• vom 03.12.2017, 06:30 Uhr

Gemeine


Kraut und Rüben

Philatelistische Imponderabilien




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    Sondermarke zum ABSV-Jubiläum. 

    Sondermarke zum ABSV-Jubiläum. © Bild: Archiv. Repro: Moritz Szalapek Sondermarke zum ABSV-Jubiläum. © Bild: Archiv. Repro: Moritz Szalapek

    Spätestens seit der Ausgabe der ersten Briefmarken 1850 im Habsburgerreich faszinieren die bunten Druckwerke auch hierzulande. Auf Seite III der Zeitreisen-Ausgabe des Vormonats drehte sich alles um diese Wertzeichen im Kleinformat.

    Nun kann in puncto Post bekanntlich manches in die Irre gehen - so geschehen auch bei der Zusammenstellung zum Thema in der November-Nummer. Zum Glück reagierte der Tüftlerkreis prompt und korrigierte bzw. präzisierte missverständliche Angaben. Mag. Herbert Rieder, Baden (willkommen in der Gemeine!), entdeckte einen Fehler: "Schon lange werden nicht mehr alle österreichischen Briefmarken nur in der Österreichischen Staatsdruckerei hergestellt."


    Philatelist Manfred Bermann, Wien 13, erläutert dazu: Seit einigen Jahren muss sich das Unternehmen wegen Privatisierung "der Konkurrenz im Druckgewerbe stellen. Daher werden zunehmend die ... Briefmarken von Enschedé Stamps (Niederlande) hergestellt. Allerdings: Bei hochwertigen Drucken (Stahltiefdruck bzw. aufwendiger Farbkombinationsdruck) wird die Österreichische Staatsdruckerei herangezogen".

    Außerdem liefert Tüftler Bermann eine Ergänzung zu letzten Markenserien der Monarchie: "1917 gab es die Eilmarkenserie ... sowie 1918 die ersten Flugpostmarken."

    Für Unklarheiten sorgte auch der Absatz zu Marken mit Bildmotiven aus 1908 bzw. 1910. Zwar waren in der Monarchie weitere Sondermarken in Umlauf, die Darstellungen der Wiener Prunkbauten (Schönbrunn und Hofburg) auf den Sonderausgaben blieben aber einzigartig.

    *****

    Anmerkungen zu burgenländischen Postleitzahlen, die eigentlich mit der Nummer 7 beginnen, bringt Peter Sobek, Wien 11, ein: Ausnahmen sind neben Jennersdorf noch "Mogersdorf, Minihof-Liebau, Neuhaus am Klausenbach und St. Martin an der Raab ... die der Leitzone 8, das ist die Steiermark, zuzuzählen sind. Dies deshalb, weil diese Postämter über Graz durch die Bahnpost Graz-Jennersdorf ... versorgt wurden."

    Inzwischen "erfolgt die Zuteilung der Sendungen zu ehemals bahnpostversorgten Postfilialen durch Straßenpostkurse wie bei allen anderen Postfilialen von den jeweiligen Brief- bzw. Paketzentren aus."

    *****

    Richter i.R. Mag. Peter Michael Rath, Wien 7, verweist auf den "Arbeiter Briefmarken Sammler Verein" (ABSV), der dieses Jahr sein 90-jähriges Jubiläum feierte. Geschichtsfreund Mag. Rath zitiert aus der Zeitschrift "Die Briefmarke": "... am 12. Mai 1927 ... haben sich Markensammler sozialdemokratischer Gesinnung entschlossen, im Café Rath einen Briefmakensammlerverein zu gründen." Rasch gewann man Mitglieder.

    Zwischen 1934 und 1945 durfte der ABSV nicht bestehen. Aber schon kurz nach der Befreiung Österreichs "gab es erste Kontakte, alte Freunde trafen sich wieder." Bereits im November 1946 organisierte man eine Ausstellung im Wiener Messepalast. Die Philatelisten-Gruppe wurde "der mitgliederstärkste Briefmarkensammlerverein in Österreich."

    Ausgewählt & arrangiert von Christina Krakovsky




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-12-01 12:56:12
    Letzte ─nderung am 2017-12-01 14:34:08



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