• 23. Mai 2012

  • RSS abonnieren
  • Wiener Zeitung auf Facebook
  • Auf Twitter verfolgen

Sie sind hier:


Peter Bieri, vielen auch als Pascal Mercier bekannt. - Isolde Ohlbaum/Residenzverlag

Wie man sich durch Schreiben selbst kennenlernt und wie engagiert ein Philosoph heute sein sollte

Hauptsache, man ist echt!

  • Der Philosoph und Schriftsteller Peter Bieri im Interview.

Der Schweizer Philosoph Peter Bieri ist als Romancier mit dem Künstlernamen "Pascal Mercier" ein Begriff geworden. Von seinen vier Romanen ist "Nachtzug aus Lissabon" (Hanser) am bekanntesten. Auch seine philosophischen Bücher: "Das Handwerk der Freiheit" und "Wie wollen wir leben" (Residenz Verlag) sind Verkaufshits... weiter




Johann Nestroy, Lithographie von August Prinzhofer. - © Wikimedia

Zwischen Mondlicht der Romantik und Sonne der Aufklärung

Komödiant und Mythenzerstörer

  • Vor 150 Jahren starb der geniale Dramatiker und Schauspieler Johann Nepomuk Nestroy.

"Alles in der Welt ist wandelbar, und ich bin nicht da, um die Ausnahme der Weltgeschichte zu statuieren." Dieser, von keiner seiner Bühnenfiguren, sondern von Johann Nepomuk Nestroy selbst formulierte Satz vermag das künstlerische Selbstverständnis des Dichters zu umreißen. Es drückt sich auch auf der finanziellen Ebene aus ( "Ich hab’ feste... weiter




Lotte Ingrisch. - © Wimmer

"Ich habe immer von der Zukunft abgeschrieben"

Lotte Ingrisch

  • Die Schriftstellerin Lotte Ingrisch über ihre literarischen Anfänge, den Erfolg ihres Buches "Reiseführer ins Jenseits", ihr Verhältnis zum Tod, Konzepte einer alternativen Schulpädagogik - und warum sie Gottfried von Einem "Bärenfräulein" nannte.

"Wiener Zeitung": Frau Ingrisch, wenn Ihr Name ins Spiel gebracht wird, denkt man vorrangig an Ihre besondere Beziehung zum Jenseits, an Ihre Neigung zum Übersinnlichen. Vergleichsweise weniger bekannt dürfte Ihr umfangreiches kreatives Werkschaffen sein. Bisher haben Sie 32 Bücher veröffentlicht, 23 Theaterstücke geschrieben, zehn Hörspiele... weiter




Carlos Fuentes entwarf ein Panorama Mexikos. - © EPA

Die spanischsprachige Welt trauert um Carlos Fuentes

  • Der mexikanische Autor galt als bedeutendste Stimme seiner Nation.

Mexiko-Stadt. Große Trauer herrscht in der spanischsprachigen Welt nach wie vor über den Tod von Carlos Fuentes. Der mexikanische Schriftsteller ist am Dienstag in Mexiko-Stadt im Alter von 83 Jahren gestorben. Der am 11. November 1928 geborene Autor galt als einer der bedeutendsten Autoren Lateinamerikas... weiter




Felicitas Hoppe gilt als große Fabuliererin. Dafür erhält sie den Büchner-Preis. - © EPA

Die Rückkehr des Erzählens

  • Die deutsche Autorin Felicitas Hoppe erhält den Büchner-Preis.

Wien. Auch so kann man die Zuerkennung des wichtigsten Preises für deutschsprachige Literatur feiern: Felicitas Hoppe hat sich nach dem Anruf der Jury schnell einen Termin beim Friseur organisiert. Ob das stimmt oder nur eine Geschichte ist, steht auf einem anderen Blatt, denn im Geschichtenerzählen ist Hoppe eine der besten Fabuliererinnen der... weiter




Den Kino-Cowboy Tom Mix kannte Schnitzler sehr gut . . . - © Wikipedia

Arthur Schnitzler war ein leidenschaftlicher Liebhaber des Kinos. Über die Gründe seiner Leinwand-Begeisterung hat er sich jedoch nur in Andeutungen geäußert.

Wahllose Schaulust

Zwischen 1904 und 1931 ging Arthur Schnitzler mehr als 800 Mal ins Kino. Seine Kinobesuche lassen sich als Fieberkurve lesen: Während er in den ersten Jahren das Kino sporadisch frequentierte, nimmt die Besuchsfrequenz ab 1920 dramatisch zu: 1921 geht er 28 Mal ins Kino, 1923 steigt die Zahl auf 45, 1924 schon auf 80... weiter




Strindberg, Schattenriss. - Abb: Archiv

Vor hundert Jahren, am 14. Mai 1912, starb der Schriftsteller August Strindberg, der einige Jahre eine enge, wenn auch unerquickliche Beziehung zu Österreich und einer Österreicherin hatte.

Von der Idylle in die Hölle

Berlin, nach 1890: Das Lokal "Zum schwarzen Ferkel" hatte mit der Adresse Ecke Unter den Linden/Wilhelmstraße zwar eine tolle Lage inmitten der Stadt, trotzdem hätte ein Normalbürger seinen Fuß niemals dort hineingesetzt. Denn drinnen gab es angeblich neunhundert Schnapssorten (!) und Menschen, von denen der brave Bürger nur hinter vorgehaltener... weiter




Journalist, Autor, Adoptivvater: Walter Kohl. - © Heribert CORN, corn@corn.at

"Man wünscht sich, dass alles vorbei ist"

Walter Kohl

  • Der Linzer Autor Walter Kohl über die schwierige Suche seiner Adoptivtochter nach ihrer leiblichen Mutter, deren schweres Schicksal, das Buch, das er darüber geschrieben hat - und welche Erkenntnisse und Emotionen das alles bei ihm ausgelöst hat.

"Wiener Zeitung": Herr Kohl, Ihr jüngstes Buch, "Mutter gesucht", schildert die Suche dreier Schwestern - Tania, Iris und Tamara - nach ihrer Mutter, von der sie als Säugling bzw. als Kleinkind weggelegt worden waren. Eine der drei Schwestern, Tamara, ist Ihre Adoptivtochter. Was bewog Sie, diese Geschichte öffentlich zu machen? Walter Kohl:... weiter




Zweigs Roman "Ungeduld des Herzens" wird heuer bei den Festspielen Reichenau in einer Bühnenfassung von Stefan Slupetzky aufgeführt. Merle Wasmuth verkörpert die Edith und Marcello de Nardo ihren Vater. Premiere ist am 6. Juli. - © Festspiele Reichenau / Carlos de Mello

Stefan Zweig wird heute meist als Nostalgiker verstanden, der sich nach der "Welt von gestern" sehnte. Aber sein Roman "Ungeduld des Herzens" verfolgt durchaus auch politische und kritische Anliegen.

Brüchige Verhältnisse

Stefan Zweig, der heute gerne zum "großen" oder "ersten Europäer" stilisiert wird, war gewiss nicht das, was man unter einem politischen Schriftsteller versteht (was ihm bisweilen auch vorgeworfen wurde), aber er verfügte durchaus über eine eigenständige politische Meinung und über genug politisches Einschätzungsvermögen, um bereits 1934... weiter




Arthur Schnitzler, der vor 150 Jahren geboren wurde, hinterließ ein komplexes Werk, das schwerer zu entziffern ist, als es auf den ersten Blick scheint.

Die Klaue des Dichters

Arthur Schnitzlers Roman "Der Weg ins Freie" (1908) handelt von einem jungen Baron, Georg von Wergenthin, der sich selbst als Komponisten versteht, dessen Arbeiten aber merkwürdigerweise häufig in den Anfängen stecken bleiben. Georg hat ein Verhältnis mit der kleinbürgerlichen Musiklehrerin Anna Rosner... weiter




Vater Richard und Sohn Peter Berczeller, zwei Leben zwischen Flucht und Neuanfang. Peter Berczeller

Der Arzt und Schriftsteller Peter Berczeller über das Schreiben, Emigration und den Versuch einer Rückkehr

"Es ist doch meine Heimat"

  • "Fahrt ins Blaue", das Buch seines Vaters, bringt Berczeller nach Österreich zurück.

Wien. Die Wohnung im dritten Bezirk hat er vor kurzem gemietet, längerfristig. Denn der 1931 in Wien geborene und bis 1938 im burgenländischen Mattersburg lebende Peter Berczeller möchte nicht mehr nur für Besuche von Freunden oder etwaige Buchpräsentationen nach Wien kommen, wie dieser Tage, wenn er das erstmals auf Deutsch erschienene Buch... weiter




Aufführung des Drama "Troilus und Cressida" im Globe Theater in London, im April dieses Jahres. - APAweb /  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

37 Stücke in 37 Sprachen

Dabeisein, das ist hier die Frage

Es ist ein sehr ambitioniertes Festival-Projekt, das da bis 9. Juni am südlichen Themse-Ufer stattfinden wird: Auf Einladung des Shakespeare’s Globe Theatre werden Theatergruppen aus 37 Nationen in 37 Sprachen das dramatische Gesamtwerk des Barden aus Stratford zur Aufführung bringen. "Love’s Labour’s Lost" ("Vergebliche Liebesmüh") wird von... weiter




Gertrud Fussenegger bei der Überreichung des "Großen Goldenen Ehrenzeichens mit dem Stern" in der Wiener Hofburg im September 2002. - © APA

Der Geburtstag der österreichischen Autorin Gertrud Fussenegger jährt sich zum 100. Mal

"Grande Dame" und "alte Sau"

  • Gertrud Fussenegger polarisiert bis heute wie nur wenige Autoren.

"Grande Dame" der österreichischen Literatur wurde sie von den einen genannt, für andere wie den Publizisten Matti Link war sie die "alte Sau", "die Schamlose" und die "Lohnschreiberin des Faschismus". Jene, die von ihr als "Grande Dame" sprachen, hatten ein schriftstellerisches Werk von außerordentlichem Können als Argument; die Vertreter der ... weiter




Eines der wenigen Fotos von Thomas Pynchon, 1955. - © Bettmann/CORBIS

Er gilt als wichtigster lebender US-Autor, ist andererseits aufgrund seines Inkognito eines der größten Mysterien: Am 8. Mai wird Thomas Pynchon 75 Jahre alt.

Exzentrischer Hexenmeister

Es ist im Endeffekt zweitrangig, warum sich ein Künstler aus der Öffentlichkeit zurückzieht - ob er sich dadurch auf perfid-raffinierte Weise interessant machen will, ob er an einer ausgeprägten Soziophobie leidet, oder ob er einfach "in Ruhe gelassen" werden will. Fakt ist: Dies ist eine Art der Existenz... weiter




Henry David Thoreau (1817-1862), hier im Jahr 1856. - Foto: wikipedia

Der Amerikaner Henry David Thoreau vertrat radikale politische Ansichten, war aber auch ein Meister der idyllischen Naturbeschreibung. Am 6. Mai jährt sich sein Todestag zum 150. Mal.

