Wien.

Vor allem jene 450 Millionen Euro, die aus dem Hochschulplanstrukturfonds kommen, sollen "effizienter und leistungsorientierter" eingesetzt werden. Dazu sollen die Universitäten umfassend darstellen, was sie mit dem Geld tun. Bisher sei zu wenig klar gewesen, welche Leistungen erbracht würden.
Die Relation zwischen Leistung und Geld soll anhand 30 verschiedener Indikatoren messbar gemacht werden. So sollen die Unis etwa darlegen, wie viele Publikationen, Patente und Absolventen sie hervorbringen, aber auch wie hoch die Drop-out-Zahlen sind.
Unis sollen inaktive Studenten aktivieren
Ein besonderer Dorn im Auge sind Töchterle die "inaktiven Studenten", also jene rund 100.000 Inskribierten, die keine oder kaum Studienleistung erbringen, weil sie zum Beispiel berufstätig sind. Hier soll es für die Universitäten finanzielle Anreize geben, diese Studenten zu aktivieren. Allerdings ortet der Minister eine "generelle Unverbindlichkeits-Unkultur", die gerade etwa in manchen Massenfächern herrsche. In Fächern mit Aufnahmeverfahren und Zugangsregelungen (wie Medizin oder Kunst) gebe es hingegen kaum inaktive Studenten. Daher glaubt Töchterle, mit Zugangsregelungen auch die Studienmotivation der Studenten erhöhen zu können.
Allerdings legt sich die SPÖ gegen jegliche Form der Zugangsbeschränkungen quer. Ebenso gegen eine Studienplatzfinanzierung. Da stehe man politisch noch ganz am Anfang, so Töchterle.
Wenig Freude mit der angekündigten Kontrolle haben die Uni-Rektoren. Sie wollen nun im Gegenzug "einklagbare Regelungen für den Fall, dass das Ministerium seine Verpflichtungen nicht einhält".