• vom 04.05.2012, 02:00 Uhr

Gemeine

  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Fährten gelesen Zur kleinen Nuss Nro. 309 Notiert

Rauchende Köpfe in Ottakring



Vor 1900 boten Kalender breiteren Zugang zu Wissen.

Vor 1900 boten Kalender breiteren Zugang zu Wissen. Vor 1900 boten Kalender breiteren Zugang zu Wissen.

Ludo Hartmann (1865- 1924). Bilder: Archiv. Repros: St. Koch

Ludo Hartmann (1865- 1924). Bilder: Archiv. Repros: St. Koch Ludo Hartmann (1865- 1924). Bilder: Archiv. Repros: St. Koch

Elisabeth Somogyi, Wien 11: "Der Verein . . . nahm 1901 in einem Kellerlokal am Urban-Loritz-Platz seinen Kulturbetrieb auf."

Dr. Alfred Komaz, Wien 19, schickte eine Kopie des ersten Kursprogramms, auf dem z.B. Englisch mit "Miß Levetus", Deutsche Sprache mit "Fr. Dr. Schwarzwald" oder "Lectüre antiker Classiker (in deutscher Uebersetzung)" mit "Univ.-Doc. Prof. Mekler" stand.

1905 übersiedelte der Verein an die heutige Ottakringer Adresse Ludo-Hartmann-Platz 7. Dazu Richter i. R. Mag. Peter Michael Rath, Wien 7: "Dieses erste, durch Spenden von Mäzenen finanzierte Volkshochschulgebäude Österreichs wurde von den Architekten Franz von Neumann jr., Ludwig Feigl und Ottokar Sterin errichtet."

Dr. Karl Beck, Purkersdorf, der einst "nach einem Armbruch einen Schönschreibkurs am Ludo-Hartmann-Platz" belegte, merkt an: "Bei der Ausgestaltung halfen renommierte Künstler, wie Josef Hoffmann . . ., Kolo Moser und Karl Roller."

Herbert Beer, Wolfpassing: "Das Haus am Koflerpark . . . wurde bald zu einem wichtigen Identifikationsobjekt für die zahlreichen Besucher", die sich laut Ing. Helmut Penz, Hohenau/March, "stolz "Volksheimler" nannten und damit ihrem Zusammengehörigkeitsgefühl Ausdruck verliehen." Maria Schoßmann, Wien 19: "Bekannte Schriftsteller wie Alfons (auch Alphons, Anm.) Petzold oder Fritz Hochwälder erhielten ihre kulturelle Prägung . . . im Volksheim Ottakring."

Prof. Ferry Kovarik, Wien 16: "Das Volksheim . . . bot Petzold eine neue Heimat. Er besuchte immer wieder Vorlesungen und hielt selbst Vorträge und Dichterlesungen."

Wieviele Fenster?
Dass der Schriftsteller den Ausdruck "Haus der tausend Fenster" geprägt haben soll, widerlegt bereits zitierter Dr. Filla: "Das . . . Gebäude des Volksheims war nach . . . Petzold das Haus mit "hundert hellerleuchteten Fenstern". Von tausend Fenstern war irrtümlich in einer Bezirksreportage 1978 die Rede." Erwin Kladiva, Wien 14, pflichtet dem bei und spricht ebenfalls von "hundert Fenstern". - Im Volksmund hat sich das "Haus der tausend Fenster" aber hartnäckig gehalten.

Zusammenstellung dieser Seite: Andrea Reisner




Schlagwörter

Zeitreisen, Fährten gelesen

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2013
Dokument erstellt am 2012-05-03 15:09:22
Letzte Änderung am 2012-05-03 15:31:50


Beliebte Inhalte





Werbung




Frankreich: Amandine Bourgeois - "L'enfer et moi"

Der Teil einer Installation des pakistanischen Künstlers von Imran Qureshi im Metropolitan Museum in New York. Die letzten Stufen werden noch eingekleidet, und dann kanns los gehen:

19.5.2013: Eine Wandererin passiert einen See in den schweizer Alpen von Piz Zavragia. Noch herrscht auf der Croisette vor dem Palais des Festivals in Cannes die Ruhe vor dem Sturm.

Werbung