Reflexionen in der Holzhütte

"Ich habe mir den Wahlspruch zu eigen gemacht: ,Die beste Regierung ist die, welche am wenigsten regiert.‘ . . . Wenn er verwirklicht wird, dann läuft es darauf hinaus: ,Die beste Regierung ist die, welche gar nicht regiert‘." Mit diesen Worten beginnt Henry David Thoreau seinen Aufsatz "Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat"... weiter




Gegen Schwarz-Weiß-Malerei: Autorin Zeruya Shalev über den Alltag im Heiligen Land.

Die renommierte israelische Schriftstellerin Zeruya Shalev im Gespräch mit der "Wiener Zeitung"

"Für ein Wunder beten"

  • Autorin Zeruya Shalev über Terrorangst und das Leben in Israel.

"Wiener Zeitung": In ihrem neuen Roman "Für den Rest des Lebens" verweben Sie erstmals detailliert Geschichte und Politik des Staates Israel. Haben Sie bei Lesereisen in Europa, speziell in deutschsprachigen Ländern, den Eindruck, dass man hierzulande über den Staat Israel und dessen Gesellschaft ausreichend informiert ist? Zeruya Shalev: Meist... weiter




Mit Klassikern zum Anschauen will der deutsche Verlag junge Menschen zum lesen bringen. - Screenshots Brockhaus

Comics

Weltliteratur in Bildern

  • Neue Reihe will Jugendlichen den Zugang zu Klassikern eröffnen.

Gütersloh. Comics als Kunstform sind aus dem Literaturbetrieb nicht mehr wegzudenken. Der Brockhaus-Verlag arbeitet daher an einer neuen Buchreihe in Bildern. Damit will er vor allem Jugendlichen den Zugang zur Weltliteratur eröffnen. "Brockhaus Literaturcomics" sollen "klassische Lesestoffe vermitteln und die Jugend neugierig auf die... weiter




Die leichte Unterhaltungsliteratur der Zwischenkriegszeit wurde immer gern gelesen, aber wesentlich seltener gelobt. Es wäre an der Zeit, diese Literatur neu zu bewerten, etwa die Romane Wilhelm Speyers.

Charmante Spottgeburten

Können Metaphern aufklären, oder vernebeln sie die Theorie? Zwar kommt keine Theorie ohne bildliche Veranschaulichungen aus, aber die sind dann - wenn die Theorie sich durchgesetzt hat und verbindlich geworden ist - unauslöschlich und bedingungslos an die Theorie gekettet, und keiner denkt mehr an den Ursprung des Bildes oder der Figur... weiter




Eine Ruine, schon zu Stokers Zeiten: Die Abtei war bereits unter Heinrich VIII. aufgelassen worden. Nicht nur diese pittoresken Mauern erregten in Whitby die Autorenfantasie.

Verfallene Gemäuer, Gräber und Seemannsgarn

Wo Draculas Blutspur begann

  • Das Küstenstädtchen Whitby bot Bram Stoker Inspiration

Whitby. Exakt 199 Stufen sind vom Hafen von Whitby hinauf zur St Mary’s Kirche zurückzulegen. Von den Klippen flaniert der Blick über rote Ziegeldächer, einen Friedhof mit verwitterten Grabsteinen und die Ruinen einer düsteren Abtei hinaus auf die blassblaue Nordsee. Eine Brise trägt Möwenschreie und den Geruch von Seetang heran... weiter




 - dpa/WDR

"Tatort"-Drehbuchschreiber lösen Debatte im Internet aus

Autoren im Zwist mit Netzgemeinde

  • 51 TV-Autoren protestieren mit Manifest gegen "Gratis-Kultur".

Berlin.(bau) In Zeiten des Internets geht es schnell: Gerade einmal etwas mehr als drei Stunden liegen zwischen einem offenen Brief von 51 Autoren der Krimireihe "Tatort" an "Grüne, Piraten, Linke und die liebe Netzgemeinde" und der Antwort eben jener "Netzgemeinde" - "keck vertreten" von der Hacker-Vereinigung "Chaos Computer Club" (CCC)... weiter




Adrienne Rich auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2006. - Stuart Ramson, file/AP/dapd

Adrienne Rich ist tot

  • US-Autorin und Feministin starb im Alter von 82 Jahren in Santa Cruz.
  • Lehnte in den 90er Jahren nationale Auszeichnung ab.

San Francisco. Die amerikanische Schriftstellerin, Dichterin und Feministin Adrienne Rich ist tot. Die Aktivistin in der Frauen- und Lesbenbewegung starb nach Angaben im Alter von 82 Jahren im kalifornischen Santa Cruz. Die Mutter von drei Söhnen war seit über 30 Jahren mit ihrer Partnerin, Schriftstellerin Michelle Cliff, zusammen... weiter




Victor Hugo löste in seinen Zeichnungen die Formen auf. Mitunter entwickelte er die Motive aus Farb- oder Kaffee-Flecken auf Papier. Damit wird er zu einem der wichtigsten Vorläufer der Abstraktion. - © Archiv (Zeichnung stammt aus dem 19. Jahrhundert)

Der russische Komponist erweist sich als stilistisch versierter Erzähler grotesker Geschichten

Man sollte mehr Prokofjew lesen

  • Manch Dichter hat gemalt, aber echte Doppelbegabungen sind selten.

Der Eiffelturm begibt sich auf die Suche nach dem Turm der Türme, nämlich jenem von Babel. Oder: Ein Uhrmacher kommt in die Hölle und wird vom Teufel auf Dienstreise zurück auf die Erde geschickt - als Frau. Oder: Ein Elefant begibt sich auf eine Reise nach Afrika. Die Geschichten sind voller skurriler Szenen und grotesker Gespräche... weiter




Antonio Tabucchi, Dichter und Gesellschaftskritiker. - © EPA

Ein Wahlverwandter Portugals

  • Der italienische Schriftsteller Antonio Tabucchi starb mit 68 Jahren.

(cb) Er galt als einer der portugiesischsten unter den portugiesischen Dichtern. Und das, obwohl Antonio Tabucchi gebürtiger Toskaner war. Sein bekanntestes Werk war "Erklärt Pereira". Es spielt - natürlich - im Lissabon der faschistischen Herrschaft Salazars. Pereira ist ein alternder Kulturjournalist, der harmlose Nachrufe schreibt... weiter




Friedrich Dürrenmatt mit seiner zweiten Frau, Charlotte Kerr, aufgenommen 1990 in Locarno. - © epa Keystone/Christoph Ruckstuhl

Peter Rüedis umfangreiche Biographie spürt den Verflechtungen von Friedrich Dürrenmatts Leben und Werk nach und entdeckt im einstmals weltberühmten Dramatiker einen Apokalyptiker.

Einübungen in die Sintflut

"Was kann man über ihn schreiben? Wo und wann er geboren wurde. Sicher. Wo und wie er lebt. Warum nicht. Aber sein Schreiben braucht keine Ergänzung." So apodiktisch leitete Friedrich Dürrenmatt einst eine Hommage an seinen Schriftstellerfreund Ludwig Hohl ein. Auch in eigener Sache blieb Dürrenmatt, im Gegensatz zu seinem Antipoden Max Frisch... weiter




Miklós Bánffy, Graf, Schriftsteller und Politiker. - © Grafin Katalin Banffy

Ein später Willkommensgruß für Miklós Bánffy und sein Jahrhundertwerk "Die Schrift in Flammen", das den Untergang der Monarchie aus der ungarischen Perspektive erzählt.

Die Zauberkraft der Literatur

Nun ist er angekommen, hier bei uns in Österreich, in der anderen Hälfte des ehemals großen Reiches. Und ich hoffe, vielmehr bin ich überzeugt davon, dass er uns nun bleiben wird als einer unserer großen Klassiker der Moderne, neben Musil, Doderer, Roth und Saiko. Endlich haben wir die zweite Hälfte von dem, was da einmal war, und können ermessen... weiter




Karl May in seiner allseits bewunderten Lieblingsrolle als Old Shatterhand. - Fotos:© Karl-May-Gesellschaft

Er war Lehrer und Trickbetrüger, aber vor allem ein Star der Literatur, dessen Bücher noch heute ein Begriff sind - über das Schreiben, die Abstürze und Höhenflüge Karl Mays, der vor hundert Jahren starb.

"Klar, hell, rein und groß"

Schon zu Lebzeiten ist er ein berühmter Autor. Und er ist es noch heute. In seinem Werk fehlen häufig die Mütter wichtiger Figuren, als seien die gleichsam aus dem Himmel gefallen. Viele brutale Prügelszenen kommen in seinen Büchern vor. Über seine frühe Lebensphase schrieb er einmal: "Durch die Kinderjahre hindurchgeprügelt... weiter




Peter Henisch. - Foto  © Robert Wimmer

"Literatur ist ein Spiel mit Möglichkeiten"

Peter Henisch

  • Der Schriftsteller Peter Henisch schildert, wie es in seinem Roman "Vom Wunsch, Indianer zu werden" zu einem Treffen zwischen Karl May und Franz Kafka kam, und er denkt über die Rolle der Phantasie in der Literatur nach.

Wiener Zeitung: Herr Henisch, anlässlich des 100. Todestages von Karl May kam es zu einer überarbeiteten Neuauflage Ihres Buches "Vom Wunsch, Indianer zu werden". In diesem Werk arrangieren Sie ein fiktives Zusammentreffen von Franz Kafka, Karl May und dessen zweiter Ehefrau Klara. Schauplatz des Geschehens ist ein Schiff... weiter




"Ruck der Veränderung"

Rauriser Literaturpreis für Maja Haderlap

  • Rauriser Literaturtage eröffnet.
  • Haderlap: "Jörg Haider ist tot, seine Politik ist passe".

Salzburg. "Ja mein Buch ist politisch. Man kann ja auch über Bäume politisch schreiben, und in meinem Buch kommen viele Bäume vor." Das sagte Maja Haderlap, der gestern, Mittwoch, Abend der Preis der bis Sonntag dauernden 42. Rauriser Literaturtage verliehen worden ist, kurz vor dieser Ehrung im Gespräch mit der APA... weiter




Im Alter lässt sich manches erleben, was einem früher verschlossen war . . . - © Willy Puchner

Die Lyriker William Butler Yeats und Gottfried Benn hatten bei allen Unterschieden eines gemeinsam: Sie waren beide dem Altwerden literarisch gewachsen.

Gesangslehrer der Seele

2007 wurde der Thriller "No country for old men" von Ethan und Joel Cohen mit vier Oscars ausgezeichnet. Er ging auf einen gleichnamigen Roman von Cormac McCarthy zurück. Gewiss werden viele Leser und Kinogänger der englischsprachigen Welt gewusst haben, dass dieser Titel ein Zitat aus einem berühmten Gedicht der "klassischen Moderne" ist: ... weiter




Leipziger Buchmesse

Buchpreis für Wolfgang Herrndorf

  • 15.000 Euro für Agententhriller "Sand".
  • Branche debattiert über Freiheit im Netz.
  • Tausende lesehungrige Besucher schon am ersten Tag.

