
Einen spontanen Versuch zur Lösung der Zusatzorchidee der Nuss Nro. 308 wagte Karl Türk, Altlengbach: Dazu "will ich raten: Es waren Johann Strauss Vater und der Radetzky-Marsch." Richtig geraten! - So bekräftigen MManfred Bermann, Wien 13, sowie Dr. Alfred Kopecek, Wien 2, und Dr. Edwin Chlaupek, Wien 3.
Den vollen Namen des Musikers nennt Camilla Soucek, Wien 14: "Johann Baptist Strauss".
Gerhard Toifl, Wien 17, zur korrekten Schreibweise: "Obwohl der Name "Strauss" in modernen Nachschlagewerken häufig mit "ß" zu finden ist, schrieb Strauss selbst seinen Namen immer mit "ss" ... mit langem und rundem "s"", wie damals üblich. An diese Variante halten sich auch die Zeitreisen.
Leopoldstädter Kind
Mag. Robert Lamberger, Wien 4: An der jetzigen Adresse "Floßgasse 7" wurde, wie Erwin Kladiva, Wien 14, weiter erläutert "Johann Strauss Vater ... geboren." Mag. Susanna Michner, Wien 9, erwähnt den heutigen Bezirk: "Wien 2". Günter Hinze, Wien 8, bemerkt: "Damals war die Adresse Leopoldstadt 53."

Die Lebensdaten liefert schließlich DI Wolfgang Klein, Wien 21, wonach Strauss "1804-1849" lebte.
Ing. Alfred Kaiser, Purkersdorf, nennt Details: "Im Haus "Zum heiligen Florian" wurde am 14. März 1804 Johann Strauss Vater geboren ... Die Floßgasse wurde 1862 nach der Floßlände am Donaukanal benannt, vorher hieß sie Florianigasse." Im Haus befand sich eine Bierstube, deren Wirt Franz Borgias Strauss der Vater unseres Walzerfürsten war.
Karl Meywald, Wien 20, wirft zu diesem seit langem bebauten Grundstück ein: "Dr. Faust soll auch einige Zeit hier gewohnt haben" - und zwar, laut Dr. Erich Schlöss, Ma. Enzersdorf, während seines (angeblichen) Wien-Besuchs.

Spaziert man, wie Ing. Mag. Hermann Schuster, Baden, zur besagten Adresse, wird man dort eine "Gedenktafel über dem Eingangstor" entdecken. Dkfm. Herbert Wöber, Wien 14: Eine Tafel, die schon am alten Haus zu sehen war, "wurde am 1906 errichteten Neubau ... wieder angebracht." Sie wurde, fügt MedR DDr. Othmar Hartl, Linz, an, "von Wiener Bürgern gestiftet."
Gehts tanzen, ich wills!
Schon im väterlichen Wirtshaus bewies der noch blutjunge Johann sein musikalisches Gespür. Herbert Beer, Wolfpassing, berichtet: "Im Wirtshaus" spielten "die Bierhausfiedler mit ihren armseligen Instrumenten ... Ihr Honorar war das Nachtmahl, deshalb nannte man sie die "Bratlgeiger"". Der begeisterte Bub "ging für sie mit dem Hut oder dem Zinnteller absammeln. Als ihm seine Eltern aber eine kleine ... Geige ... schenkten, da konnte er bald mitspielen - bei jenen derben Ländlern, die sich damals gerade in Walzer zu wandeln begannen".
Schon mit zwölf Jahren wurde der kleine Virtuose zur Vollwaise. Dr. Alfred Komaz, Wien 19: "Sein Vormund Anton Müller veranlasste ..., dass er 1817 beim Buchbindermeister Johann Lichtscheidl als Lehrling eintrat." Bis zum Ende der Lehrzeit hatte er sich dennoch "so viel Fertigkeit im Geigenspiel angeeignet, dass er als Bratschist in der Kapelle des Michael Pamer und dann im Quartett seines Freundes Joseph Lanner spielen konnte."
Sorgfältig recherchierte Brigitte Schlesinger, Wien 12, den weiteren Verlauf: Später "kam es zum friedlichen Wettstreit um die Gunst des Publikums, das sich in "Lannerianer" und "Straussianer" spaltete ... Johann Strauss Sohn hat das verschiedene Temperament der beiden musikalischen Konkurrenten einmal so charakterisiert: "Bei Lanner heißt es: Ich bitt euch schön, gehts tanzen!, beim Vater hingegen: Gehts tanzen, ich wills"."
Vergeigte Zeiten
Mathilde Lewandowski, Payerbach, über Strauss Vater: "1826 trat er mit seiner ersten Komposition, dem "Täuberln-Walzer", vor die Öffentlichkeit, ab 1833 unternahm er größere, stets erfolgreiche Konzertreisen" und wurde 1832 Kapellmeister des ersten Wiener Bürgerregiments. "1835 zum Hofballmusikdirektor ernannt, verließ er im selben Jahr endgültig seine Gattin" Maria Anna Streim samt Kindern, "um mit der Modistin Emilie Trampusch" in wilder Ehe zu leben. Richter i. R. Mag. Peter Michael Rath, Wien 7, betont: "Mit ihr hatte er acht (!) weitere Kinder."
Christine Sigmund, Wien 23: "Als er ermüdet von der Reise, den vielen Konzerten wieder nach Wien kam, steckte er sich" vermutlich bei "seiner scharlachkranken Tochter an." Geschwächt von seinem rastlosen Tun verstarb er, wie Dr. Karl Beck, Purkersdorf, ausführt, "am 25. September 1849 in Wien."
Datadám datadám ...
... datadám damdám! - nicht etwa dadaistische Vorlieben, sondern der von Neozeitreisender Mag. Kathrin Polster, Wien 2, erwähnte "Radetzky-Marsch" lässt sich in diesen rhythmischen Zeilen erkennen.
Dr. Günter Fostel, Wien 18, bestimmt ihn als: "Opus 228, der bei weitem erfolgreichste seiner 18 Märsche".
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