• vom 02.12.2017, 08:30 Uhr

Gemeine


Prinz Eugens und Herzog von Marlborough

Ein Sieger-Duo im Erbfolgekrieg




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  • Mit Prinz Eugen kämpfte John Churchill ab 1704.
  • Seine Frau Sarah übte Einfluss auf die englische Königin Anna aus.
  • Zu Frage 2 der Nro. 376

Schlussstrich unter das blutige Ringen um Spanien: Friede von Baden (Schweiz) 1714 - Abgeordnete aller Parteien unterzeichneten den Beschluss. - © Bilder: J. R. Huber (1668-1748)

Schlussstrich unter das blutige Ringen um Spanien: Friede von Baden (Schweiz) 1714 - Abgeordnete aller Parteien unterzeichneten den Beschluss. © Bilder: J. R. Huber (1668-1748)



Die Schlacht von Malplaquet 1709 : Herzog von Marlborough und Prinz Eugen führten den Angriff auf die französischen Truppen an.

Die Schlacht von Malplaquet 1709 : Herzog von Marlborough und Prinz Eugen führten den Angriff auf die französischen Truppen an.© Bild: vmtl. Louis Laguerre (1663-1721) Die Schlacht von Malplaquet 1709 : Herzog von Marlborough und Prinz Eugen führten den Angriff auf die französischen Truppen an.© Bild: vmtl. Louis Laguerre (1663-1721)

Der König ist tot, lang lebe ..." - nun, wer eigentlich? Diese Frage wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts für die europäischen Mächte zur Kampfansage. Prof. Helmut Bouzek, Wien 13, gibt Einblick in die damalige politische Situation: Nachdem der König von Spanien, Karl II., im "November 1700 kinderlos gestorben war", stellten der römisch-deutsche Kaiser aus dem Hause Habsburg, "Kaiser Leopold I., und König Ludwig XIV. von Frankreich" Erbansprüche auf die Krone. Beide waren Verwandte des eben verschiedenen "letzten spanischen Habsburgers".

Karls Testament begünstigte aber seinen Großneffen Philipp von Anjou (1683-1746), Enkel des Sonnenkönigs. Österreich sträubte sich, diesen letzten Willen, der für Frankreich vorteilhaft war, anzuerkennen. Das Resultat war der Spanische Erbfolgekrieg (1701-1713/14).

Also verbündeten sich die Habsburger 1701 mit Großbritannien, den Niederlanden sowie Teilen des Hl. Römischen Reiches (später auch mit Portugal und Savoyen, letztere bis 1703 auf der Seite des Gegners). Ihnen gegenüber, auf der Seite Frankreichs, standen vor allem Bayern und das Kurfürstentum Köln.

Die beiden Heerführer der antifranzösischen Allianz waren die Protagonisten der Frage 2 der Nuss Nro. 376. Auf sie geht Volkmar Mitterhuber, Baden, ein: Der englische "Feldherr und Staatsmann John Churchill, seit 1702 Erster Herzog von Marlborough (1650-1722), bestimmte mit seiner Gattin Sarah Jennings (1660-1744), die großen Einfluss auf die ... Königin Anna (reg. 1702- 1714, Anm.) ausübte, und seinem Freund Sidney Godolphin ... maßgeblich die ... Politik." Als Oberbefehlshaber der englisch-niederländischen Armee kämpfte der große Militär "zusammen mit dem österreichischen Heerführer französischer Herkunft, Eugen, Prinz von Savoyen-Carignan (1663-1736)".

Übrigens, so Ing. Alfred Kaiser, Purkersdorf: "Marlborough war ein Vorfahre des späteren Premierministers und Literaturnobelpreisträgers Sir Winston Churchill". Zum Ahnen notiert Mathilde Lewandowski, Payerbach: "Es hatte vielleicht seit Caesar keinen Feldherrn gegeben, in dem sich Kriegsgenie so gut mit diplomatischem Können verband wie in Marlborough."

Gewonnene Schlachten

Die beiden Kommandanten, die einander freundschaftlich gewogen waren, feierten große Siege. DI Wolfgang Klein, Wien 11: Die "strategische Planung des Krieges" lag vor allem bei Prinz Eugen.

Königin Anna (1665-1714, links) und ihre erste Hofdame Sarah Jennings (1660-1744), Gattin von John Churchill.

Königin Anna (1665-1714, links) und ihre erste Hofdame Sarah Jennings (1660-1744), Gattin von John Churchill.© Bild: Archiv Königin Anna (1665-1714, links) und ihre erste Hofdame Sarah Jennings (1660-1744), Gattin von John Churchill.© Bild: Archiv

Zu einer richtungsweisenden Schlacht kommt Ing. Helmut Penz, Hohenau/March: "Zusammen mit der kaiserlichen Armee konnte Marlborough die vereinigten Franzosen und Bayern unter den Marschällen Tallard und Marsin am 13. August 1704 in der Schlacht von Höchstädt (englisch: Battle of Blenheim) besiegen."




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-12-01 12:47:17
Letzte ─nderung am 2017-12-01 14:27:58



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