Wien.

So freut sich etwa die Schweizer "Zur Rose"-Gruppe, die seit einem Jahr mit dm Drogeriemarkt Österreich kooperiert, über eine Umsatzverdoppelung auf 5 Millionen Euro und eine Steigerung der Kundenzahl von 30.000 auf 100.000. dm wirbt für die Produkte der Schweizer Medikamentenversender in den Filialen, über die Homepage und im elektronischen Newsletter, die Kunden bestellen online von zuhause. Beliefert werden die Österreicher über die in Tschechien beheimatete VfG (Versandapotheke für Gesundheit). dm will nun einen Schritt weiter gehen und in den Filialen Online-Terminals aufstellen, damit die Kunden vor Ort bestellen können. Die Preise seien um bis zu 40 Prozent niedriger als in der Apotheke, heißt es.
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI), der schon länger ein Auge auf den Internetapotheken hat, bescheinigte der VfG im März 2011 bei einem Test, alle gesetzlichen Bestimmungen eingehalten zu haben. Insgesamt hielten sich sechs von 16 Versandapotheken an das Arzneiwareneinfuhrgesetz, so etwa auch die deutschen Anbieter apo.rot und med.pex. Die anderen lieferten in Österreich rezeptpflichtige Präparate. Abgesehen von Gesundheitsrisiken kann die Bestellung im Internet aber auch rechtliche Folgen haben, warnt der VKI: Wer in Österreich nicht zugelassene Präparate bestellt, macht sich strafbar.
Da auch immer mehr gefälschte Medikamente über das Internet den Weg zu den Verbrauchern finden, fordert VKI-Geschäftsführer Franz Floss ein offizielles, kontrolliertes Siegel ähnlich den Bio-Lebensmitteln. Damit könnten Konsumenten seriöse von unseriösen Versandangeboten unterscheiden. "Wer etwas über das Internet bestellt, kann kaum feststellen, ob es sich um ein Original oder ein gefälschtes Produkt handelt", sagt Floss.
"Zur Rose" bietet telefonische Beratung an und hat ihre Homepage mit der Apothekerhomepage "Auf der sicheren Seite" verlinkt, wo über Fälschungen und Risiken bei der Bestellung im Internet informiert wird.
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