• vom 02.11.2017, 05:30 Uhr

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Steinzeit im Spielzimmer




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    Sie waren der Traum vieler Kindergenerationen: Die schweren, aus Sand, Kreide und Öl gepressten Klötze der Anker-Steinbaukästen. In Spielzimmern reicher Häuser türmten sie sich meterhoch, Sprösslinge bescheidenerer Familien hantierten mit kleineren Bausätzen - arme Kinder hingegen kannten die begehrten Kästen wohl nur aus dem Schaufenster.

    Produziert wurde das beliebig erweiterbare Spielzeug ab dem Jahr 1882 im thüringischen Rudolstadt durch den Unternehmer Friedrich Adolph Richter. Das Patent hatte er den als Flugpioniere bekannten Brüdern Lilienthal abgekauft. Nun vermarktete er das Spielzeug mit großem Erfolg.


    Als die hier wiedergegebene Reklame in der "Wiener Zeitung" erschien, nämlich am 6. November 1910, hatte der 1846 geborene Richter nur noch wenige Wochen zu leben. Mit seinem Tod am 25. Dezember 1910 begannen Streitigkeiten um sein Erbe.

    Das Unternehmen konnte sich trotzdem über die Weltkriege retten, wurde zu DDR-Zeiten verstaatlicht und 1963 geschlossen. 1995 lief die Produktion wieder an. (rei)




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
    Dokument erstellt am 2017-10-31 15:05:14
    Letzte ńnderung am 2017-10-31 16:44:35



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