Wien. Angesichts der Allgegenwart von Facebook und Twitter ist eine andere Form der Online-Kommunikation und weltweiten Vernetzung ein wenig ins Hintertreffen geraten: die Blogs. Dabei ist die Blogosphäre älter als Facebook. Die ersten Online-Tagebücher tauchten bereits in den 1990er Jahren auf, Facebook ging erst 2004 ins Netz... weiter
Wien. Das hat der Mann nun davon: Leser des deutschen Nachrichten-Magazins "Der Spiegel" fallen über ihn her, obendrein Schriftsteller und, zum Drüberstreuen, auch noch die eigene Kritiker-Zunft. Und alles nur, weil er in die älteste von allen Kritiker-Fallen getappt ist: Er hat einen so richtig fertiggemacht... weiter
Paul Wimmer, der 2008 verstorbene Dichter und Essayist, war ein genauer Kenner der österreichischen Nachkriegsliteratur-Szene. In einem unserer sehr vielen sehr langen Gespräche erzählte mir Wimmer, es gäbe da einen "literarischen Giftschrank", verfasst von einem gewissen Hermann Hakel, man könne nur hoffen, dass die Texte unter Verschluss blieben... weiter
Das Gedenkjahr an Gustav Klimt (1862-1918) schlägt sich auch auf dem Buchmarkt deutlich nieder. Aus Dörthe Binkerts opulentem Bildband "Frauen in Gold" (Thiele Verlag, 159 Seiten, 25 Euro), der Darstellungen der wichtigsten Modelle des Künstlers von Emilie Flöge bis Adele Bloch-Bauer umfasst, stammt diese Abbildung des zwischen 1904 und 1907... weiter
Die Welt ist in stetiger Veränderung. Kleine und größere Revolutionen finden unaufhörlich statt. Ein Blick in die arabische Gegenwart genügt, um zu merken, dass der Drang zur Veränderung auch heute so stark wie eh und je ist. Wer von den modernen Revolten hört und liest, wird mit der Schlagkraft des Internets konfrontiert... weiter
Sie waren Christen - und wurden von Rom als Ketzer verfolgt: die Katharer des mittelalterlichen Südfrankreich, das nach seiner eigenen Sprache, der "langue doc", auch Okzitanien genannt wird. Heerscharen von Wissenschaftern haben die Geschichte der okzitanischen Katharer, somit auch der Kreuzzüge und der Inquisition, erforscht... weiter
(K.H.) "Ein Architekt hat noch andere Aufgaben als Eigenes zu bauen", schreibt Friedrich Kurrent in seinem jüngsten Buch mit dem Titel "Mehr und mehr komme ich mit weniger und weniger aus". Resignation oder Einsicht des streitbaren Geistes, der im heurigen Herbst 81 Jahre alt wird? Wohl beides, denn sein Resümee über die "Nullerjahre" zeigt... weiter
(WT) Der Weltuntergang ist abgesagt. Es lebe der Motor der komplex ineinander verwobenen Megatrends, der fortlaufend tief gehenden Wandel in den Gesellschaften erzeugt und letztlich langfristig den Wohlstand auf den Weg bringt. Zu diesem optimistischen Schluss kommt der bekannte Zukunftsforscher Matthias Horx in seinem neuen, außergewöhnlichen Buch... weiter
Die Lagunenstadt im 18. Jahrhundert: Während einer Abstimmung im Dogenpalast wird der adelige Zan Pelizzioli ermordet. Um das Verbrechen aufzuklären, schickt der "Rote Inquisitor" Saverio Barbaran nach der Klosterschülerin Leonora Pucci, der unehelichen Tochter des Rates dalla Frascada. Sie hat schon einmal mit scharfsinnigen Ermittlungen... weiter
Auch wenn das Vampir-Genre derzeit überstrapaziert scheint, ein paar Leckerbissen gibt es dennoch. Unter anderem die Geschichten der telepathisch begabten Südstaaten-Kellnerin Sookie Stackhouse. Auf ihre naiv-pragmatische Art und Weise geht sie gelassen mit all den zwielichtigen Gestalten von Vampiren über Gestaltwandler bis zu Hexen und Elfen um... weiter
