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Update: 07.07.2017, 10:45 Uhr

Fundstück

Die Vermessung der Glatze




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    - © "WZ"-Faksimile: Moritz Szalapek

    © "WZ"-Faksimile: Moritz Szalapek

    Es gibt Probleme , die die Menschheit seit Jahrhunderten, wenn nicht
    Jahrtausenden plagen. Haarausfall zum Beispiel. Vor allem der Männerwelt bereitet das Übel seit jeher Kopfzerbrechen, im Biedermeier genauso wie heute. Mit dieser Anzeige, die am 25. Juli 1842 in der "WZ"-Reklamebeilage "Allgemeines Intelligenzblatt" geschaltet wurde, warb der bürgerliche Perückenmacher Georg Reinhardt für seine Touren und Platten, also Perücken und Toupets. Jene Herren, die nicht persönlich ins Geschäft in der Wiener Goldschmi(e)dgasse - etwa dort, wo sich heute das Haashaus befindet - kommen konnten oder wollten, hatten die Möglichkeit, brieflich zu bestellen. Dabei war, wenn nötig, "das Maß der kahlen Stelle" anzuführen. Perückenmacher siedelten sich in der Donaumetropole ab dem 17. Jahrhundert an. Davor gehörte ihr Tätigkeitsfeld zum Handwerk der Barbiere. Erst im 19. Jahrhundert kamen, wegen der sich ändernden Mode, die verstärkt zu natürlicher Haartracht neigte, nach und nach die Friseure auf.





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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-07-05 20:57:06
    Letzte ─nderung am 2017-07-07 10:45:35



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