Leipzig . Der schwer krebskranke Berliner Autor Wolfgang Herrndorf ist Träger des Leipziger Buchpreises 2012. Er erhält die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie Belletristik für den Roman "Sand" (Rowohlt Berlin). Dies teilte die Jury am Donnerstag auf der Leipziger Buchmesse mit. Herrndorf nahm wegen seiner Krebserkrankung nicht... weiter




Faust in Josef Fritzls Keller (v.l.n.r.): Miriam Maertens, Frank Seppeler, Sarah Hostettler, Franziska Walser, Edgar Selge in "Faust 1-3",dessen dritter Teil von Elfriede Jelinek stammt, am Schauspielhaus Zürich. - © Toni Suter / T+T Fotografie

Jelinek und Jauffret formen Fritzl-Fall zu Literatur um

Die Kunst und das Verbrechen

  • Haben Autoren das Recht, private Schicksale für ihre Werke auszuwerten?

"Dieses Buch ist ein Werk der Fiktion", heißt es im Vorwort. Handlung und Personen seien eine freie Erfindung des Autors. Auch die Namen der Personen? - Der Protagonist heißt Josef Fritzl. Und angesichts dessen, was Régis Jauffret in seinem Roman "Claustria" schildert, wird schnell klar: Die Behauptung der Fiktion hat juristische Gründe... weiter




Waterhouse.

Autor ist Träger zahlreicher Preise

Waterhouse erhält Staatspreis

  • Dem Literaten wird 2012 die höchste Kunst-Auszeichnung verliehen.

Wien. Der Autor Peter Waterhouse (55) erhält die höchste Kunst-Auszeichnung der Republik Österreich, den Großen Österreichischen Staatspreis 2012. Waterhouse verfasst Lyrik, Essays, Erzählungen, Romane und Theaterstücke und wurde dafür bereits vielfach ausgezeichnet. Ministerin Claudia Schmied (SPÖ) würdigte ihn als "Sprachkünstler... weiter




Der japanische Schriftsteller Mori Ôgai machte die deutschen Klassiker in seiner Heimat bekannt - und beschrieb in literarischen Werken seine Erlebnisse in Deutschland.

Ein Wegbereiter der Moderne

Sie ist ein Anziehungspunkt im Besuchsprogramm vieler japanischer Touristen: Die im Gründerzeit-Stil eingerichtete Gedenkstätte für den japanischen Schriftsteller und Übersetzter Mori Ôgai in der Luisenstraße in Berlin-Mitte. Der Arzt und Literat kam 1884 zu einem Studienaufenthalt nach Berlin, blieb vier Jahre und nutzte seine Zeit in Deutschland... weiter




"Albatros"-Literaturpreis

Lorbeeren für Dave Eggers

  • US-Autor teilt sich die mit 40.000 Euro dotierte Auszeichnung mit seinen Übersetzern.

Bremen. Der amerikanische Autor Dave Eggers erhält den internationalen Literaturpreis "Albatros". Damit würdigt die Jury seinen Roman "Zeitoun" über einen amerikanisch-syrischen Unternehmer, der unschuldig ins Visier der Terrorismusfahnder gerät. Eggers teilt sich die mit insgesamt 40.000 Euro dotierte Auszeichnung mit seinen beiden Übersetzern... weiter




Schriftsteller Christian Kracht  auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2004. - APAweb / Johannes Eisele/dapd

Vieles nur geklaut?

Neue Vorwürfe gegen Autor Christian Kracht

  • Deutscher Autor erzählte bereits im Vorjahr vom Paradies des August Engelhardt.
  • Handlungsführung in Krachts Romane "auffällig ähnlich".

Berlin. Gegen den Schweizer Schriftsteller Christian Kracht gibt es neue Vorwürfe. Dem deutschen Magazin "Focus" zufolge sagte der deutsche Autor Marc Buhl, Kracht habe einzelne Teile aus seinem Buch "Das Paradies des August Engelhardt" übernommen. "Vieles, was Kracht schreibt, kam schon vor einem Jahr in meinem Buch ganz genauso vor"... weiter




Auch als Westeuropäerin spüre man eine gewisse Zerrissenheit, meint Emily Walton. - © Stanislav Jenis

Emily Walton schildert in ihrem Buch "Mein Leben ist ein Senfglas" eine optimistische Migrantengeschichte

Quereinsteiger in diesem Land

  • Als gebürtige Engländerin gilt sie in Österreich nicht als "echte" Ausländerin.

Wien. Auch als zugereiste Engländerin muss man sich in Österreich integrieren. Das beschreibt Emily Walton in ihrem kurzweiligen Debütroman "Mein Leben ist ein Senfglas", der stark autobiografische Züge aufweist. Poppy Simmons heißt ihre englische Protagonistin, die - wie Walton - als Achtjährige 1992 gemeinsam mit ihren Eltern ins Salzkammergut... weiter




Hannelore Valencak (1929-2004). - © Gert Schlegel

Die österreichische Schriftstellerin Hannelore Valencak zeichnete in ihren Romanen mentalitätsgeschichtliche Porträts der verlogenen Nachkriegsgesellschaft. Höchste Zeit für eine Wiederentdeckung.

Fallstricke der Konvention

Die Zeitfenster, in denen Literatur von Frauen verstärkt wahrgenommen wird, sind meist kurz. Für das radikale Vergessen Hannelore Valencaks gibt es allerdings einen viel allgemeineren Grund, der mit der Genderfrage gar nichts zu tun hat. Für die Germanistengeneration nach 1968 galt die Literatur der 1950er und frühen 1960er Jahre abseits der... weiter




Themenreich und einfühlsam: Bestsellerautor John Irving. - © EPA

Der US-amerikanische Autor John Irving, Schöpfer vielschichtiger Romane und Drehbücher, begeht am 2. März seinen 70. Geburtstag.

Ringkampf und Vatersuche

John Irving, zu dessen liebsten Standardmotiven tanzende Bären, Ringkämpfe und Beziehungs-Desaster zählen, wird seinen bevorstehenden siebzigsten Geburtstag irgendwo zwischen Toronto und New Hampshire feiern, sofern es ihn nicht doch wieder nach Europa zieht, wo er vor allem in den Niederlanden, in Griechenland (seinem Trauungs-Land)... weiter




Thea Dorn. - © Anna Schmidt

"Zerrissenheit ist die Essenz des Deutschen"

Thea Dorn

  • Die Philosophin, Autorin und TV-Moderatorin Thea Dorn spricht über die zerklüftete deutsche Seele, über die Musik als deutscheste aller Künste - und darüber, was an ihr selbst unverkennbar und typisch deutsch ist.

"Wiener Zeitung": Frau Dorn, seit Jahren kommentieren Sie in den Medien die deutschen Verhältnisse. Jetzt haben Sie zusammen mit dem Schriftsteller Richard Wagner ein Buch über "Die deutsche Seele" geschrieben. Woher kommt Ihr großes Interesse am deutschen Wesen? Thea Dorn: Vor ein paar Jahren hatte ich eine Gastprofessur in den USA... weiter




Faksimile des Abschiedsbriefes. Zu sehen auf: http://bit.ly/zqQ6AA - web.nli.org.il/

"Ich, allzu Ungeduldiger, gehe ihnen voraus"

  • Israels Nationalbibliothek veröffentlicht Stefan Zweigs Abschiedsbrief.

Jerusalem. Die Israelische Nationalbibliothek hat den Abschiedsbrief von Stefan Zweig 70 Jahre nach dessen Suizid ins Netz gestellt. Der Autor, der mit Werken wie "Ungeduld des Herzens" und "Schachnovelle" weltberühmt wurde... weiter




Literatur im und unter dem Computer: In Literatur-Blogsexperimentieren Autoren mit literarischen Formen. - © Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

Literarische Weblogs wie litblogs.net führen ein lebendiges Nischendasein

Wuchernde Texturen

  • In der Blogosphäre entstehen neue literarische Formen.

Wien. Angesichts der Allgegenwart von Facebook und Twitter ist eine andere Form der Online-Kommunikation und weltweiten Vernetzung ein wenig ins Hintertreffen geraten: die Blogs. Dabei ist die Blogosphäre älter als Facebook. Die ersten Online-Tagebücher tauchten bereits in den 1990er Jahren auf, Facebook ging erst 2004 ins Netz... weiter




Der Kampf um die Literatur wurde im Nachkriegsösterreich mitunter durchaus heftig. Selbst bei den Mixed Martial Arts, die für ihren sparsamen Umgang mit Regeln bekannt sind, geht es im Käfig fairer zu als seinerzeit im Duell der Worte zwischen Hermann Hakel und Hans Weigel. - © © Marianna Massey/Corbis

Hermann Hakels "von denen ich weiß" erinnert an ein spannendes Kapitel der Literaturgeschichte

Kampf ohne jede Regel

  • Die österreichische Nachkriegsliteratur als nicht nur intellektuelles Schlachtfeld.

Paul Wimmer, der 2008 verstorbene Dichter und Essayist, war ein genauer Kenner der österreichischen Nachkriegsliteratur-Szene. In einem unserer sehr vielen sehr langen Gespräche erzählte mir Wimmer, es gäbe da einen "literarischen Giftschrank", verfasst von einem gewissen Hermann Hakel, man könne nur hoffen, dass die Texte unter Verschluss blieben... weiter




 - Foto: Manesse

Die Kurzgeschichtensammlung "Winesburg, Ohio" von Sherwood Anderson gehört zu den einflussreichsten Büchern der amerikanischen Moderne. Jetzt ist sie in zwei Neuübersetzungen auf Deutsch erhältlich.

Die Einsamkeit der Kleinstadt

Ohio ist nicht irgendein Bundesstaat der USA. Im Nordosten des Landes an der Grenze zu Kanada gelegen, ist er demographisch so etwas wie ein Spiegelbild der nationalen Bevölkerungsverteilung. Vor allem aber ist er einer der am heftigsten umkämpften battlegrounds bei Präsidentschaftswahlen, denn als swing state ... weiter




Diese Autoren kamen verblüffend gut an in New York: Francisco Goldman, Larissa Boehning, Inka Parei, Liesl Schillinger (Kritikerin/Moderatorin), Monica Cantieni, Linda Stift, Erwin Uhrmann, Susan Bernofsky (Kuratorin; von links nach rechts).

Das "Festival Neue Literatur" in New York führt deutschsprachige Schriftsteller einem US-Publikum vor

Wettlesen im Big Apple

  • Vom großen Zuspruch waren Veranstalter wie Autoren überrascht.

New York. Tränen bilden als Gradmesser für den Erfolg von Literaturfestivals eine traditionell unterschätzte Kategorie. In Europa wie in den USA passiert es mutmaßlich selten, dass Leute herzlich zu weinen beginnen, wenn sie bei einer Lesung wegen zu großen Publikumsinteresses abgewimmelt werden. Am vergangenen Sonntag geschah selbiges trotzdem... weiter




Puschkin, 1827 von Orest Kiprenski gemalt. - © Tretjakow Galerie/Wikipedia

Vor 175 Jahren fand Alexander Puschkin im Duell den Tod. Er ist bis heute der Dichter der russischen Herzen - und sein bewegtes Leben ist so spannend wie seine Dichtung.

