• vom 12.01.2017, 12:30 Uhr

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Das willenlose Pferd




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    - © WZ-Faksimile: I. Friedenberger

    © WZ-Faksimile: I. Friedenberger

    "Dieses willenlose Pferd hat (...) den Vorzug, dass es (...) nie scheu wird (...). Es ist immer gesattelt und gezäumt, braucht kein Futter, keinen Thierarzt". So warb eine 1869 in Wien publizierte Broschüre für das Fahrrad, damals "Velociped". Als Vorläufer gilt das 1817 von Karl Drais entwickelte Laufrad "Draisine", weshalb man heuer den 200. Geburtstag dieses Fortbewegungsmittels feiert. Das anfangs durch Abstoßen der Beine vom Boden betriebene Gerät erfuhr in den 1860ern wesentliche Verbesserungen; so montierte u.a. der Franzose Pierre Michaux Pedale am Vorderrad. Die neuen Zweiräder erfreuten sich rasch großer Beliebtheit. Friedrich Maurer, der diese Anzeige am 24. Jänner 1869 in der "WZ" schaltete, setzte sich für die Verbreitung des Michaux’schen Vehikels in Wien ein und eröffnete mit dem "Vélocipède-Gymnase" im Prater eine Halle, in der man den Sport auch winters ausüben konnte. Dass Maurer selbst ein exzellenter Velociped-"Reiter" war, bewies er am 29. Mai 1870. Bei einem Rennen, so das "Wiener Salonblatt", fuhr er derart schnell, dass er die Gegner "distanzirte und disgustirte".





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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2017-01-11 16:18:11
    Letzte ─nderung am 2017-01-11 16:51:35



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