• vom 04.11.2017, 09:00 Uhr

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Eine Tafel für Kaspar, nicht Richard




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    Kaspar Tauber wurde 1524 in Wien geköpft. Für eindeutige Ehrung sorgte nun Tüftlerin Prof. Sokop - Chapeau! 

    Kaspar Tauber wurde 1524 in Wien geköpft. Für eindeutige Ehrung sorgte nun Tüftlerin Prof. Sokop - Chapeau! © Bild: Historien der Märtyrer, 1572 Kaspar Tauber wurde 1524 in Wien geköpft. Für eindeutige Ehrung sorgte nun Tüftlerin Prof. Sokop - Chapeau! © Bild: Historien der Märtyrer, 1572

    Unsere Taubergasse bekommt ein Zusatztaferl", freut sich Prof Brigitte Sokop, Wien 17. Der Anstoß dafür kam von der Zeitreisenden selbst. Grund dafür: Die "Straße wird immer mit Richard Tauber (1891- 1948, Anm.) in Zusammenhang gebracht." Dabei wurde dieser aus Linz gebürtige Tenor vor zehn Jahren mit einer Richard-Tauber-Gasse (Wien 23) geehrt.

    Nussknackerin Prof. Sokop über Kaspar (auch Caspar) Tauber: Der Anhänger der Reformation wurde "1524 ... geköpft und dann auf dem Gries vor dem Stubentor verbrannt". 370 Jahre später benannte man die Taubergasse nach dem Märtyrer.


    Tüftlerin Prof. Sokop wünschte sich für die Gasse einen klärenden Hinweis und verfasste ein Schreiben an die Bezirksvorsteherin in Hernals. Prompt folgte die erfreuliche Antwort vom Amt: Es gab "einen Antrag in der Hernalser Bezirksvertretungssitzung", der "von allen Fraktionen getragen" wurde und "bereits in Umsetzung durch den Magistrat begriffen ist." Gratulation zu dem Erfolg!

    Freudigen Zuruf gibt es auch von Zeitreisenredakteurin Andrea Reisner, die sich aus der Karenz meldet: Munter blinzelt das am 2. Oktober geborene Töchterchen Carla den herbstlichen Sonnenstrahlen entgegen. Mutter und Kind sind wohlauf. Beste Wünsche aus der Gemeine senden u.a. Dr. Herbert Michner, Wien 17, sowie Elisabeth Somogyi, Wien 11. Vielen Dank!

    Depeschen
    Die Zusammenstellung zum Thema Lebensmittelkonserven in der vorigen Ausgabe erinnerte Tüftler Dr. Michner an Einkäufe der Familie in den 1930er-Jahren beim Greißler. Sogenannte Kalkeier, die durch Einlegen haltbar gemacht wurden, konnten dort damals noch erworben werden.

    An Dr. Wilfried Korber, Wien 14: Spezial-Recherchen u.a. zu Freistempelmaschinen in Bosnien-Herzegowina sind sehr willkommen!

    Danke an Prof. Brigitte und Dr. Hans Werner Sokop für Bildmaterial. Auch die Karte aus Brioni bereitet Freude. Auf dieser Insel hat Arthur Schnitzler "1913 die Erinnerungen der Gräfin Larisch gelesen", über die Prof. Sokop ein Buch veröffentlichte ("Jene Gräfin Larisch", 4. Auflage 2006, 592 Seiten).

    Einen Nachtrag zum Thema Pocken (Nro. 370) lieferte Richter i.R. Mag. Peter Michael Rath, Wien 7. Die Recherchen sind reserviert!

    Passend zur Herbststimmung ein Gedanke von Dr. Harald Jilke, Wien 3: "Wenn die Gegenwart schon so ist, wie sie ist, tröstet vielleicht ein Blick in manche noch schlimmere Vergangenheit."

    Ein herzliches Dankeschön an bereits erwähnte Geschichtsfreundin Elisabeth Somogyi für aufmunternde Zeilen und Berichte über ihre Enkelkinder: "Nun lernt das jüngste meiner vier das Lesen und entdeckt damit eine neue Welt".




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-10-31 15:14:06
    Letzte nderung am 2017-10-31 16:33:28



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