Geist, Genie und Gefühl

Er starb, wie er gelebt hatte: als Draufgänger und exzentrischer Provokateur, der mitunter der eigenen Lebensflamme gern einen kräftigen Atemstoß versetzte. Nicht weniger als elf Mal hatte er durch Duellforderungen ein Schicksalsgericht für sich angerufen. Gern hatte er der Versuchung nachgegeben, seinen Selbsterhaltungstrieb in die Schlacht mit... weiter




Tim Mohr wohnt in Park Slope, einem beschaulichen Stadtteil Brooklyns. - © © Martin Fuchs

Der Übersetzer Tim Mohr ist eine rar gewordene Erscheinung im amerikanischen Buchgeschäft

Im Schatten von Riesen

  • Tim Mohr ist ein Hintergrundwerker, der großen Namen Brillanz verleiht.

New York. Glück ist ein großes Wort, deshalb muss man sich Tim Mohr vielleicht nicht als glücklichen, auf jeden Fall aber als zufriedenen Menschen vorstellen. Als einen von jener Sorte, die selten geworden ist in einer Welt, in der es möglich ist, sämtliche Grenzen der Selbstdarstellung zu sprengen, in der Hoffnung... weiter




Andreas Pittler (M.) flankiert von Thomas & Stefan Slupetzky bei der Präsentation. - © Copyright:C. JOBST

Krimi-Autor Andreas Pittler für Glauser-Preis nominiert

Ein Verlag für den Wiener Schmäh

  • Der Echomedia Buchverlag widmet sich speziell neuen Wiener Autoren.

Wien. (bau) Was vor 15 Jahren mit einer Kolumnensammlung von Wolfgang "Matscho" Kubasta, einem Kolumnisten des VOR-Magazins, begann, ist heute ein stolzer Verlag, der sich in seinem Programm vor allem jungen Wiener Autoren widmet. 20 bis 25 Bücher erscheinen jedes Jahr im Echomedia Buchverlag, der sich vor allem auf Wiener Krimis spezialisiert hat... weiter




Zwei Generationen, drei Feministinnen: die beiden Buchhändlerinnen Paula Bolyos und JennyUnger mit der ehemaligen "AUF"-Redakteurin und Buchautorin Eva Geber. - © Wiener Zeitung

Wien hat mit "ChickLit" in der Kleeblattgasse im 1. Bezirk wieder eine feministische Buchhandlung

"Wir sind ja gar nicht so böse"

  • Drei Frauen über langsame Erfolge, Literatur und pro-feministische Männer.

Wien. Eine Generation liegt zwischen ihnen, es eint sie die Leidenschaft zu Büchern, vorzugsweise von Frauen geschrieben. Und sie bezeichnen sich als Feministinnen - was sich früher viele nicht trauten, berichtet Eva Geber. Die Buchautorin war 31 Jahre lang Redakteurin der Frauenzeitschrift "AUF", die im vergangenen Jahr eingestellt wurde... weiter




Bahnhöfe dienen als Bühne für theatrale Momente: etwa die große Abschiedsszene . . . - © Ed Holub/Photex/Corbis

Seit Beginn des Eisenbahnwesens zogen Bahnhöfe die Aufmerksamkeit der Dichter auf sich - als Forum schicksalhafter Begegnungen und kulturellen Austauschs.

Große Bühne der Gefühle

Croniamantal heißt der schlussendlich "ermordete Dichter" einer gleichnamigen Erzählung von Guillaume Apollinaire. Dieser Croniamantal trifft eines Tages, von Paris kommend, in Köln ein. Auf dem Bahnhof der Rheinmetropole wird gerade ein großer Empfang vorbereitet. Der gilt allerdings nicht dem verfemten Poeten: "Auf dem seinem Zug... weiter




Die Erstausgabe von "Mein Kampf" (1925), hier in einer Ausstellung im Deutschen HistorischenMuseum in Berlin. - © Wikipedia

Der Bestseller, den kaum einer gelesen hat, erregt wieder die Gemüter

Aufregung um "Mein Kampf"

  • Das Autorenrecht verhindert derzeit noch den Nachdruck.

Nehmen wir an, das Buch käme heute ganz normal in den Handel: Wetten, dass es ein Verkaufsschlager wäre? Wenngleich nur der Anrüchigkeit wegen. Wegen des furchtbaren Geheimnisses, das hinter den Buchdeckeln angeblich verborgen liegt. Wegen der simplen Tatsache, dass der Nachdruck jahrzehntelang verboten war... weiter




Hat nach weltweit drei Millionen verkaufter Bücher gut lachen: Daniel Glattauer. - © Pessenlehner

Einige Anmerkungen zum Erfolg von Daniel Glattauer - und Vermutungen, warum der Literaturbetrieb darauf so zurückhaltend reagiert.

"Schriftlinger" vom Laaer Berg

So verblüfft und schmähstad hat man Christoph Grissemann noch selten gesehen, wie in der Ausgabe der TV-Sendung "Willkommen Österreich" Anfang Dezember 2011, als ihm Daniel Glattauer auf die Frage, wie viele Bücher er bisher verkauft habe, antwortete: "Drei Millionen"! Solch eine Antwort ist man von österreichischen Autoren nicht gewohnt... weiter




J. R. Brown: Charles Dickens, von seinen Romanfiguren umgeben. - © © Bettmann/CORBIS

Charles Dickens wurde von seinen Lesern geliebt, von vielen Kollegen und Kritikern verachtet - am 7. Februar jährt sich sein Geburtstag zum zweihundertsten Mal.

Glänzende Versündigungen

Lediglich entspannen müsse man sich, um "Bleak House" zu lesen, alles Übrige würde unser Rückenmark erledigen, meinte Vladimir Nabokov über Dickens’ neunten Roman (1852), den er sich in seiner 1948 in den USA gehaltenen Vorlesung "Meisterwerke der europäischen Literatur" vorgenommen hatte. "Zwar lesen wir mit dem Kopf... weiter




Nachbau der "Villa Kunterbunt" für Kinder in Vimmerby. Astrid Lindgren gab ihr Einverständnis für den Freizeitpark nur, wenn kein Eintritt eingehoben wird. - Astrid Lindgrens Värld

Aus Anlass des zehnten Todestags von Astrid Lindgren: Ein Besuch in Vimmerby, dem Kindheitsort der schwedischen Kinderbuchautorin - und Sitz des Freizeitparks "Astrid Lindgrens Värld".

Glücksgeheimnis der Kindheit

"Mama, ich bin zu groß! Ich pass da nicht mehr rein!" Die 10-Jährige kniet vor einem der drei kleinen dunkelroten Holzhäuschen und merkt, dass die Tür für sie zu niedrig ist. Es sind die drei Höfe von Bullerbü , die hier in Miniaturform nachgebaut sind. Von einem weißlackierten Lattenzaun umgeben, laden sie die Kinder ein, hereinzukommen... weiter




Carl Weissner ist tot

  • Übersetzer und Autor widmete sich vor allem der literarischen Alternativszene in New York und San Francisco.
  • Und er verlieh Charles Bukowski seine Stimme.

Wien. Der deutsche Übersetzer und Autor Carl Weissner ist völlig unerwartet im Alter von 71 Jahren in Mannheim gestorben. Das gab der Milena Verlag in einer Aussendung bekannt. Carl Weissner hatte sich zeit seines Lebens dem literarischen Underground verschrieben: Mit einem Fulbright-Stipendium erforschte er die literarische Alternativszene in New... weiter




Die Verkörperung von Karl Mays Indianerromantik ist bis zum heutigen Tag Film-Winnetou Pierre Brice. - © dpa/dpaweb

Die Zeitgenossen Karl May und Jules Verne führen den Leser in Regionen, die sie selbst nie gesehen haben

Der Pazifist und der Chauvinist

  • Wenn der Reiseroman zum ideologischen Traktat wird.

In der Mittelschule war die Klasse dreigeteilt. Die einen lasen Karl May. Die anderen lasen Jules Verne. Die Dritten lasen nur, was der Lehrer als Lektüre aufgab. Und das war weder Karl May noch Jules Verne. Ich war unter den Julesvernianern. Es dauerte lange, ehe ich Karl May las, eigentlich nur, um meine Vorurteile bestätigt zu finden: billiger... weiter




Auszug aus der Graphic Novel "Poet des Chaos". - Splitter Verlag

Ausverkauf einer Legende

Jim Morrison als Comicstar

  • "Poet des Chaos" - Die kurze Karriere des Doors-Sängers als Graphic Novel.

"Ich bin wie ein großer, feuriger Komet. Einmal verloschen, werdet ihr mich nie wieder vergessen können", sagte Jim Morrison, Sänger der legendären US-Rockband The Doors, einmal. Und er behielt Recht. Bis heute zählen The Doors zu den bekanntesten Bands der 1960er Jahre, jedes Jahr werden mehr als eine Million Tonträger verkauft... weiter




Georg Heym, Dichterjüngling und Corpsstudent. - Privatbesitz / vbb

Am 16. Jänner 1912 ertrank der 24-jährige Dichter Georg Heym beim Eislaufen. Sein literarisches Werk gehört zu den bedeutendsten Dokumenten des Expressionismus.

Ein Abenteurer des Geistes

An einem kalten Tag des Jahres 1912 kamen zwei junge Berliner beim Schlittschuhlaufen auf der Havel ums Leben. Obwohl sie beide studierte Juristen waren, hatten sie sich nicht an die polizeilich genehmigte Eisbahn gehalten, sondern waren weiter hinausgefahren als erlaubt. Das Eis brach unter ihnen ein... weiter




Franz Tumler, der Kettenraucher. - Sigrid John-Tumler

Am 16. Jänner 1912 wurde in Südtirol Franz Tumler geboren - ein persönlicher Rückblick auf eine komplizierte Schriftstellerexistenz in den Fängen des 20. Jahrhunderts.

Schreiben, um zu erleben

JAHRE meine Jahre was habe ich angefangen mit ihnen sind nicht meine Jahre aber diese Schrift ist meine Schrift Als ich ihn im Herbst 1998 in seiner Berliner Wohnung besuchte, saß Franz Tumler aufrecht in einem Lehnstuhl, die Arme aufgestützt, die Hände mit jeweils zwei ausgestreckten Fingern nebeneinander vor seinem Mund angeordnet... weiter




Hellmuth Karasek (78) vor seinem natürlichem Umfeld, dem Bücherregal. - © dpa

Literaturkritiker Hellmuth Karasek hat ein Buch über Witze geschrieben

Gute Laune hat Vorteile

  • Ein Gespräch über das befreiende Lachen über das Alter und engstirnige Kollegen.

