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  • Artikel vom 08.02.2012, 16:22 Uhr

Uni aktuell

Update: 08.02.2012, 16:58 Uhr
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"Kein Platz" für alle

Studenten und Grüne üben Kritik an Töchterle


  • Studienplatzfinanzierung käme für ÖH "einem generellen Aufnahmestopp gleich"

Wien.

Das Telefon, das die ÖH-Führung anlässlich ihrer Wahl im vergangenen Sommer an Wissenschaftsminister Töchterle überreicht hat, läuft in Sachen "Studienplatzfinanzierung" sicher gerade heiß.

Das Telefon, das die ÖH-Führung anlässlich ihrer Wahl im vergangenen Sommer an Wissenschaftsminister Töchterle überreicht hat, läuft in Sachen "Studienplatzfinanzierung" sicher gerade heiß.APAweb / Roland Schlager Das Telefon, das die ÖH-Führung anlässlich ihrer Wahl im vergangenen Sommer an Wissenschaftsminister Töchterle überreicht hat, läuft in Sachen "Studienplatzfinanzierung" sicher gerade heiß.APAweb / Roland Schlager

Scharfe Kritik an der erneuten Forderung nach Studienplatzbeschränkungen von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle im Interview mit "News" übte am Mittwoch die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH). Die Aussage Töchterles, wonach es immer Studierwillige geben wird, "die die Voraussetzungen erfüllen, aber für die einfach kein Platz da ist", sieht die ÖH als "ein klares Zeichen der politischen Verweigerung". Auch der Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) und der Grüne Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald verurteilten die Pläne des Ministers.

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Gegen Studienplatzfinanzierung
"Wie viele Studienplätze es gibt, ist eine politische Entscheidung und kein Naturgesetz", so ÖH-Vorsitzende Janine Wulz (Grüne und Alternative StudentInnen, GRAS) in einer Aussendung. "Anstatt sich endlich zur Ausfinanzierung der Hochschulen zu bekennen, stiehlt sich Töchterle lieber aus seiner politischen Verantwortung." Die Studienplatzfinanzierung kommt laut ÖH "einem generellen Aufnahmestopp gleich".

Grünewald hinterfragt indes die Voraussetzungen, wonach Studierwilligen ein Platz verwehrt werden soll. "Hier wird suggeriert, es gäbe allgemeingültige Methoden zur Erhebung des individuellen Talents", so der Grüne Wissenschaftssprecher. Er verlangt von Töchterle "konkrete Zahlen wie viele junge Menschen in Zukunft keinen Platz mehr an den Unis oder Fachhochschulen finden werden".

Den Ratschlag Töchterles, bei abgelehntem Studienplatz ein ähnliches Fach anzufangen und später zu wechseln, ist aus Sicht des VSStÖ indes "mehr als skurril". Das erhöhe die Drop-Out-Quote im Zwischenstudium und verschärfe den Platzmangel im Wunschstudium im Folgejahr, so VSStÖ-Bundesvorsitzende Mirijam Müller. Auch der Plan, Universitäten für mehr bzw. schnellere Studenten finanziell zu belohnen, sei "ein völlig verquerer Ansatz". "Solange Studierende nicht ausreichend sozial abgesichert sind und über 60 Prozent arbeiten, um sich ihr Studium leisten zu können, werden sich die Studienzeiten weiter verlängern", meint Müller.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-08 16:24:21
Letzte Änderung am 2012-02-08 16:58:54


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Siehe auch: http://bit.ly/JrMvnU

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