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  • Artikel vom 16.02.2012, 14:54 Uhr

Markt

Update: 16.02.2012, 16:20 Uhr
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Anleger schenken Spanien und Frankreich ihr Vertrauen

Wackelkandidaten dürfen aufatmen


  • Sinkende Zinsen bei den meisten Anleihenauktionen.

Fallende Zinsen auf spanische und französische Anleihen. - APAweb/EPA/Ballesteros

Fallende Zinsen auf spanische und französische Anleihen. APAweb/EPA/Ballesteros

Madrid. Trotz der drohenden Staatspleite Griechenlands stehen andere Euro-Länder bei Anlegern wieder hoch im Kurs. Spanien und Frankreich liehen sich am Donnerstag problemlos einen zweistelligen Milliardenbetrag. Trotz meist fallender Zinsen stieg der Appetit der Investoren auf Staatsanleihen. Experten führten das auf die Aktion der Europäischen Zentralbank zurück (EZB), die den Banken fast eine halbe Billion Euro geliehen hat, die diese zu einem guten Teil in Staatsanleihen anlegen.

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Die Auktion dreier Schuldtitel spülte Spanien 4,1 Mrd. Euro in die Staatskassen, wie die Finanzagentur am Donnerstag in Madrid mitteilte. Die Papiere mit Laufzeiten zwischen drei und sieben Jahren waren bis zu 4,4-fach überzeichnet, die Nachfrage der Anleger lag also deutlich über dem Zuteilungsvolumen. Die Rendite für die siebenjährige Anleihe fiel auf 4,832 von 5,352 Prozent, die für den dreijährigen Bond auf 2,966 von 4,984 Prozent. Dagegen stieg der durchschnittliche Zins für die bis Juli 2015 laufende Anleihe auf 3,3 von 2,8 Prozent. Spanien habe inzwischen bereits 35 Prozent des in diesem Jahr angestrebten Volumens am Markt eingesammelt, sagte Analyst Michael Leister von der DZ Bank: "Das ist sehr positiv". Andere Experten hoben die starke Nachfrage hervor.

Zins deutlich gefallen
Frankreich nahm mit drei Versteigerungen 8,5 Mrd. Euro ein. Der durchschnittliche Zins für Bonds mit zweijähriger Laufzeit fiel auf 0,89 von 1,05 Prozent, der für fünfjährige Papiere auf 1,93 von 1,99 Prozent. Die Auktionen waren bis zu 3,3-fach überzeichnet. "Das sind durch die Bank weg gute Ergebnisse", sagte Rabobank-Analyst Lyn Graham-Taylor.

Die Hängepartie um neue Milliardenhilfen für das hoch verschuldete Griechenland hatte viele Marktteilnehmer nervös gemacht. Es braucht dringend 130 Milliarden Euro von EU und IWF, andernfalls droht schon im März die Zahlungsunfähigkeit. Bislang hat die Regierung aber noch nicht alle Auflagen für die neuen Hilfen erfüllt.

In Spanien wird die Haushaltssanierung durch die Konjunkturflaute erschwert. Im vierten Quartal schrumpfte die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent und damit zum ersten Mal seit zwei Jahren. Die Regierung will die Neuverschuldung in diesem Jahr auf 4,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes drücken. 2011 waren es nach Schätzung der konservativen Regierung rund acht Prozent.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-16 15:01:06
Letzte Änderung am 2012-02-16 16:20:08


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