Irgendwann ereilt der Drang vermutlich jeden, den einen früher, den anderen später: Dem Leben noch einmal eine ganz neue Richtung zu geben, endlich zu machen, was man schon ganz lange tun wollte und doch immer wieder auf später verschoben hat. Ein typischer Zeitpunkt für dieses Bedürfnis, das nicht selten als Krise erfahren wird... weiter
Ein Öko-Thriller - und als solcher kann T. Coraghessans Boyle neuer Roman bezeichnet werden - hat üblicherweise den Konflikt Naturschützer gegen Kapital(ismus) zum Inhalt. Bei Boyle ist es, überspitzt formuliert, ein ideologischer Bürgerkrieg: Naturschützer gegen Naturschützer. Auf Anacapa und Santa Cruz... weiter
(wald) "Das langsame Gehen durch das Land verleitet zum Verfertigen seltsamer Gedanken", sinniert Thomas Knubben auf seiner "Winterreise": Vor vier Jahren unternahm der deutsche Kulturwissenschafter einen Gewaltmarsch von Nürtingen nach Bordeaux. Dieselbe Route wählte Hölderlin im Winter 1801/02, um aus "Herzens- und Nahrungsnot" eine... weiter
Anton Kuh (1890-1941) gilt in der Geschichte des Wiener Feuilletonismus meist als Prototyp des "Kaffeehausliteraten": Geist-reich, gewiss, aber eher ein lustiger Plauderer als ein ernstzunehmender Schriftsteller. Dieses gemütliche Zerrbild wird von Walter Schüblers neuer Kuh-Edition nachhaltig korrigiert: Hier wird eine Reihe meist unbekannter... weiter
Ohio ist nicht irgendein Bundesstaat der USA. Im Nordosten des Landes an der Grenze zu Kanada gelegen, ist er demographisch so etwas wie ein Spiegelbild der nationalen Bevölkerungsverteilung. Vor allem aber ist er einer der am heftigsten umkämpften battlegrounds bei Präsidentschaftswahlen, denn als swing state ... weiter
Fabien Yene war lange unterwegs, um von Kamerun nach Europa zu gelangen. Angekommen ist er nie. Stattdessen landete er in Marokko...
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Diese 200 Jahre alte Märchenerzählung ohne Happy End ist nach wie vor beeindruckend - und beunruhigend.
Forscher-Biografie, Abenteuerroman, Reportage - und ein Bericht über das lebensfeindlichste Umfeld auf unserer Erde.
Einen großen Betrieb oder auch einen Konzern zu managen oder PolitikerIn in leitender Position zu sein, stelle ich mir wie Koenigs UN-Mission in Afghanistan vor - wenn auch ohne Selbstmordattentäter.
Nicht alle Erzählungen dieser Lateinamerika-Anthologie werden allen LeserInnen gleichermaßen zusagen, doch es ist unwahrscheinlich, dass sich nicht die eine oder andere Entdeckung oder erfreuliche Wiederbegegnung darunter befindet.
Tobias Elsäßer hat mit dem ersten Band der geplanten Linus-Lindbergh-Reihe ein spannendes und fantasievolles Abenteuerbuch geschrieben, das Lust auf mehr macht.
Eine linear erzählte Geschichte, die keine Hochspannung bietet und ohne Ortswechsel, Zeitsprünge und überraschende Wendungen auskommt. Da auch die Anzahl der Figuren nicht ausufert, sind die Ansprüche an den Leser überschaubar.
Das Alte Testament ist unser kulturelles Erbe - und zwar von Juden, Christen und Moslems. Der Sprachwissenschaftler Viktor Becher hat eine verständlich kommentierte Fassung der fünf Bücher Mose mit Hintergrundinformationen erstellt, damit wir uns eine eigene Meinung bilden können.
Dass T. C. Boyle verdammt gut schreiben kann, wissen seine LeserInnen und er selbst. Schade, dass er seit längerem keine geeignete Form mehr für seine Kunst findet.