• vom 05.08.2017, 15:00 Uhr

Gemeine


Kraut und Rüben

Gruppenbild auf der Rax mit Köchin




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    Belegschaft des Karl-Ludwig-Hauses auf der Rax (1930er); in der Mitte die Chefin Maria Swoboda. - © Foto: Dr. H. Zemann

    Belegschaft des Karl-Ludwig-Hauses auf der Rax (1930er); in der Mitte die Chefin Maria Swoboda. © Foto: Dr. H. Zemann

    Ans ""Anläuten" und "Abläuten" vom Karl-Ludwig-Haus auf der Rax zum Postamt in der Prein, einem Ortsteil von Reichenau", erinnerte sich Dr. Helmut Zemann, Kaisersdorf, als er in der vorigen Zeitreisenausgabe Christoph Rellas Artikel "Urlaub mit Telephonanschluss" las. "Tante Maria (Swoboda)", so der Tüftler, "war die Pächterin und ich war seit dem Kriegsende gerne und oft auf Besuch." Das Foto rechts "entstand Ende der 1930er . . . Damals gab es noch Personal mit Kind und Kegel." In der Mitte Dr. Zemanns Tante Maria. Sie hat "beim Personal "die Frau" geheißen." Auch "die zweitwichtigste Person" nach "der Frau" ist auf dem alten Lichtbild zu sehen (links sitzend): die Köchin.

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    Nicht jeder Text der Rubrik WEITERGELESEN kommt bei allen Gemeine-Mitgliedern gleich gut an. Mit Peter Roseggers im Mai 2017 ausgelaufener "Wanderung durch Wien" geht Dr. Zemann (danke für die Kritik!) hart ins Gericht: "Ein lauwarmer Aufguss des "Waldbauernbuben". Wenn man bedenkt, dass der Autor im Gespräch für den Literatur-Nobelpreis war: Ich bin recht froh, dass es vorbei ist . . ."

    Großer Beliebtheit erfreuen sich Eugen Guglias "Schulreminiszenzen", deren 3. Folge auf S. II nachzulesen ist. Das Thema scheint bei den Zeitreisenden einen Nerv getroffen zu haben. Etwa die Schilderung des "Mitlesens" im Juli, die Dr. Zemann zu eigenen Schulreminiszenzen inspirierte: Wie Guglia war auch er "viel zu schnell" und verlor den Anschluss. Allerdings glich der Volksschullehrer keinem Tyrannen, sondern einem "gütigen Engel". Dr. Zemanns Gattin lernte in Oberkärnten "das Schreiben mit Kreide und Schiefertafel". Und "seine Hochwürden (sic!) war durchaus emsig mit dem Staberl."

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    "Vor Jahrzehnten", schreibt Hon.-Prof. Dr. Hanns Waas, Wien 19, fand "meine Frau . . . in der Waschküche meines Edlacher Großelternhauses" ein Manuskript mit dem Titel "Die erste Saison" von Sepp Mohl, "angeblich um 1927/28 Pächter der Speckbacherhütte" bei Payerbach. Auf Seite 43f findet sich darin ein Dialog zwischen Lehrer und Schüler, der zeigt, wie locker man einst die Schulpflicht nahm (s. dazu Zusammenstellung auf Seite II): "Was willst Franz’l?" - "Ih bitt Herr Lehrer, der Vater hat g’sagt, ih soll gleich wieder heimkommen, weil er mich brauchen tut zum Kinderaufschauen." - "So, wo ist dein Bruder, der Hans’l?" - "Bitt, der muß Ochsenfahren." - "Und deine Schwester?" - "Bitt, die hat Fußweh." - "Und wann kommst du wieder?" - "Bitt, Herr Lehrer, die Mutter hat g’sagt, sie weiß noch nicht so g’nau, aber da schickt sie Ihna etwas von die Feiertag und der Vater hat g’sagt, er wird scho auf Ihna denken im Winter." (...) - "Schau daß’d weiterkommst!"

    Ausgeklaubt & einsortiert von Andrea Reisner




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-08-03 11:24:05
    Letzte nderung am 2017-08-03 12:06:49



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