Zeitgenossen

Hugo Blanco 1988 bei Protestveranstaltung gegen den IWF in Wien. - Foto: Fritz Keller

Tierra o muerte: "Land oder Tod!"

  • Der peruanische Revolutionär Hugo Blanco engagiert sich für die Rechte der Indios und für Umweltschutz. Sein Aktionismus trug ihm Haft, Exil und Todesdrohungen ein. Annäherung an eine persönliche Heldengeschichte.

Noch nie war ich beim Öffnen einer Briefsendung eines Verlages unvermutet mit meiner eigenen Jugend konfrontiert. Dieses Erlebnis verdanke ich dem Buch des peruanischen Aufrührers Hugo Blanco Galdós mit dem schlichten Titel "Wir Indios". Schon als Mitglied der sozialistischen Mittelschüler fühlte ich mich mit diesem seit 1963 verhafteten Führer... weiter




"Karl Renner bewies über die Jahrzehnte, dass er sich mit Regimewechseln zu arrangieren wusste. Er war, genauso wie Kardinal Innitzer, ein Opportunist." Florian Wenninger - Foto: Andreas Urban

"Schuschnigg war damals schlicht naiv"

Florian Wenninger

  • Der Historiker Florian Wenninger über den "Anschluss" Österreichs 1938, Kontinuitäten und Brüche mit dem Dollfuß/Schuschnigg-Regime, die Aufarbeitung der Jahre 1933 bis 38 - und warum er "Ständestaat" für einen verharmlosenden Begriff hält.

"Wiener Zeitung": Die Österreicher hatten die Kruckenkreuzbinde noch am Arm - und die Hakenkreuzbinde bereits vorsorglich in der Tasche, besagt ein historisches Bonmot. Wie viel Wahrheitsgehalt steckt darin - und wie war die Stimmung in der Bevölkerung im März 1938? Florian Wenninger: In Wien war seit Ende 1937 klar... weiter




"Mir geht die Standardisierung der Spitzengastronomie irrsinnig auf die Nerven. Jeder Sternekoch serviert die immergleichen Nobelprodukte": Koch Christian Petz beim Interview. - WZ Online / Sonja Stummerer

Der ehemalige Star-Koch Christian Petz

"Speisekarten sind heute Märchenbücher"

  • Ein Gespräch über seinen Ausstieg aus der Spitzengastronomie, die Verlogenheit der Branche und seine Kindheitserinnerungen an Schwedenbomben.

"Wiener Zeitung": Herr Petz, Sie sind einer der besten Köche Österreichs. Wie kommt man auf die Idee, ein solcher werden zu wollen? Christian Petz: Das hat sich so ergeben. Ich bin in einem Wirtshaus aufgewachsen. Mit sieben oder acht Jahren habe ich angefangen, ein bisschen mitzukochen, und als ich mir dann überlegen musste... weiter




"Der Mord muss nicht unbedingt in einer dunklen Ecke stattfinden, im Gegenteil. Wenn ich einen

Jean-Pierre Maurel

"Die Frage nach dem Mörder ist sekundär"

  • Der französische Schriftsteller, Philosoph und Krimiautor über die Regeln beim Schreiben von Krimis.

"Wiener Zeitung": Herr Maurel, darf ich Ihnen eine Frage stellen? Jean-Pierre Maurel: Ja gern, und jetzt die zweite Frage bitte! Verstehe, man braucht beim Thema Krimi besonders feine Antennen für Logik . . . Zumindest wird jedes Wort auf die Waagschale gelegt, denn es kann eine falsche oder richtige Spur bedeuten... weiter




Der sunnitische Prediger während des Gesprächs in Kabul. - Foto: Veronika Eschbacher

"Der Koran ist wie ein Rezept"

Mujeeb ur Rahman

  • Mujeeb ur Rahman, Mullah in Herat in Afghanistan, über die Folgen des Krieges für sein Land, das Verhältnis zu den Taliban - und über Selbst- und Fremdtötungen aus Sicht des Islam.

"Wiener Zeitung": Was sind Ihre Pläne für Afghanistan? Sie werden in dem Land als aufstrebende Persönlichkeit bezeichnet. Mujeeb ur Rahman: Wir haben seit mehr als 30 Jahren Krieg in Afghanistan. Wenn sie einen 40-jährigen Mann hier fragen, so kennt dieser nichts als das Geräusch des Krieges. Wenn in einer Gesellschaft das Kämpfen an die Stelle... weiter




"Den aufrechten Gang nie verlernen": Christine Stix-Hackl im Gespräch mit H. Hausensteiner. - Foto: Hausensteiner

"Am Schreibtisch sitzen wir fast nie"

Christine Stix-Hackl

  • Österreichs Vertreterin bei der UNO in Wien, Christine Stix-Hackl, über Diplomatie in Politik und Alltag, Reformbedarf bei den Vereinten Nationen - und ihre Erfahrungen als berufstätige Frau und Mutter.

"Wiener Zeitung": Frau Stix-Hackl , Sie stehen seit 30 Jahren im diplomatischen Dienst . . . Christine Stix-Hackl: . . . Ja, ich habe sehr jung begonnen, direkt nach einem Postgraduate Studium im Ausland. Wenn man eine so lange Erfahrung hat, gerät man da auch in Konflikt mit sich selbst, einerseits als Expertin in Sachfragen und Diplomatin im... weiter




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Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

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