"Wiener Zeitung": Wie kamen Sie auf die Idee, ein Buch über Witze zu machen? Heißt es nicht "Erkläre einen Witz und du ruinierst ihn? " Hellmuth Karasek: Ja, aber auf der anderen Seite, wenn man Witze nicht erklärt, hinterlassen sie oft einen etwas fahlen, nutzlosen Beigeschmack. Ich habe ein Buch über das Alter geschrieben "Süßer Vogel Jugend"... weiter




"Die Fiktion ersetzt die Realität" schreibt die französische Tageszeitung über den Roman "Claustria". Im Bild: Das sogenannte "Horror-Haus" von Amstetten in einer besonderen Lichtstimmung. - APAweb/HELMUT FOHRINGER

"Österreich ist ein ziemlich nihilistisches Land"

"Claustria": Der Fall Fritzl als Roman

  • Französischer Autor Regis Jauffret entfaltet auf 550 Seiten seine eigene Version der Ereignisse und sorgt für rege Diskussionen in Frankreich.

Wien. Viel zu tun haben im Moment Frankreichs Literaturkritiker , denn der heute in Frankreich erscheinende neue Roman des Autors Regis Jauffret sorgt bereits seit einiger Zeit für rege Diskussionen. Unter dem Titel "Claustria" nimmt sich der 56-Jährige des Falls Josef Fritzl an, recherchierte dafür auch vor Ort in Österreich und war etwa beim... weiter




Johann Heinrich Füssli schuf 1781 sein Gemälde "Nachtmahr" - niemand würde den Schweizer Maler wegen seiner Themenwahl im Horror-Bereich aus der Kunstgeschichte verbannen wollen.

Entscheidet der Stil oder der Inhalt über den literarischen Wert?

Der Dichter des Grauens

  • Clark Ashton Smith schrieb Horror mit hohem literarischen Anspruch.

Clark Ashton Smith ist kein Thema der Anglistik beziehungsweise der Amerikanistik. Fragt man einen Literaturwissenschafter, weshalb seine Disziplin Clark Ashton Smith meidet, würde er, sofern er den Namen überhaupt kennt, wohl sagen, dass es sich da doch nur um einen Autor von Horrorgeschichten dreht, schon daran zu erkennen... weiter




"Ratlos" angesichts der Gegenwart: Alexander Kluge.

Kluge sieht Entgleisungsgefahr

  • Deutscher Autor hält neue weltpolitische Konflikte für möglich.

Hamburg. Alexander Kluge (79) hält neue weltpolitische Konflikte für möglich. "Die Geschichte ist voller Tretminen und Blindgänger; obwohl lange unbeachtet oder vergessen, können sie jederzeit hochgehen", sagte der Autor und Filmemacher dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Die Verhältnisse heute erscheinen uns wirr und aussichtslos... weiter




Die deutsche Schriftstellerin und Filmemacherin Nina Jäckle setzt Leser in rhythmisierte, gedankenvolle Räume ohne Wegweiser. Belohnt werden sie dort mit feiner Situationskomik.

"Fühle mich im Abstrakten wohl"

"Für mich ist das Streben nach Sinnvollem, dem Sie so viel Bedeutung beimessen, lediglich eine nervöse Störung des Selbstverständnisses." - Der dies sagt, hört auf den Namen Zielinski, und dieser Zielinski hat sich im gleichnamigen Roman von Nina Jäckle im größten Zimmer des Ich-Erzählers eingerichtet... weiter




Maja Haderlap während ihrer Lesung beim Bachmann Preis 2011. - APAweb /  GERT EGGENBERGER

Politisches Buch

Maja Haderlap erhält Bruno-Kreisky-Preis

  • Für den bachmannpreisgekrönten Roman "Engel des Vergessens".

Klagenfurt/Wien. Die Kärntner Autorin Maja Haderlap erhält den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch 2011 für ihren Roman "Engel des Vergessens". Das gaben der Kärntner SPÖ-Chef Peter Kaiser und Renner-Institut-Direktor Philip Kucher bekannt. Nach dem Bachmann-Preis, dem Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag... weiter




Der Untergang im Bild. Ein Soldat hisst 1945 die Sowjet-Flagge auf dem Berliner Reichstag, dahinter liegt die "Reichshauptstadt" in Trümmern. Dies geschah schon in der Nacht des 30. April, dabei war kein Fotograf anwesend, daher zeigt das bekannte Foto eine nachgestellte Szene Anfang Mai. - © dpa

Der britische Historiker Ian Kershaw über sein neues Buch und das Ende des Dritten Reichs

"Sie kämpften bis zum Schluss"

  • Terror und Angst vor den Sowjets als Antriebsmotor für Unterstützung Hitlers.

"Wiener Zeitung": In Ihrem neuen Buch "Das Ende" beschreiben Sie den Untergang des NS-Regimes und schildern, wie wenig Widerstand es aus der Zivilbevölkerung gegeben hat. Was hat die Menschen davon abgehalten, sich stärker für ihre Freiheit und ihr Überleben einzusetzen? Ian Kershaw: Terror. Die Einschüchterung... weiter




Der Jurist als Schriftsteller: Ferdinand von Schirach. - © Berliner_Zeitung,

Ferdinand von Schirach im Gespräch über Verantwortung, den Fall Fritzl und seinen Großvater

Allein mit der Macht der Worte

  • Der Jurist brachte heuer seinen ersten Roman, "Der Fall Collini", heraus.

Heuer ist der erste Roman des Rechtsanwalts Ferdinand von Schirach, "Der Fall Collini", erschienen. Darin beschäftigt sich Schirach mit der juristischen Behandlung von Kriegsverbrechern im Nachkriegsdeutschland. Bekannt wurde der Jurist mit seinen gefeierten Kurzgeschichtenbänden "Schuld" und "Verbrechen", in denen er eigene Fälle verarbeitete... weiter




William Shakespeare bediente auch antisemitische Vorurteile: "Shylock und Jessica" (1922) nach Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" von Charles Frederick Lowcock. - © Wikimedia/Hampel

Zerrbilder bei Christopher Marlowe, William Shakespeare, Oscar Wilde und Agatha Christie

Der verschwiegene Antisemitismus

  • Charles Dickens war nicht der einzige britische Autor mit rassistischen Vorurteilen.

Was haben Richard Wagner, Charles Dickens und Agatha Christie gemein? - Der Unterschied ist: Von Wagner weiß man’s, seine unsägliche Schrift "Das Judentum in der Musik" ist hinlänglich seziert worden, und manchen gilt der deutsche Komponist gar als Wegbereiter des Nationalsozialismus. Dass Dickens und Christie gleichfalls Antisemiten waren... weiter




Nicht der Autor, sondern eine Tafel mit seinem Namen verbeugte sich im Akademietheater. - Foto: Burgtheater

Absurd, intellektuell, moralisch: der Dramatiker Václav Havel (1936 - 2011)

Die Burg, ein Muttertheater

  • Viele von Havels Stücken wurden im Burgtheater uraufgeführt.

Prag, Hradschin, früher Jänner 1990. Wissenschaftsminister Erhard Busek überbringt Glückwünsche aus Wien. Václav Havel trägt im Amt, es ist später Vormittag, einen schwarzen Rollkragenpulli. Sein Gesicht strahlt. Er blättert im Pass, den er eben bekommen hat, dem ersten seit zwanzig Jahren. Was seine "Proféssion" ist... weiter




Wolfgang Kraus (links) und Heimito von Doderer im Gespräch. - Foto: ÖGFL

Man tut der "Österreichischen Gesellschaft für Literatur" Unrecht, wenn man nur von ihrer ruhmreichen Vergangenheit spricht. Obwohl: Da gibt es nach 50 Jahren viel zu erzählen.

Im Dienst der Dichtung

Die "Österreichische Gesellschaft für Literatur" (ÖGFL) begeht im Dezember ihr 50-Jahr-Jubiläum. Bei einer Feier im November erinnerte man sich gemeinsam an die gute alte Zeit und vergaß beinahe, dass man eigentlich immer ein Salon für Gegenwartsliteratur gewesen ist. Im November und Dezember wurden zwar ein Symposium zu den Werken von Kleist... weiter




Florence Aubenas bei der Vorstellung ihres Buches in Barcelona. - © EPA

Schrubben, wischen, polieren

  • Die französische Journalistin Florence Aubenas hat ein Jahr lang unerkannt als Putzfrau gearbeitet. Das Buch, in dem sie ihre Erfahrungen beschreibt, ist mittlerweile ein Bestseller.

Florence Aubenas ist eine mutige Frau. Sie war in Kriegsgebieten wie Ruanda, Afghanistan oder dem Kosovo als Journalistin im Einsatz. Einer größeren Öffentlichkeit ist sie bekannt, seit sie im Jahr 2005 anlässlich einer Reportage über Flüchtlinge in Bagdad entführt wurde. Nach mehr als drei Monaten Gefangenschaft kam sie damals dank breiter... weiter




Wertach im Allgäu, W.G. Sebalds Geburtsort. - © Sir Boris/ Wikipedia

W.G. Sebald (1944-2001)

Sanfter Widerstand

  • Sebald schuf ein eigenwilliges literarisches Werk, das nach wie vor internationale Beachtung findet.
  • Eine Würdigung zum 10. Todestag des Autors.

Winfried Georg Sebald war zeitlebens very much his own man , wie man in seiner englischen Wahlheimat sagt. Ein unangepasster Außenseiter, der - trotz seines besseren Wissens um die Vergeblichkeit des Widerstandes gegen die perfiden Lügen und allgegenwärtigen Dummheiten unserer Gegenwart - die Hoffnung auf eine bessere Ordnung der Dinge (fast) bis... weiter




Vom Buch auf die Leinwand. Roches "Schoßgebete" werden verfilmt. - APAweb / EPA/FRANZISKA KRAUFMANN

"Schoßgebete" kommt auf die Leinwand

  • Charlotte Roches zweiter Roman wird verfilmt.
  • Constantin Film sicherte sich die Filmrechte.

Wien. Ihr Debütroman "Feuchtgebiete" wäre ein zweifelhaftes Filmvergnügen geworden. "Schoßgebete", Charlotte Roches zweiter Bestseller, eignet sich da schon eher für die große Leinwand. Die deutsche Produktionsfirma Constantin Film hat sich nun die Filmrechte an dem im August erschienen Roman gesichert... weiter




"Mir sagt seit langem keiner mehr, wo es langgeht. Ich entscheide, ob ich will oder nicht will. Ich kann nicht gehorchen": Reisereporter Andreas Altmann. - © Wolfgang Schmidt

"Schreiben war für mich ein Rettungsboot"

Andreas Altmann

  • Der deutsche Schriftsteller Andreas Altmann über seine schlimme Jugend in Altötting, das Buch, das er darüber geschrieben hat, seine kompromisslose Haltung allem und jedem gegenüber - und über sein Leben als Globetrotter und "Erlebnis-Junkie".

"Wiener Zeitung": Herr Altmann, an welchen Tisch möchten Sie sich setzen? Andreas Altmann: Dieser hier gefällt mir. Ich setze mich am besten mit dem Rücken zur Wand. Wenn ich keine Leibwächter um mich habe, möchte ich alles überblicken. Ich will wissen, wer oder was auf mich zukommt. Fühlen Sie sich bedroht? Nein... weiter




Gut angekommen, aber noch keine englische Übersetzung: Autor Stefan Slupetzky.

Beim New Yorker Festival für neue Literatur aus Europa reüssierte vor allem der Österreicher Stefan Slupetzky

Neue Krimi-Welten für New York

  • Europäische Krimis sind in den USA noch immer ein Randphänomen.

