Wien.

Bis 6. März befindet sich die entsprechende Verordnung noch in Begutachtung, doch seit 2007 bildet die Universität Wien Lehrer für das objektivierte Fremdsprachen-Testverfahren aus.
"Jene Lehrer, die im Testen dabei waren, sind enthusiastisch", sagt Charles Alderson am Rande des Symposiums "Neue Reife- und Diplomprüfung". Er forscht an der Universität Lancaster zu Sprachtests und erklärt: "Das Ziel von standardisierten Tests ist es, unfaire Beurteilung zu verringern."
Doch einige Lehrer fragen sich, ob die neuen Prüfungsmethoden das wirklich leisten können - und sie fürchten mehr Bürokratie. Damit Veränderung stattfinden kann, brauche es Zeit, so Alderson gegenüber der "Wiener Zeitung". Er verweist auf Positivbeispiele wie Slowenien oder die baltischen Staaten; sie wären bei der Implementierung von Bildungsstandards sehr vorsichtig vorgegangen, hätten Lehrer involviert und damit gute Erfahrungen gemacht.
Derzeit arbeitet das Bundesbildungsinstitut Bifie an der einheitlichen Reifeprüfung der Fremdsprachen. Alderson hofft, dass die Verantwortung für die Qualitätskontrolle weiterhin beim Bifie bleibt.