Brüssel.

Die Beteiligung des öffentlichen Sektors soll sich auf 4,6 Prozent belaufen. Juncker bekräftigte auch die Einrichtung eines Sondersperrkontos für Griechenland, mit dem die Schulden laufend beglichen werden können. Mit diesem Sperrkonto, das von der EU überwacht wird, soll Griechenland seine Schulden laufend bezahlen, damit das Geld nicht für andere Konsumzwecke ausgegeben werden kann.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) werde sich mit 13 Milliarden Euro am Rettungspaket beteiligen. Seitens des IWF gebe es, gemäß dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble, zwar noch keine definitive Zusage über die Beteiligung von 13 Milliarden Euro, in einer entsprechenden Erklärung der Euro-Finanzminister heißt es aber, dass man diese "erwarte". Die Erklärung wird in einem nächsten Schritt dem Direktorium vorgelegt, das in einer nächsten Sitzung über deren Genehmigung entscheidet.
Stärkere Einbindung der EZB
Der Vorsitzende der Euro-Finanzminister bestätigte auch, dass die Europäische Zentralbank (EZB) bei der Rettung Griechenlands von der Staatspleite stärker mit eingebunden wird. Die EZB werde Gewinne aus griechischen Staatsanleihen an die Nationalbanken der Staaten auszahlen. Diese könnten das Geld an die nationale Regierung weitergeben - in Übereinstimmung mit den Regeln des Statuts. Das Geld werde wiederum eingesetzt, um die Gesamtverschuldung Griechenlands zu senken. Dies werde den Schuldenstand um 1,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts senken. Maßgeblich für die Gewinne wäre der jeweilige Anteil der Länder am EZB-Kapital. Darüber hinaus werde die Verzinsung für die Hilfskredite an Griechenland aus dem ersten Rettungspaket auf 150 Basispunkte über dem Euribor gesenkt.