New York. "Jajaja, alles schön und gut. Aber wie hieß der Mann mit der Gurke nochmal?" Der gebürtige Wiener Stefan Slupetzky ist ein so sympathischer wie in deutschsprachigen Landen bekannter Schriftsteller. Mit der Figur des Leopold Wallisch, einem aus niederen Beweggründen von der Wiener Polizei entlassenen Privatdetektiv... weiter




Christa Wolf, aufgenommen in Lübeck während der Verleihung des Thomas-Mann-Preises im Oktober 2010. - APAweb / Philipp Guelland/dapd

Christa Wolf 82-jährig in Berlin gestorben

Die Psalmistin der DDR

  • Deutsche Schriftstellerin schrieb sprachmächtige Romane und verteidigte die DDR.

Berlin/Wien. Christa Wolf ist tot. Die deutsche Autorin, gefeiert und umstritten in der DDR, gefeiert und umstritten im wiedervereinigten Deutschland, als "gesamtdeutsche Heulsuse" verhöhnt und als Sprachmagierin gepriesen, ist am Donnerstag im Alter von 82 Jahren in Berlin gestorben. Geboren wurde Christa Wolf als Christa Ihlenfeld am 18... weiter




Heinrich von Kleist, im Bild ein Porträt von Max Slevogt aus 1911.

Beunruhigender Geist, "nichtsnütziges Glied"

Vor 200 Jahren hat sich Heinrich von Kleist erschossen. Er war zu diesem Zeitpunkt finanziell ruiniert, als Autor weitgehend erfolglos und glücklos bei den Frauen. Die meiste Zeit seines Lebens irrte er rastlos umher, stürzte sich in immer absurdere Unternehmen. Doch was immer der stotternde Grübler anpackte, schien ihm zu missglücken... weiter




Rudyard Kiplings Gedicht über die Völker der britischen und amerikanischen Kolonialstaaten als"Bürde des Weißen Mannes" stieß schon zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung auf Widerspruch, etwa in der abgebildeten Karikatur, die Victor Gilliam 1899 im amerikanischen "Judge" veröffentlichte.

Rabindranath Tagore und Rudyard Kipling beschreiben Indien aus grundverschiedenen Perspektiven

Der Inder und der Imperialist

  • "Die Bürde des Weißen Mannes" bringt einen Literaturnobelpreisträger hervor.

Indien, 30. Dezember 1865: Während in Bombay eine Engländerin in den Wehen liegt, spielt in Kalkutta ein vierjähriges Kind in einem Palast. Jahre später werden der Engländer, der eben geboren wird, und der Inder, der gerade eine halbwegs erfreuliche Kindheit erlebt, zu den größten Autoren ihrer Nationen gehören... weiter




 - © Getty Images

Befreiende Grausamkeit

  • Die Kriminalromane der Japanerin Natsuo Kirino haben in ihrem Heimatland Skandale ausgelöst. Für die gewalttätigen Frauen, die in ihren Büchern Angst und Schrecken verbreiten, haben Kritiker den Begriff "feminist noir" verwendet.

Yayoi Yamamoto ist eine durchschnittliche junge Japanerin, verheiratet mit einem kleinen Angestellten, zwei Kinder. Das Paar lebt in einer billigen Gegend von Tokyo, die Ehe läuft schlecht, das Geld ist knapp. Das sind die Rahmenbedingungen für die entscheidende Szene im Morgengrauen, bei der sich die Ehepartner im Vorzimmer ihres Hauses in einem... weiter




Der Walfang war im 19. Jahrhundert ein gefährliches Unterfangen. Der Wal blieb oft Sieger und wurde zum biblischen Leviathan hochstilisiert. Fotos:wikipedia

Herman Melville nimmt in "Moby Dick" den Roman der Moderne vorweg

Die Evangelien nach Herman

  • Religiöse Gleichnisse in der Form essayistischer Romane.

Wie war das doch gleich mit dem essayistischen Roman? Der österreichische Autor Robert Musil habe diesen Roman-Typus mehr oder weniger erfunden. In der Folge habe sich diese Form, in welcher der Autor den Bogen der Erzählung aus einem Mosaik von Texten zusammensetzt, zu einer typischen Erscheinungsform der Moderne entwickelt... weiter




Das "Grafton-Portrait" gilt als Bildnis des jungen Shakespeare. Allerdings ist auch das nicht restlos gesichert . . . - Foto: afp/Getty Images

Ein Mann der Masken

  • Wer war Shakespeare? Seit Jahrhunderten befinden sich Stratfordianer und Anti-Stratfordianer im innigen Streit über die Identität des Klassikers.

Ein junger Mann aus einer Provinzstadt übersiedelt in den 1580er Jahren nach London. Er verfügt weder über nennenswerte Besitztümer noch einflussreiche Familienverbindungen, auf eine universitäre Ausbildung kann er ebenso wenig verweisen. Dennoch widerfährt ihm, was man heute wohl als Traumkarriere bezeichnen würde: Innerhalb kurzer Zeit avanciert... weiter




Philosophische Science-Fiction: Marcus Kiepe (l.) und Ignaz Kirchner in "Solaris" nach dem Roman von Stanislaw Lem im Burgtheater. - © (c)Georg Soulek, Burgtheater; Fotos bei Nennung des Fotografen für die aktuelle Berichterstattung freigegeben

Die besondere Spielart der Science-Fiction-Literatur der Sowjetunion, Polens und Tschechiens

Philosophie trifft Raumschiff

  • Die Brüder Strugazki und Stanislaw Lem wiesen dem Genre neue Wege.

Begonnen hat alles mit einem Franzosen, der seine Reiseromane mit dem Siegel des Besonderen versehen wollte. Und so reiste man mit Jules Verne "20.000 Meilen unter den Meeren" und "Von der Erde zum Mond". 1895 schickte dann der Engländer Herbert George Wells einen namenlosen Reisenden mittels Zeitmaschine in die Zukunft und definierte das Genre der... weiter




Eine Manuskript von Kleist im Kleist-Museum in Frankfurt / Oder. - Apaweb / EPA/PATRICK PLEUL

"Auf Erden nicht zu helfen"

Weltweite Lesung beendet Kleist-Jahr

  • Restauriertes Grab von Heinrich von Kleist wird am 200. Todestag präsentiert.

Berlin/Wien. Die Szene könnte aus seinem düstersten Drama stammen: Mit 34 Jahren zieht es Heinrich von Kleist auf eine malerische Anhöhe am Berliner Wannsee. Nervlich angeschlagen, beruflich enttäuscht und finanziell ruiniert macht der große deutsche Dichter seinem Leben ein Ende. Eine 31-jährige, schwer krebskranke Freundin begleitet ihn in den... weiter




Das ewige Kind fliegt im Burgtheater: Markus Meyer als Peter Pan in der Inszenierung vonAnnette Raffalt. - © Anna StÃ?¶cher

James Matthew Barrie schreibt sich mit einem einzigen Werk der Literaturgeschichte ein: Peter Pan

Die Abgründe des ewigen Kindes

  • Peter Pan bezahlt für die ewige Jugend den Preis des Vergessens.

Wie schön wäre es doch, ewig ein Kind zu sein. Wirklich? Einen gibt es, der es geschafft hat - auch, wenn er lediglich eine literarische Gestalt ist: Peter Pan. Ab Sonntag fliegt der ewige Bub im Wiener Burgtheater. Als Hohelied an die immerwährende Kindheit hat der schottische Schriftsteller James Matthew Barrie seinen später von ihm selbst... weiter




Heinrich von Kleist, wie er vermutlich 1801 aussah. - Abb.: Archiv

Zum 200. Todestag des extremistischen deutschen Dichters erscheinen Biografien, Interpretationen, Nachdichtungen - und die Werke in Originalform.

Bausteine und Ziegel zu Kleist

Kleist ist ein veritables Rätsel. Das wird er auch trotz der Büchermassen bleiben, die in beständiger Regelmäßigkeit und gehäuft zu Jubiläen wie dem nunmehr zu begehenden 200. Todestag (am 21. November) über dem schmalen Werk geradezu ausgeschüttet werden. Die rätselhafte Schönheit, das ungestüm Extremistische seiner eigensinnigen Texte sind... weiter




Der deutsche Schriftsteller Alfred Döblin auf einem undatierten Archivfoto. - APAweb / dpa / Bildfunk

"Nächstes Jahr ... wird's noch kälter"

Erinnerungen an Alfred Döblin verblassen

  • Ein Döblin-Haus oder eine Dauerausstellung sucht man in Berlin vergeblich.
  • Forderungen nach mehr Würdigung des berühmten Literaten.

Berlin. Alfred Döblin ist einer der großen deutschen Schriftsteller, sein Roman "Berlin Alexanderplatz" gehört zur Weltliteratur. Allein, die Hauptstadt tut sich recht schwer, ihren berühmten Stadtschreiber (1878-1957) zu würdigen. Erst stahlen Buntmetalldiebe 2010 die Bronzebüste, die am Frankfurter Tor an Döblin erinnerte... weiter




Navid Kermani, Philologe, Romancier und Redner. - © EPA

Ein kunstvoller Ego-Trip

Kermani, Navid: Dein Name

  • Navid Kermanis monumentaler Roman "Dein Name" zeichnet ein Selbstbildnis des Autors, in dem zugleich eine reiche Welterfahrung enthalten ist.

"Es ist Donnerstag, der 8. Juni 2006, 11:23 Uhr auf dem Laptop, der einige Minuten vorgeht, also 11:17 Uhr ungefähr, oder, da er den Satz noch schreibt, 11:18 Uhr." Mit diesem Satz, der nichts anderes darstellt als das Vergehen der Zeit, beginnt das wahrscheinlich eigenwilligste Stück Prosa, das heuer in deutscher Sprache erschienen ist... weiter




Jean-Jacques Rousseau ist einer der Philosophen, deren Leben in Romanform aufbereitet wurde.

Facelifting für Philosophen

  • In der deutschsprachigen Literatur gibt es neuerdings die Tendenz, Geistesgrößen zu Romanhelden zu machen. Einige Vermutungen über die fortschreitende "Kehlmannisierung".

Wussten Sie, dass der Philosoph Jean-Jacques Rousseau an einem schlimmen Onaniezwang litt? Und dass er sich deswegen große Sorgen machte und dagegen sogar fachmännischen Rat einholte? Oder dass Georg Friedrich Wilhelm Hegel zeitlebens einen exorbitanten Weinkonsum pflegte? Wenigstens aber, dass Hans Blumenberg Opfer eines spezifischen... weiter




Dale Peck, in New York unterwegs. - Foto: Johnny Pérez

Der Mann mit der Axt

  • Dale Peck gilt im Literaturbetrieb der USA als erbarmungsloser Kritiker. Heute schreibt er Kinderbücher, Science-Fiction-Romane - und ist selber Verleger. Seinem Ruf entkommt er trotzdem nicht.

