
Der österreichische Immobilienmarkt bleibt in "Schieflage": Wie die jüngsten Daten des Immopreisatlas, der Online-Plattform von Raiffeisen Bausparkasse und Raiffeisen Immobilien, zeigen, ist das West-Ost-Gefälle bei Immobilienpreisen nach wie vor aufrecht. Mit Ausnahme Wiens sind die fünf teuersten Bezirke ausnahmslos in Salzburg und Innsbruck zu finden, während Österreichs Osten vergleichsweise günstig ist.
Unter der Berücksichtigung von Preisen für Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, Einfamilienhäusern und Baugrundstücken ergab sich eine Bewertung, die Innsbruck-Stadt und Salzburg-Stadt als teuerste Bezirke und das südburgenländische Jennersdorf als billigsten Standort ausweisen. Die ermittelten Preisunterschiede sind dabei beträchtlich: Für eine Eigentumswohnung in Innsbruck-Stadt zahlt man mit durchschnittlich 2.955 Euro pro Quadratmeter mehr als das Dreifache des entsprechenden Preises in Jennersdorf (802 Euro).
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Das massive West-Ost-Gefälle dürfte sich dabei künftig noch verstärken: Das hohe Bevölkerungswachstum in Bezirken wie dem Wiener Umland steht im krassen Gegensatz zu Regionen wie der Obersteiermark, wo mit einem Bevölkerungsrückgang von bis zu 7 Prozent zu rechnen ist. Auch Infrastrukturprojekte wie der Westbahnbau beeinflussen den Preis, was sich nach Angabe des Immobilienpreisatlas bereits in einer höheren Nachfrage zeigen.

Teures Haupstadtpflaster
Etwas differenziert stellt sich die Situation allerdings dar, wenn man die Preise in der Bundeshauptstadt berücksichtigt: Einzelne Wiener Bezirke sind in vielen Bereichen am kostspieligsten, nur Innsbruck und Salzburg sowie einige an Wien angrenzende niederösterreichische Bezirke weisen ähnlich hohe Quadratmeterpreise wie die teuersten Gegenden der Bundeshauptstadt auf.
Dabei führt die Wiener Innenstadt das Ranking der teuersten Bezirke Wiens an, gefolgt vom 19. Bezirk. Bei einem Vergleich des Quadratmeterpreises bei Eigentumswohnungen sind in der City 6.231 Euro zu löhnen, während in Döbling immerhin noch mit 3.553 Euro
zu Buche schlägt - und damit um mehr als 20 Prozent teurer als Innsbruck ist. Am anderen Ende der Skala rangieren der 15. und der 20. Bezirk, die freilich angesichts zahlreicher Renovierungsprojekte als Wachstumsbezirke gelten. Bei den Mietwohnungen ist Simmering am günstigsten.

Mehr Daten zu den gegenwärtigen Durchschnittspreisen am Immobilienmarkt sowie die aktuell verfügbaren Preise von Baugrundstücken in Österreich finden Sie auf www.immopreisatlas.at..
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