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  • Artikel vom 10.02.2012, 16:00 Uhr

Kunst

Update: 10.02.2012, 19:15 Uhr
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Wachsender Widerstand im Kunstraum


Von Christof Habres

Kampf dem Kampf: Bella Angoras Zeichnung "I refuse to battle/
Qualifying round" als Friedensbotschaft.

Kampf dem Kampf: Bella Angoras Zeichnung "I refuse to battle/
Qualifying round" als Friedensbotschaft.
Kampf dem Kampf: Bella Angoras Zeichnung "I refuse to battle/
Qualifying round" als Friedensbotschaft.

Der Besucher der Ausstellung wird tatsächlich in eine eigene Welt geführt. Zwar ist im Text zur Ausstellung zu lesen, dass das Thema "Zeichnung" im Mittelpunkt steht, aber den Ausstellungsraum bevölkern auch (Musik-)Videos, Soundinstallationen und Skulpturen.

Information

Ausstellung
Nicht nur ein Bild, sondern eine ganze Welt
Kunstraum Niederösterreich
bis 17. März

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Dieser weiter gefasste Begriff des Mediums Zeichnung liegt auch in der Intention der Kuratorin Julia Kläring, die selbst Künstlerin ist und an der Akademie der Bildenden Künste "Comics" unterrichtet. Ihr konzeptioneller Ansatz versucht neben klassisch zeichnerischen Arbeiten, Erweiterungslinien zu anderen Medien aufzuzeigen. Erweiterungen, die vom angestammten Medium ausgehen und dieses mit Musik, Animation, skulpturalen und installatorischen Elementen verbinden oder davon abstrahieren. Daraus ist eine überaus konzentrierte und dichte Ausstellung geworden. Wie zum Beispiel die Arbeiten der Künstlerin elffriede zeigen: Ihre grafischen Arbeiten legt sie Musikern vor, die dazu etwas komponieren. Vereint mit den Zeichnungen kreiert sie wiederum ungewöhnliche Animationen. Oder die berührende Installation "Die sind nicht gerade" von Nils Olger, der in einem Videointerview das Erblinden seines Großvaters dokumentiert und dessen neues Sehen mit seinen Händen zeichnerisch aufarbeitet.

Momentaufnahmen
Nikolaus Gansterers Serie "Am Zug/Training" macht den "flüchtigen Augenblick" zum Thema. Während verschiedener Zugreisen hat der Künstler gezeichnete Momentaufnahmen der vorbeiflitzenden Außenwelt geschaffen. Da er seine Motive deswegen nur einen flüchtigen Augenblick zu sehen bekommt, sind seine Arbeiten zu reduzierten, fast abstrakten Skizzen geworden. Skizzen, die es dem Betrachter lediglich ermöglichen, zu rätseln, was der Künstler da gesehen haben mag.

Auch nicht so leicht wahrzunehmen sind die dezenten Pflanzen, diverses Unkraut und Löwenzahn, die die Künstlerin Iris Christine Auer vereinzelt im Ausstellungsraum platziert hat. Der "Wachsende Widerstand" sprießt nun aus Bodenöffnungen und -kanten und symbolisiert sehr ironisch die Rückeroberung der Architektur durch die Natur. Auf vier Sesseln liegen Zeichnungen, die nach einem Konzept des Künstlers Davide Savorani von Studenten während des Vernissagen-Trubels angefertigt wurden. Beredte Zeugnisse dafür, wie viele Besucher bei der Eröffnung waren - und noch kommen werden, um sich diese durchwegs gelungene Ausstellung anzusehen.




Schlagwörter

Kunst, Kunstraum NÖ

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-10 16:05:06
Letzte Änderung am 2012-02-10 19:15:41



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Siehe auch: http://bit.ly/JrMvnU

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