• 23. Mai 2012

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Marilyn Wallace Produzentin und Schauspielerin. - itv

International Theatre Vienna

Das Ende des Internationalen

Wäre es nicht tragisch, ein Theater zu loben, das es schon bald nicht mehr geben wird? Diesem Theater quasi an seinem Ende mitzugeben, dass es, entgegen der künstlerischen Leistung aufgrund widriger Umstände, seine Existenzberechtigung verwirkt hat? Das International Theatre Vienna wurde 1980 von Marilyn Wallace und ihrem Mann in der Porzellangasse... weiter

  • Update vor 17 Min.



Hubsi Kramar und Frederic Lion - Foto: fotopalffy

Theater Nestroyhof und 3raum

"Wir sind die neuen Juden": Geschichtsstunde im Theaterkeller

"Wir sind die neuen Juden" - so die im besten Fall von verheerendem Unwissen zeugende, im schlimmeren von perfidestem Provokationswillen gespeicherte, zugleich aber wenig überraschende Entgleisung Heinz-Christian Straches im Rahmen der Proteste gegen den alljährlichen Wiener Korporationsball. Bezogen war die Aussage auf die entschiedene Ablehnung... weiter




Ein Schiffbruch als Neuanfang: Eine "verrückte Hoffnung" ist alles, was bleibt. - Charles-Henri Bradier

Ariane Mnouchkines "Les Naufragés du Fol Espoir - Aurores": Theater als großes Kino

Utopie mit rollendem Auge

Es ist ein schlaues Theater, das Theater der Ariane Mnouchkine. Es verführt schnell - im konkreten Fall schon am Weg zu den Sitzplätzen. Der führt nämlich an den Garderoben der Schauspieler vorbei, hinter Spitzenvorhängen sieht man, wie sie sich schminken. Das Théâtre du Soleil muss ein guter Flohmarkt-Kunde sein... weiter




Zugemüllt: Michael Schade, eher in Nero- als Tito-Pose, in der Regie Jürgen Flimms. - © apa/Hans Klaus Techt

Die Staatsoper zeigt eine Neuinszenierung von Mozarts "La clemenza di Tito"

Guerillas im Nebel

Rund 30 Jahre ist es her, dass der Horror-Regisseur John Carpenter seinen "Nebel des Grauens" herausbrachte: Übellaunige, mörderische Seebären entstiegen da einem Dunst, der ebenso rätselhaft wie mächtig wölkte. Nun macht es den Anschein, als wäre die Wiener Staatsoper um eine schicke Paraphrase bemüht: In der Neuproduktion von Mozarts "La clemenza... weiter




Burg-Kasino: Needcompany zeigt "Caligula"

Ein Irrer an den Hebeln der Macht

"Ich will den Himmel im Meer ertränken", schreit Caligula und stapft hochmütig eine prächtig gedeckte Festtafel entlang. Nach dem Tod seiner Schwester Drusilla, die gleichsam seine Geliebte war, hat sich der Imperator in den Kopf gesetzt, die grenzenlose Freiheit zu erlangen, in dem er herrschende Werte umkehrt, willkürlich foltert... weiter




Endzeitstimmung dominiert in Kornél Mundruczós Inszenierung des Romans mit dem programmatischen Titel "Schande". - © (C) by RICOH GX200 User

Regisseur Kornél Mundruczó entfacht in Coetzees "Schande" einen Gewaltexzess

Erniedrigte und Beleidigte

Gleich in den ersten Minuten wird man Zeuge einer barbarischen Vergewaltigung. Vier Männer dringen in das Heim einer jungen Frau ein, werfen sie zu Boden, zerreißen deren Kleider, missbrauchen sie. Das Opfer wird bespuckt, getreten, geschlagen, besudelt, mit Dreck beschmiert, in eine Art Hundekäfig gesperrt, wieder und wieder geschändet... weiter




In vielen Maskeraden: Jens Harzer und Dörte Lyssewski. - Ruth Walz/Wiener Festwochen

"Die schönen Tage von Aranjuez" von Peter Handke als Festwochen-Uraufführung

Beichten mit Schnörkeln

Radikal in seiner Schlichtheit als Mann-Frau-Dialog an einem Gartentisch, maßlos aufgemotzt in der Ausführung - als Theater auf dem Theater, mit zweitem Bühnenrahmen und rotem Samtvorhang schräg an der Hinterwand, Dörte Lyssewski und noch mehr Jens Harzer zu Action angetrieben, wie sie nicht im (schon erschienenen) Suhrkamp-Buche steht... weiter




Goethes Großklassiker: Nicolas Stemann wuchtet "Faust I + II" in knapp acht Stunden auf die Bühne. v.l.n.r. Sebastian Rudolph, Patrycia Ziolkowska, Philipp Hochmair. - © Krafft Angerer

Am Sonntag endet die Leistungsschau des zeitgenössischen Theaters in Berlin

Kein "Avanti-Dilettanti"

  • Zwischen Klassik und Wahnsinn - eine Reportage vom Berliner Theatertreffen.

