• vom 06.04.2017, 12:00 Uhr

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Fundstück

Wo Karl VI. zu Mittag aß




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    Ein gewisser Moriz Mandeles versuchte am 1. April 1855 per "WZ"-Inseratenbeilage "Intelligenzblatt" das Liesinger Schloss an den Mieter zu bringen. Als Reklame hätte er hinzufügen können, dass das Objekt (nun Wien 23) schon 1387 als Gutshof erwähnt wurde. Oder dass am 14. Juli 1713 Karl VI. dort zu Mittag speiste, wie unser Blatt damals berichtete.

    1857 zogen 30 Mädchen und Buben, teils mit geistiger Behinderung, ein. Mieterin war die Erziehungsanstalt "Levana", begründet von Jan D. Georgens und Jeanne M. von Gayette, die beeinträchtigten Kindern eine Chance auf Bildung geben wollten. Ein moderner Gedanke zu einer Zeit, als viele meinten, "Idioten" gehörten "aufbewahrt" oder "gehalten".

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    1876 - die "Levana" war längst ausgezogen - kaufte die Gemeinde Wien das Gebäude und eröffnete 1877 ein Altersheim. Bis 2013 waren Senioren dort untergebracht, dann übersiedelten sie in einen Neubau. Im Schloss errichtete man private Wohnungen.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-04-06 11:00:06
    Letzte nderung am 2017-04-06 11:28:28



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