
Während in der Innenstadt die "Vier im Jeep" patrouillierten, galt es in der näheren Umgebung der Stadt andere verkehrstechnische Probleme zu lösen. Dkfm. Herbert Wöber, Wien 14: "Nach der Aufteilung .. . in vier Besatzungssektoren verfügten die Russen als einzige Besatzungsmacht innerhalb des Stadtgebiets (in den Grenzen von 1937, Anm.) über einen eigenen Flugplatz, in Aspern."
Alle anderen Flugfelder lagen in Niederösterreich und damit in der russischen Zone. Man einigte sich schließlich auf folgende Aufteilung, so Alexander Klissenbauer, Wien 6: "Von Schwechat flogen die Briten und Franzosen, von Tulln-Langenlebarn die Amerikaner, von Bad Vöslau die Sowjets."
KZ in Schwechat
Zu den Wurzeln des heute größten österreichischen Verkehrsflughafens bemerkt MedR DDr. Othmar Hartl, Linz: Er "wurde 1938 für militärische Zwecke zwischen Schwechat und Fischamend errichtet". Wie Maria Schoßmann, Wien 19, ergänzt, diente er ursprünglich "als Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe .. . 1942 wurden Teile der Anlage den Heinkel-Werken (Rostock) übergeben, die hier Flugzeuge produzierten." Mag. Robert Lamberger, Wien 4: "Teile des Flughafens dienten ab 7. Dezember 1944 als Konzentrationslager (KZ-Schwechat II "Santa"), in dem Häftlinge untergebracht waren, die für die Heinkel-Werke sowie für die Brauerei Liesing ("Ostmärkische Brau AG") arbeiteten."

Neozeitreisender Robert Porod, MBA, Frauenhofen bei Horn: "Im Herbst 1945 wurde die Anlage wie vereinbart an die britischen Besatzungstruppen übergeben". Dr. Heribert Plachy, Wien 7: "Auch die französische Besatzungsmacht nutzte den Flugplatz."
Dr. Manfred Kremser, Wien 18, wirft ein: "Schönbrunn, nahe dem Wienfluss (heute Busparkplatz), hatte eine Landebahn für einmotorige britische Flieger."
DI Wolfgang Klein, Wien 21: "Die Briten richteten die Royal Airforce Station Schwechat (RAF Schwechat) ein, ab 1946 flog British European Airways Wien im Linienbetrieb an."
Klaus-Peter Josef, Tulln

Von Tulln bis New York
Der Aviatik im Tullnerfeld wendet sich Erwin Kladiva, Wien 14, zu: "Die US-Truppen übernahmen 1945 von den Sowjets den Flughafen Langenlebarn mit der Bezeichnung "US Air Force Station Tulln-Vienna"."
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