiener Zeitung": Mr. Jarvis, eines vorweg: Das Interview soll auf Wunsch der Redaktion nicht zu "nerdig" werden. Begreifen Sie sich als Nerd, sind Sie also ein Computerfreak? Jeff Jarvis: Ich programmiere nicht, also bin ich kein richtiger Nerd. Aber ich wäre gerne einer, es wäre eine Ehre, ein Nerd zu sein, denn sie entwickeln die Zukunft... weiter




"Ich bin Soziologin und verstehe die Welt als System": Ruth Levitas. - © Blatakes

Interview

Wunsch nach einer anderen Welt12

  • Die britische Soziologin Ruth Levitas erforscht utopisches Denken und erklärt, warum wir träumen müssen, um als Spezies zu überleben.

"Wiener Zeitung": Utopien gelten heute - genau wie Ideologien - als passé, Sie sprechen von einem "anti-utopischen Paradigma". Wozu brauchen wir überhaupt Utopien? Ruth Levitas: Die Welt befindet sich heute in einem desaströsen Zustand. Die zwei größten Probleme sind Umweltkatastrophen wie der Klimawandel und seine Folgen: Wüstenbildung und... weiter




DIe Künstlerin in ihrer Wiener Umgebung. - © Bentz

Linde Waber

"Mein Denken geht über die Hand"13

  • Die Wiener Künstlerin Linde Waber berichtet über ihre Umwege zur Kunst, beschreibt das Glück der Zusammenarbeit mit Kollegen - und erklärt, warum es reizvoll ist, in Ateliers befreundeter Künstler zu zeichnen.

"Wiener Zeitung": Frau Waber, wie kamen Sie zur Kunst? Linde Waber: Das waren große Umwege. Ich habe zwar als Kind sehr gerne gezeichnet, wollte aber eigentlich nie Malerin werden. Schuld daran, dass ich zur Kunst gekommen bin, war meine Mutter. Sie hatte die Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie gemacht, dann aber geheiratet... weiter




Heinz Zuber schwelgt in Enrico-Erinnerungen: "Die Rolle war das Beste, was mir passieren konnte." - © Jasmin Ziegler

Porträt

Lebensrolle in Grün-Schwarz7

  • Als Clown Enrico wurde Heinz Zuber österreichweit bekannt. Kurz vor seinem 75. Geburtstag am 7. April zieht der Schauspieler Bilanz.

"Soll ich sagen? Ich saaag niiicht! Ich singe viel, viellieber!" Fast vier Jahrzehnte lang waren diese Sätze Heinz Zubers Erkennungszeichen als Clown Enrico, zunächst 18 Jahre lang in der ORF-Kindersendung "Am Dam Des" und danach in verschiedenen anderen ORF-Sendungen und auf diversen Bühnen. Auch wenn er die schwarz-grün-karierte Jacke 2014... weiter




- © J.J. Kucek

Interview

"Die Hölle muss es der Freiheit wegen geben"9

  • Seit knapp einem Jahr ist der neue Bischof der Diözese Graz-Seckau, Wilhelm Krautwaschl, im Amt. Im Interview erklärt er, warum der Herr auch seine Gegner liebt - und schlechte Bischöfe der beste Gottesbeweis sind.

"Wiener Zeitung": Ostern ist das wichtigste Fest im Kirchenjahr. Abseits der Kirchenlehre, wie sie im Lehrbuch steht: Was war für Sie ein besonders persönliches Ostererlebnis? Wilhelm Krautwaschl: Ostern, das ist das Fest aller Feste, die "Ballnacht" der Christen schlechthin. Da wird alles aufgeboten... weiter




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