Die Menschen sind immer noch überrascht, wenn sie ihm das erste Mal persönlich begegnen, sagt er, und dass ihn das selbst am meisten wundern würde. "Die meisten scheinen wirklich Angst davor zu haben, dass ich im nächsten Moment die Axt raushole. Dabei habe ich noch nie einer Fliege etwas zuleide getan... weiter




Ilse Aichinger in einer Aufnahme aus dem Jahr 2001. - © APA

Umkehrung der Worte und Werte

  • Ilse Aichinger fahndete ihr dichterisches Leben lang nach anderen Bildern und anderen Fragestellungen. Zum 90. Geburtstag der Schriftstellerin am 2. November 2011.

Ilse Aichinger und ihre Zwillingsschwester Helga kamen am 2. November 1921 in Wien als Töchter eines Lehrers und einer jüdischen Ärztin zur Welt. Während der Schwester die Flucht nach England gelang, verbringt Ilse Aichinger mit ihrer Mutter die NS-Zeit in Wien und erlebt so hautnah, wie ihre Großmutter und zahlreiche andere Verwandte von Wien aus... weiter




SchriftstellerJanko Messner im Jahr 2005. - © APA/GERT EGGENBERGER

Kärntner Autor Janko Messner ist tot

  • Streitbarer Kämpfer für Minderheiten hinterlässt ein umfangreiches Oeuvre.

Klagenfurt. Der Kärntner Schriftsteller Janko Messner ist am Mittwoch im Alter von 89 Jahren gestorben. Messner war einer der bekanntesten Literaten Kärntens, der in slowenischer Sprache schrieb. Vor drei Wochen wurde er ins Klinikum Klagenfurt mit einem Lungeninfarkt eingeliefert, dem er schließlich erlag... weiter




Vargas Llosa: "Karl Popper hat mein Leben verändert." - © oreste.com / oresteschaller.com

Vargas Llosa: "Keine Reue, die Linke unterstützt zu haben"

  • Vargas Llosa: Globale Krise durch den Missbrauch der Freiheit entstanden.

Wien. "Ökonomen haben die Ideen des Fortschritts verzerrt", erklärte der peruanische Literatur-Nobelpreisträger Mario Vargas Llosa bei einer Veranstaltung des liberalen Hayek-Insituts. Vargas Llosa ist wegen der Aktion "Eine Stadt. Ein Buch" derzeit auf Wien-Besuch. Wenn man glaube, dass allein die Wirtschaft Probleme lösen kann... weiter




Julian Barnes darf sich über  50.000 Pfund freuen. - APAweb / EPA / ALAN EDWARDS

Julian Barnes erhält Man-Booker-Preis 2011

  • Auszeichnung für seinen Roman "The Sense of an Ending".

London. Erfreut sei er, und auch erleichtert: Bei seiner vierten Nominierung hat der britische Autor Julian Barnes (65) endlich den Man-Booker-Literaturpreis bekommen. Er nahm die Auszeichnung am späten Dienstagabend in London für seinen Roman "The Sense of an Ending" entgegen. Der Booker-Preis ist mit 50.000 britischen Pfund (rund 57... weiter




Geist, Charme und Eleganz

  • Hilde Spiel genoss als Erzählerin, Feuilletonistin und Übersetzerin internationales Ansehen.
  • Am 19. Oktober jährt sich der Geburtstag der Wienerin und Exil-Britin zum 100. Mal.

Sie war Erzählerin und Essayistin, sie war die Grande Dame der Theaterkritik und des Feuilletons. Sie forschte, übersetzte, debattierte auf Podien, im Rundfunk und im Fernsehen. Sie war Humanistin, intellektuell und weltoffen, in London zu Hause, in Berlin und ist doch Wienerin geblieben. Auch wenn sie sich nicht leicht tat mit ihrer Vaterstadt... weiter




Eine verführerische Präsidentin für Frankreich: Da hätte Catherine Millet nichts dagegen. - © EPA

Schriftstellerin und Kunstkritikerin Catherine Millet im Interview über Lustfeindlichkeit und Politik

Strauss-Kahn, Sarkozy und der Sex

  • Ihre autobiografischen, erotischen Bücher machten sie zur Skandalautorin.

Catherine Millet ist eine der schillerndsten Figuren der französischen Intellektuellenszene. Die Gründerin und Herausgeberin des renommierten Kunstmagazins "art press" ist mit ihrem autobiografischen Buch "Das sexuelle Leben der Catherine M." (2001) weit über die Grenzen Frankreichs bekannt geworden... weiter




Ein Sessel und viel Landschaft: Das braucht man für ein isländisches Buch. - © © Jim Smithson/Corbis

Das lesefreudige Island ist mit seiner Literatur Gastland bei der Frankfurter Buchmesse 2011

Sehr lustig, aber warum?

  • Autor Kristof Magnusson über skurrile Typen und gewaltigen Humor.

"Das isländische Nationalgesicht ist rundlich mit kleiner Nase. Wie ein Schneeball, in dem ein Kiesel steckt. Ich denke mal, bei jedem Volk ist ein Teil des Gesichts besonders ausgeprägt. (...) Die Isländer haben sich offensichtlich die Wangen ausgesucht. Einige der Gesichter, die mir begegnen, scheinen nur aus zwei Arschbacken mit einem Loch und... weiter




Ruth Klüger während einer Lesung in der Nationalbibliothek in Wien, im Jahr 2008. - APAWeb / Neubauer

Auszeichnung für Lebenswerk

Danubius-Preis für Ruth Klüger

  • Erich Hackl hält Laudatio bei Festakt am 25. Oktober.

Wien. Die Schriftstellerin und Literaturwissenschafterin Ruth Klüger wird mit dem Danubius Donauland-Sachbuchpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Der 1975 begründete Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird für das Gesamtbuch eines herausragenden Sachbuchautors vergeben, heißt es in einer Aussendung der Buchgemeinschaft Donauland... weiter




Tomas Tranströmer, 80, ist seit 20 Jahren von einem Schlaganfall gezeichnet. - © EPA

Der Literatur-Nobelpreis 2011 geht an den schwedischen Lyriker Tomas Tranströmer

Dichter der gestohlenen Momente

  • Der Poet war seit Jahren Favorit, er gilt als Neuerfinder der Metapher.

"Überdrüssig aller, die mit Wörtern, Wörtern, aber keiner Sprache daherkommen." Das ist Tomas Tranströmer. Der schwedische Lyriker ist also die ideale Identifikationsfigur für all jene, denen es ähnlich geht. Denen substanzloses Geplapper am Literaturmarkt die Ohren und den Geist verklebt. Denn von Geplapper und Überflüssigkeiten ist in Tomas... weiter




Unterhaltsam geht die Welt zugrunde: Nick Tosches vor seinem Stammbeisl. - Johnny Perez

In den USA gilt Schriftsteller Nick Tosches als lebende Legende - ein Status, den er sich hart erarbeitet hat

Hurra, die Welt liegt im Sterben

  • In Kürze wird Nick Tosches im Kino von Johnny Depp dargestellt werden.

Er habe sich wirklich bemüht, sagt er, aber es nützt halt nichts. Er versteht es nicht und wird es auch nie verstehen. Erst neulich hat ihm wieder einmal einer so ein Ding in die Hand gedrückt und er hat ein bisschen damit herumgespielt. Ja, interessant, zweifellos. Aber trotzdem: "Ich werde nie kapieren... weiter




Anke Richter - Zinggl

Am schönsten Arsch der Welt

Anke Richter

  • Anke Richter wanderte nach Neuseeland aus. Wie man sich gegen teutonische Klischees verteidigt und vom "Kraut" zur Kiwi wird, beschreibt die Journalistin selbstironisch in ihrem neuen Buch.

Anke Richter tritt auf die hölzerne Terrasse ihres kleinen Cottage-Hauses. Tui-Vögel zwitschern im Flachsbusch. Von der Veranda aus überblickt sie den malerischen Hafen Lytteltons, einem Vorort der neuseeländischen Stadt Christchurch. Türkisblaues Wasser, weiße Wolken, grüne, saftige Hügel und keine Menschenseele weit und breit... weiter




Obligat für irische Dichter: der schwarze Filzhut, hier am Kopfe von Brian O’Nolan alias Flann OBrien. - © Hulton-Deutsch Collection/COR

Der irische Schriftsteller Flann O’Brien, dessen Werk in den letzten Jahren weit über Irland hinaus wiederentdeckt wurde, wäre am 5. Oktober 100 Jahre alt geworden.

Mit dem Aufzug in die Ewigkeit

"Handelt es sich um ein Fahrrad?", begrüßt Sergeant Pluck den Erzähler, der auf der Polizeiwache eigentlich den Diebstahl einer goldenen Uhr anzeigen möchte. Der Satz aus Flann O’Briens "Der dritte Polizist" ("The Third Policeman", 1968) ist unter seinen Anhängern längst zur stehenden Wendung geworden - und der postum erschienene Roman zum Sinnbild... weiter




"Die katholische Gedankensünde hat in der Psychiatrie nichts verloren. Das verträgt sich nicht": Paulus Hochgatterer im Gespräch mit "Wiener Zeitung"-Mitarbeiterin Christine Dobretsberger. - Foto: Robert Wimmer

"Dem Leser kann man alles zumuten"

Paulus Hochgatterer

  • Der Schriftsteller und Kinderpsychiater Paulus Hochgatterer über den entscheidenden Umgang mit Sprache in seinen beiden Fachgebieten, über den konstruktiven Umgang mit Aggressionen - und darüber, wie die Realität die Fiktion übertrifft.

"Wiener Zeitung": Nach Ansicht von Marcel Reich-Ranicki sind sowohl Literaten als auch Mediziner Fachleute für das menschliche Elend. Demzufolge sei es nahe liegend, dass es zwischen diesen beiden Berufsgruppen erstaunlich viele Berührungspunkte gibt. Welches Interesse war bei Ihnen zuerst da: jenes für die Literatur oder jenes für die Medizin?... weiter




Edgar Wallace mit Zigarettenspitze - APAweb/PA

Wiener Kriminacht zollte dem berühmtesten Krimiautor Tribut

"Es ist unmöglich von Edgar Wallace nicht gefesselt zu werden"

  • 100 Jahre Edgar Wallace und seine Afrikaromane.
  • Peter Rapp und Dieter Chmelar als Vorleser.

Wien. "Ich habe noch nie einen Wallace gelesen. Ich habe sie alle gesehen", verkündete Peter Rapp bei der diesjährigen Kriminacht in Wien. Zahlreiche Besucher hatten sich im Café Hummel versammelt, um am Edgar Wallace Special teilzuhaben. Neben Speis und Trank lauschten sie den Vorlesern Peter Rapp und Dieter Chmelar... weiter




Mary Higgins-Clark. - Hans Starck

Die US-amerikanische Autorin Mary Higgins-Clark gilt als "Queen of Suspense": In ihrem Werk siegt stets die Frau über das Böse.

