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  • Artikel vom 08.02.2012, 15:03 Uhr

Schule aktuell

Update: 08.02.2012, 15:23 Uhr
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Lehrer

Keine halben Sachen beim neuen Dienstrecht


  • Gewerkschafter glauben nicht an Abschluss der Verhandlungen bis zum Sommer.

Wenn es Sommer sein wird in Österreichs Schulen, wird es noch kein neues Lehrer-Dienstrecht geben, glauben Gewerkschafter.

Wenn es Sommer sein wird in Österreichs Schulen, wird es noch kein neues Lehrer-Dienstrecht geben, glauben Gewerkschafter.APAweb / Harald Schneider Wenn es Sommer sein wird in Österreichs Schulen, wird es noch kein neues Lehrer-Dienstrecht geben, glauben Gewerkschafter.APAweb / Harald Schneider

Wien. Die Lehrergewerkschafter lehnen Sparvarianten bei der Reform des Lehrerdienst- und Besoldungsrechts ab - und glauben nicht an einen vom Unterrichtsministerium avisierten Abschluss der Verhandlungen bis zum Sommer. "Wenn die Lehrer billiger werden sollen, nicht besser, spielen wir da nicht mit", betont Albert Arzt, Vorsitzender der Berufsschullehrer-Gewerkschaft, im Interview mit dem Online-"Standard" am Mittwoch. Auch Jürgen Rainer von den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) will bei den Verhandlungen nicht zurückstecken. Sonderregelungen lehnt er gegenüber der APA "kategorisch ab".

Lehrer benötigt
Arzt rechnet inmitten der Verhandlungen zum Sparpaket nicht damit, "dass in der derzeitigen budgetären Situation der Schritt erfolgen wird, dass die Jungen mehr bezahlt bekommen". Dabei sei genau das bei der drohenden Pensionierungswelle nötig. "Wir brauchen in den nächsten Jahren 60.000 Lehrer, davon allein 35.000 im Pflichtschulbereich", so Pflichtschullehrer-Gewerkschaftsvorsitzender Paul Kimberger zur APA. Die "Besten der Besten", wie von Unterrichtsministerin Claudia Schmied gewünscht, "werde ich nur bekommen, wenn die Rahmenbedingungen besser sind." Dazu benötige es "ein modernes und attraktives neues Lehrerdienstrecht" mit unter anderem "deutlich höheren Anfangsgehältern".

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Vorstoß von Fekter nicht hilfreich
Der Vorstoß von Finanzministerin Maria Fekter vor wenigen Monaten, wonach Junglehrer wöchentlich sechs Stunden mehr arbeiten und nur vier davon abgegolten bekommen sollen, habe die Situation "sehr verschlimmert" und "war die am wenigsten hilfreiche Aussage in dieser ganzen Debatte", kritisiert Rainer. Er sieht eine fehlende Absprache zwischen Unterrichts- und Finanzministerium und fordert letzteres auf, "endlich an den Verhandlungstisch zu kommen". "Sonst vereinbaren wir Dinge, die dann sowieso abgelehnt werden", meint Rainer.

Verhandelt wird derzeit sowieso nicht: Nach einigen Gesprächsrunden im vergangenen Jahr wartet Kimberger auf einen weiteren Fahrplan. "Ursprünglich war davon die Rede, dass man uns im Jänner 2012 die Eckpunkte eines etwaigen neuen Dienstrechts aus Sicht des Dienstgebers - also Bundeskanzleramt, Unterrichts- und Finanzministerium - präsentiert", so der Pflichtschullehrergewerkschafter. "Der Termin hat aber bis heute nicht stattgefunden." Er glaubt ebensowenig wie sein Kollege Albert Arzt daran, dass die Verhandlungen noch in dieser Legislaturperiode abgeschlossen sein werden. "Wenn ich die bisherige Entwicklung hernehme, ist meine Hoffnung eine sehr geringe", so Kimberger.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-08 15:05:08
Letzte Änderung am 2012-02-08 15:23:18


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