Berlin. Geschlaucht sind fast alle, die daran teilnehmen. Vinge/Müllers 12-Stunden-Performance von Ibsens "John Gabriel Borkman" ist die "passionierteste Selbstverausgabungssession der Theatersaison", argumentiert die Jury des Berliner Theatertreffens. Auf der Bühne kommt es zu Gewaltaktionen und der Entleerung von Körperausscheidungen... weiter




Schmerzhafte Erinnerungen in Zeitlosigkeit

Emotionslos und doch bewegend, multimedial und doch simpel erinnert sich das Pekinger Living Dance Studio um Choreografin Wen Hui und Wu Wenguang fast meditationsartig an die Kulturrevolution in China zwischen 1966 und 1976. In der Festwochenproduktion "Memory" im Schauspielhaus bleibt die einstündige Kurzversion schon im Zeitkontinuum hängen... weiter




Die Welt ist "schiach": Nina Horváth und Christoph F. Krutzler in "Magic Afternoon" im Volkstheater. - © APA/HANS KLAUS TECHT

"Magic Afternoon" von Wolfgang Bauer im Volkstheater

Schreckliches Gleichgewicht

Uraufführung 1968 in Hannover. Aber keine Altachtundsechzigerkunst. Die beiden in einem Wohnzimmer an einem sonnigen Nachmittag festsitzenden Möchtegern-Schriftsteller sprechen nicht von "Gesellschaft", sondern immer nur von "Welt". Die ist "unhamlich schiach", aber sie ist "ewig", das heißt unveränderbar... weiter




Szene aus "Die Zoogeschichte". - Fotocredit: Marko Lipus, Tim Breyvogel, Till Firit

Garage X

Die Nervensäge in der Zoogeschichte

"Ich war im Zoo", sagt Jerry und beginnt unvermittelt ein Gespräch mit dem Verlagsangestellten Peter, der auf einer Parkbank im Central Park sitzt und liest. Peter ist wenig erfreut über die Unterbrechung, besinnt sich aber auf seine gute Kinderstube, und hört brav zu. Jerry, ein heruntergekommener Freigeist... weiter




Szene aus dem Stück. - Kosmos Theater/ © Mark Mosman

Kosmos Theater

Promijournalistin jagt berüchtigten Massenmörder

Die Promi-Journalistin Jane Bussmann ist der Welt der Stars überdrüssig. Nachdem sie ihren Job verliert, folgt sie kurzerhand einem attraktiven Friedensaktivisten nach Uganda, um vor Ort über Joseph Kony zu recherchieren. Der Rebellenführer ist für die Zwangsrekrutierung von Kindern zu Soldaten und Sexsklaven berüchtigt... weiter




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Tigerpython: Bei Daniel Spoerri ein Schlangenkörper mit Tigerschädel. - NHM/R. Golebiowski

Daniel Barenboim (hier im Bild im Opernhaus Kairo). - APAweb /  EPA/MOHAMED OMAR Um eine Trauerminute in Gedenken an Dietrich Fischer-Dieskau bat Dirigent Daniel Barenboim am Beginn des Abonnementkonzerts der Wiener Philharmoniker...weiter




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Pallas Athene, 1898
Gustav Klimt
Öl auf Leinwand

Vergessenes wurde wiederentdeckt. Im Naturhistorischen Museum freut man sich über die Belebung des Museums durch die Arbeit des Künstlers Daniel Spoerri. (Im Bild: "Austernschabracken-Pferdeskelett-Spießbock-Kümmerer" von Spoerri.) Blick auf das Werk "Sevilla-Series, No. 1, Tapir" des Künstlers Daniel Spoerri im Rahmen der Ausstellung "ein inkompetenter Dialog?" im Naturhistorischen Museum in Wien. Die Ausstellung ist vom 23. Mai bis 17. September 2012 zu sehen. (21. Mai)
Siehe auch: http://bit.ly/JrMvnU

Ein Demonstrant zeigt der berittenen Polizei das Victory Zeichen.  Hunderte Amerikaner gingen am Wochenende auf die Straße, um gegen den NATO-Gipfel in Chicago zu protestieren. Das amerikanische Model Lydia Hearst posiert für die Kamera.

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