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  • Artikel vom 12.02.2012, 04:00 Uhr

Reisen

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Eine Runde geht auf den König!


Von Elisabeth Hewson
  • Das adelige Winterreich Hochkönig im Salzburger Land degradiert berühmte Ski-Rundtouren.

 - © Region Hochkönig

© Region Hochkönig

Die Lücke wurde gefüllt, das Rundherum kann beginnen: Länger als der Weiße Ring in Lech mit läppischen 22 Kilometern und 5500 Höhenmetern, oder die Sellaronda in Südtirol mit 25 Kilometern und 4500 Höhenmetern, führt die neue Königstour in der Skiregion Hochkönig über fünf Gipfel: Die neue Sinalco Bahn und ein 6-er-Sessellift (mit Kindersicherung) machen’s möglich. Aus der Not, verschiedene Betriebsebenen zusammenführen zu müssen, hat man gleich eine Tugend gemacht und ein hochmodernes Skizentrum hingestellt, gut durchdacht (vom Parkplatz bis zu Skiverleih, Shop und Restaurant alles unter einem Dach) und bequem gemacht: Endlich muss man nicht mit schweren Skischuhen über steile Treppen zum WC, kaum je war ein Lift so sinnvoll! Aber auch Sinnloses hat man nicht vergessen, nämlich eine Schnupftabakschleuder - wird auf Anfrage an den Tisch gebracht.

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In die Königstour kann man auf der ganzen Strecke einsteigen, keine Piste muss zweimal befahren werden, kein Lift zweimal benützt, egal ob linksherum oder rechtsherum. Man folgt einfach den gelben oder den orangen Pfeilen und kann, mit einigen Einkehrschwüngen (auf der Strecke gibt es sieben Hütten-Versuchungen: Abergalm, Bergstadl, Steinbockalm, Eysnstain, Bürglalm, Fellers-bachalm und Holzhackerhütte) einen ganzen Tag unterwegs sein. Ehrgeizige sollen die "Wenn"-Strecke (wenn keine Leute auf der Piste und bei den Liften sind - und wenn man sich auch nicht eine einzige Hüttenhockerpause gönnt) in drei Stunden schaffen können. Inkludiert ist eine der Lieblings-Trainingsstrecke der Slalom-Weltmeisterin Marlies Schild, von der Bürglalm nach Dienten.

Eine andere Trainingsstrecke, auf der man Skikader aus aller Welt (und Marlies Schild, Lindsey Vonn, Benny Reich ....) beobachten kann, ihre Trainer, ihre Betreuer, wo man ein bisschen am beinharten Skizirkus schnuppern kann, findet man in Hinterreit bei Maria Alm. Nie würde man hier eine FIS-Trainingsstrecke vermuten, wenn man vorbeifährt: Ganze zwei Schlepplifte führen da einen Nordhang hinauf, wenige Familien rutschen mit ihren Kindern zu Tal, ein einsamer Gasthof liegt am Fuß des "Hügels" (verglichen mit der Felsenpracht ringsum). Doch genau das alles macht den Platz zum Hotspot für perfektes Training. Peter Hörl, der "Vater" der internationalen Skiasse, hatte vor Jahren den richtigen Hang mit der richtigen Steigung in perfekter Lage ausgesucht. Er weiß, wie man Pisten für Rennen richtig präpariert. Wie man sie möglichst lange genau so bereithält. Und was Trainingsteams zur Betreuung der Ausrüstung brauchen. Dass diese Hochleistungssportler auch Entspannung brauchen, ohne starrende Bewunderer und turbulente Fangruppen. Und einen väterlichen Ruhepol. Und so kann man im kleinen Hinterreit neben dem Trainingshang in gleicher Hanglage wie die Besten der Besten auch seine eigenen Fähigkeiten ausprobieren und den Stil perfektionieren.




Schlagwörter

Salzburg, Hochkönig

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-09 10:14:10
Letzte Änderung am 2012-02-10 22:11:18


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Siehe auch: http://bit.ly/JrMvnU

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