
Der Besucher der Ausstellung wird tatsächlich in eine eigene Welt geführt. Zwar ist im Text zur Ausstellung zu lesen, dass das Thema "Zeichnung" im Mittelpunkt steht, aber den Ausstellungsraum bevölkern auch (Musik-)Videos, Soundinstallationen und Skulpturen.
Dieser weiter gefasste Begriff des Mediums Zeichnung liegt auch in der Intention der Kuratorin Julia Kläring, die selbst Künstlerin ist und an der Akademie der Bildenden Künste "Comics" unterrichtet. Ihr konzeptioneller Ansatz versucht neben klassisch zeichnerischen Arbeiten, Erweiterungslinien zu anderen Medien aufzuzeigen. Erweiterungen, die vom angestammten Medium ausgehen und dieses mit Musik, Animation, skulpturalen und installatorischen Elementen verbinden oder davon abstrahieren. Daraus ist eine überaus konzentrierte und dichte Ausstellung geworden. Wie zum Beispiel die Arbeiten der Künstlerin elffriede zeigen: Ihre grafischen Arbeiten legt sie Musikern vor, die dazu etwas komponieren. Vereint mit den Zeichnungen kreiert sie wiederum ungewöhnliche Animationen. Oder die berührende Installation "Die sind nicht gerade" von Nils Olger, der in einem Videointerview das Erblinden seines Großvaters dokumentiert und dessen neues Sehen mit seinen Händen zeichnerisch aufarbeitet.
Momentaufnahmen
Nikolaus Gansterers Serie "Am Zug/Training" macht den "flüchtigen Augenblick" zum Thema. Während verschiedener Zugreisen hat der Künstler gezeichnete Momentaufnahmen der vorbeiflitzenden Außenwelt geschaffen. Da er seine Motive deswegen nur einen flüchtigen Augenblick zu sehen bekommt, sind seine Arbeiten zu reduzierten, fast abstrakten Skizzen geworden. Skizzen, die es dem Betrachter lediglich ermöglichen, zu rätseln, was der Künstler da gesehen haben mag.
Auch nicht so leicht wahrzunehmen sind die dezenten Pflanzen, diverses Unkraut und Löwenzahn, die die Künstlerin Iris Christine Auer vereinzelt im Ausstellungsraum platziert hat. Der "Wachsende Widerstand" sprießt nun aus Bodenöffnungen und -kanten und symbolisiert sehr ironisch die Rückeroberung der Architektur durch die Natur. Auf vier Sesseln liegen Zeichnungen, die nach einem Konzept des Künstlers Davide Savorani von Studenten während des Vernissagen-Trubels angefertigt wurden. Beredte Zeugnisse dafür, wie viele Besucher bei der Eröffnung waren - und noch kommen werden, um sich diese durchwegs gelungene Ausstellung anzusehen.
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Geboren 1931 in Maisons-Laffitte; studierte in Paris, Grenoble und London Politikwissenschaften; Ausstellungen seit 1979 in Paris und in der Provinz...
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1960 geboren in Hainburg an der Donau; 1980-86 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Prof...
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Geboren 1947 in Wien; Studium der Rechts- und Volkswirtschaft in Wien und in Frankreich. Von 1969 bis 2007 als Beamter beim Bund in Wien und bei...
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