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  • Artikel vom 10.02.2012, 14:56 Uhr

Bühne

Update: 10.02.2012, 19:06 Uhr
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Tanz der Anti-Schwammerln


Von Verena Franke

Silbriger Grusel im perfekten Garten.

Silbriger Grusel im perfekten Garten.

Chris Haring macht sich die Natur untertan und krönt sich zum Herrn über die Zeit. Was nach fortgeschrittenem Größenwahn klingt, ist schlichtweg Inhalt seiner jüngsten Performance "Mush Room". Die Schwammerln sind der zweite Teil seiner Performance-Reihe "The Perfect Garden", die er im Vorjahr mit "Wellness" eröffnete.

Information

Performance
Mush Room
Von Chris Haring/Liquid Loft
Tanzquartier Wien
Wh. am 11. Februar

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Der Garten im Kubus
Einmal mehr widmet sich der heimische Performer mit seinem Ensemble Liquid Loft der Gartenidee des Wachsens und Gedeihens, aber auch des Vergehenlassens. Diesmal in einem Raum im Raum, einem Kubus, der aus glänzenden, scheinbar klebrigen Fäden besteht. Wie schon in "Wellness" schafft der französische Künstler Michel Blazy ein Spielfeld, in dem Haring seine Performance aufblühen lassen kann: Durch immer wieder kehrende Repetitionen intensivieren sich die Bewegungen, die von den glitzernden Fädchen beeinflusst werden. Das braucht Zeit, die sich Haring nimmt, ohne sein Publikum zu sättigen. Abläufe zerlegt er, dann setzt er sie neu zusammen: Sequenzen beginnen im Rücklauf, um danach erst in "normaler" Zeitfolge zu entstehen.

Richtig gruselig wird es dann mit der Klangkulisse von Andreas Berger, der Harings Zeitbegriff in seiner Komposition aufgreift und reflektiert: Surreale Lacher, ansteckendes Baby-Kichern und Glucksen sowie zischende Begleitgeräusche betten die Performer in eine faszinierende Endlosschleife, in der "Mush Room" wohl eher mit der Übersetzung in "Verwirrungsraum" zu tun hat als mit Schwammerln.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-10 15:02:14
Letzte Änderung am 2012-02-10 19:06:42


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Siehe auch: http://bit.ly/JrMvnU

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