• 23. Mai 2012

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen

Sie sind hier:


  • Artikel vom 21.02.2012, 10:39 Uhr

Wirtschaftspolitik

Update: 21.02.2012, 10:44 Uhr
  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief
  • Empfehlen/Teilen



Rettungspaket kommt private Gläubiger teuer zu stehen



Athen. Das neue 130 Mrd. Euro schwere Rettungspaket für Griechenland kommt die privaten Gläubiger teurer zu stehen als bisher gedacht. Die Banken müssten de facto Abschreibungen auf ihre griechischen Staatsanleihen von 73 bis 74 Prozent schultern, sagten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Bisher war in den seit Monaten laufenden Gesprächen immer von 70 Prozent die Rede gewesen.

Werbung

Die höheren Lasten beruhen darauf, dass die Gläubiger nun auf 53,5 Prozent ihrer Forderungen verzichten und nicht mehr nur auf 50 Prozent. Zudem tauschen die Banken ihre alten griechischen Staatsanleihen in neue Papiere mit niedrigerem Zins und längerer Laufzeit, was zu zusätzlichen Belastungen führt. Die meisten Institute dürften diese Abschreibungen Experten zufolge noch in ihren Bilanzen 2011 verbuchen, die in den nächsten Wochen fertiggestellt werden.

Die privaten Gläubiger Griechenlands sollen per Gesetz zu einem Forderungsverzicht gezwungen werden, wenn sie nicht freiwillig an dem geplanten Schuldenschnitt teilnehmen wollen. Die Regierung werde dem Parlament dazu in Kürze einen Gesetzentwurf vorlegen, teilte das griechische Finanzministerium am Dienstag nach der Einigung auf neue Rettungsmaßnahmen mit.

Er sieht demnach gemeinsame Umschuldungsklauseln (Collective Action Clauses) vor, mit denen eine Mehrheit der Gläubiger entscheidet, wie hoch der Forderungsverzicht ausfällt. Eine Minderheit, die damit nicht einverstanden ist, muss sich in diesem Fall dem Votum beugen. Allerdings hat die Ratingagentur Standard & Poor's gedroht, Griechenland weiter abzustufen und eine selektive Insolvenz auszurufen, sollte das Land rückwirkend für seine Anleihen Klauseln beschließen, die die Rechte der Anleger einschränken.




Schlagwörter

Griechenland, Euro-Krise

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-21 08:12:25
Letzte Änderung am 2012-02-21 10:44:56


Beliebte Inhalte



  • OECD-Chefökonom: "Länder der Eurozone müssen sich annähern."
  • weiter

In Spanien ist jeder zweite Jugendliche ohne Job - die gesellschaftlichen Folgen sind katastrophal. - © EPA
  • UN-Experten warnen vor einer "verlorenen Generation" in Europa.
  • weiter

Brüssel. Europas Steuersystem bleibt ein Flickwerk. Die Mehrwertsteuern liegen zwischen 15 (Luxemburg) und 27 Prozent (Ungarn)...weiter

Eric Schmidt, langjähriger Google-Konzernchef und nunmehr Verwaltungsratsvorsitzender, erhielt am Wochenende ein Ehrendoktorat der Universität Boston - jetzt kommt unangenehmere Post aus Brüssel. - © dapd
  • Erfolg in China: Peking stimmt Übernahme von Motorola zu.
  • weiter

Antonis Samaras von der konservativen Partei, lässt sich feiern. - © REUTERS
  • Merkel schlägt griechisches Referendum über Verbleib in Euro-Zone vor.
  • Athen: Es werde an "Notfallsszenarien" seitens der EU-Kommission gearbeitet.
  • weiter




Werbung



Ratingagenturen - Bild: Pixelio.de
<


Werbung