Rezeptur für Bestseller

"Heute ist nicht viel passiert." Er klingt nicht gerade vielversprechend, dieser erste Satz, den Mary Higgins Clark als Siebenjährige in ihr Tagebuch schreibt. Einige Rückschläge und 30 Bestseller später liest sie am 20. September bei der Wiener Kriminacht aus "Ich folge deinem Schatten", ihrem neuesten Thriller... weiter




Der Brite Rupert Davies wurde von Simenon selbst als der beste aller Maigret-Darsteller bezeichnet. - Allenb Warren / Wikipedia

Über die kleine Welt von Kommissar Maigret, die Georges Simenon in 75 Bänden dargestellt hat: Plädoyer für ein vernachlässigtes episches Großprojekt des 20. Jahrhunderts.

Wanderungen in die Düsternis

Niemand von den Kollegen der Wiener Germanistik wird mitleidig belächelt, wenn er über Kriminalliteratur oder über HBO-Serien wie "The Sopranos" oder "The Wire" diskutiert. Es wird sogar dazu geforscht. Und eine frühere Kollegin hat die These gewagt, dass Georges Simenons Maigret-Romane zu dem gehören, was von der Literatur des 20... weiter




Hat ein Faible für grausige Details: Simon Beckett. - Malte Braun

Der britische Thriller-Star Simon Beckett.

Ausgekocht

Er ist der Shooting Star der Thriller-Szene. Der Brite Simon Beckett garniert die Frage nach dem Täter mit blutrünstigen und grausig detaillierten Beschreibungen von letalen Stichwunden, ausgekochten Knochenresten und Verwesungsstadien. In seinem neuesten Roman, "The Calling of the Grave" ("Verwesung")... weiter




"Ich kann schon sehr zornig werden. Und bin eher als meine Figur Mira Valensky in der Lage, im Affekt einen Mord zu begehen!": Eva Rossmann im Gespräch mit "Wiener Zeitung"-Mitarbeiterin Christine Dobretsberger. - Foto: Robert Wimmer

"Die wirklich Bösen werden nie erwischt"

Eva Rossmann

  • Die Journalistin und Krimi-Autorin Eva Rossmann über Gemeinsamkeiten zwischen ihr und ihrer Ermittlerin Mira Valensky, die Unterschiede zwischen Recht und Gerechtigkeit - und über den Zusammenhang von Schreiben und Kochen.

Wiener Zeitung: Frau Rossmann, Ihr neuer Krimi, "Unterm Messer", handelt von Schönheitswahn, Anti-Aging-Forschung und Schönheitschirurgie. Gab es für Sie einen konkreten Anlass für diese Themenwahl? Eva Rossmann: In erster Linie hat es damit zu tun, dass ich immer mehr Frauen kenne, die sich schönheitsoperieren lassen... weiter




Théophile Gautier, porträtiert von Félix Nadar. - Foto: Wikimedia

Der französische Schriftsteller Théophile Gautier postulierte das Prinzip der zweckfreien Kunst. Am 30. August jährt sich sein Geburtstag zum 200. Mal.

Ästhetizismus als Gegengift

Die Pyrenäen pochen an die Tore von Tarbes, den beschaulichen Verwaltungssitz des französischen Departements Hautes-Pyrénées. Die Stadt ist in unseren Breiten wohl hauptsächlich als "Etappe" bekannt: Radsportfans denken bei diesem Namen an die Tour de France, fromme Pilger an das nur 15 Kilometer entfernte Lourdes... weiter




"Mit einem Wink der Hand . . ."Cartoon:Jugoslav Vlahovic - Cartoon: Jugoslav Vlahovic

Die Wiener Autorin Herta Staub spiegelte in ihrem Werk das Auf und Ab der Nachkriegszeit.

Suche nach Sinn und Balance

Als Förderin der jungen Schriftsteller- und Künstlergeneration nach 1945 wird Herta Staub in den kulturhistorischen Abrissen selten genannt, obwohl sie als Kunst- und Pressereferentin im Büro des Wiener Kulturstadtrats Viktor Matejka einen großen Anteil hatte an der Vermittlung von Publikations- und Verdienstmöglichkeiten genauso wie von Papier... weiter




Die Hamburger Autorin und Literaturveranstalterin Tina Uebel. - © www.malzkornfoto.de / (FREELENS Pool) Malzkorn

Tina Uebel sorgt mit einem gesellschaftskritischen Roman für Aufsehen. Als Literaturveranstalterin lehnt sie Grenzen zwischen "U" und "E" ab.

Verzweiflung hinter Fassaden

Es ist ruhig hier und grün. Die Luft ist klar und kalt. Kälter als in der Innenstadt, eine halbe Stunde mit der U-Bahn entfernt. Die Sonne scheint über dem idyllischen Volksdorf im Hamburger Nordosten, einem Vorort mit schmalen Straßen, alten Bäumen und viel Wald, mit großen Einfamilienhäusern und dicken Neuwagen... weiter




Charlotte Roche (33) lässt die Grenzen zwischen ihr und ihremRoman-Alter-Ego schonungslos verschwimmen.

Charlotte Roches Roman "Schoßgebete" - von Provokations- zur Bewältigungsliteratur

Schweinigeln ist jetzt nicht mehr abendfüllend

  • Roche verarbeitet das Trauma ihrer Familie.
  • Kalkulierte Literatur mit wenig Ekelfaktor.

Die "Zotenkönigin aus Muschiland" - das war nur einer der Ehrentitel, die sich Charlotte Roche vor drei Jahren verdient hat. Da veröffentlichte die zuvor vor allem als Avantgarde-Moderatorin beim Musikfernsehen Viva bekannt gewordene Roche ihren ersten Roman: "Feuchtgebiete". Da ging es um viel Schweinisches und allerhand... weiter




Der deutsche Schriftsteller Leonhard Frank hat sein Werk in den Dienst des Humanismus gestellt. Der Autor starb am 18. August 1961.

Ein Rebell im Maßanzug

"Als Leonhard Frank 1961 starb", so Marcel Reich-Ranicki, "hielten die meisten bundesdeutschen Zeitungen einen Nachruf für überflüssig. Man begnügte sich mit knappen Meldungen." Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts aber gehörte dieser heute weitgehend dem literarischen Gedächtnis entfallene Autor mit Büchern wie dem... weiter




lyrik erlesen

Vom Nutzen der Nachworte

Brauchen Gedichtbände eigentlich dringender Nachworte als beispielsweise ein Band mit Erzählungen? Oder anders gefragt: Ist Lyrik erklärungsbedürftiger als Prosa? Diesen Eindruck könnte man bekommen, wenn man sich ein paar Neuerscheinungen zu Gemüte führt. Bezeichnenderweise handelt es sich dabei um Bände mit Gedichten nicht deutschsprachiger... weiter




Antoine de Saint-Exupéry. - © EPA

Zwei deutsche Autoren haben Antoine de Saint-Exupérys Verschwinden neu untersucht. Trotz all ihrer Akribie überwiegt am Ende aber auch hier die Spekulation.

Der Mythos des letzten Flugs

Eigentlich schien das Rätsel um Antoine de Saint-Exupérys letzten Flug gelöst. Im Frühjahr 2008 teilte der deutsche Fliegerveteran Horst Rippert, Bruderdes Sängers Ivan Rebroff, ehemaliger ZDF-Mitarbeiter und nunmehr 86 Jahre alt, einer erstaunten Öffentlichkeit mit, dass er es war, der den prominenten französischen Literaten und Flieger am... weiter




Schwarzenegger als "Terminator": Ellison zerrte James Cameron erfolgreich vor Gericht. - © Aaron Rapoport/Corbis

Der amerikanische Science-Fiction-Kultautor Harlan Ellison ist der Erfinder des "Terminators"

Utopist mit der Schreibmaschine

  • Der streitbare Ellison ist ein Verfechter von Scifi als ernsthaftem Literaturgenre.
  • Für einen SF-Autor ist er überraschend altmodisch.

Er hat den Kampf aufgegeben. Nicht aus Altersmilde oder weil er eingesehen hat, dass es keinen Sinn mehr hat, sich zu wehren. Seinen Frieden mit der Welt hat er bis heute nicht gemacht, aber zumindest die Schublade scheint er anzuerkennen. Ein gutes halbes Jahrhundert hatte Harlan Ellison einen Feldzug gegen die Kategorisierung ... weiter




"Die Verösterreicherung beginnt also (und endet) mit der plötzlichen und beglückenden Erkenntnis, dass nichts mehr wichtig oder vielmehr: dass alles gleich wichtig oder unwichtig ist" (aus dem Roman "Die große Hitze" von Jörg Mauthe, Edition Atelier, Wien 2011). - © www.bilderbox.com

Über das "Tuzzi-Prinzip" und die "Verösterreicherung der Welt" - oder wie Robert Musil und Jörg Mauthe einen literarischen Weg wiesen, wie mit Krisen und Zeitenwenden dienstpragmatisch umzugehen ist.

Versuchsstation für Weltanfänge

Um es gleich vorweg auf den Punkt zu bringen: Wir stehen vor einer Zeitenwende. Denn die Zeichen der Krise, der großen Hitze oder wahlweise der großen Kälte verdichten sich. Und es droht die Gefahr, dass diese Wende nicht friktionsfrei ablaufen könnte. Denn immer dann und dort, wo das ungesunde Extreme die gesunde Balance verdrängt... weiter




Romancier William Makepeace Thackeray (1811-1863) war zeitlebens ein überzeugter Snob. - © © Hulton-Deutsch Collection/COR

Eine Entdeckung wert: der englische Erzähler W. M. Thackeray, der vor 200 Jahren geboren wurde

Im Sonderzug gen Himmel

  • Der Roman "Jahrmarkt der Eitelkeit" ist Thackerays Hauptwerk.
  • Genauer Beobachter der menschlichen Natur.
  • "Das Buch der Snobs" als Selbstreflexion.

"Weshalb werden junge Mädchen in die Gesellschaft eingeführt? Doch nur, weil sie nach dem heiligen Stand der Ehe streben. Was führt sie herdenweise in die Badeorte? Was lässt sie eine endlose lange Saison hindurch bis morgens um fünf auf dem Parkett aushalten? Warum quälen sie sich mit Klaviersonaten ab? Warum spielen sie Harfe... weiter




Maja Haderlap. Foto:apa - © APA/GERT EGGENBERGER

Leise Partisanenlieder gegen die Angst im Wald

  • Maja Haderlap ist die erste österreichische Bachmann-Preisträgerin nach 35 Jahren.

Klagenfurt. (cb) "...Wenn man im Wald Angst hat, muss man Partisanenlieder singen." Das ist ein Satz aus Maja Haderlaps Siegertext "Im Kessel". Die Leichtigkeit und fast Beiläufigkeit, mit der sie die Historie der Kärntner Slowenen mit ihrer autobiographischen Geschichte verwebt... weiter




Maja Haderlap Gewinnerin des Ingborg Bachmann-Preises 2011. - APAweb / APA, Gert Eggenberger

Maja Haderlap, die Bachmann-Preisträgerin 2011

In einer Welt mit zwei Sprachen

Klagenfurt. Die Kärnter Slowenin Maja Haderlap hat am Sonntag mit einem Auszug aus ihrem Romanerstling "Engel des Vergessens" den Ingeborg-Bachmann-Preis bei den 35. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt gewonnen. Die zweisprachige Autorin, die bisher vor allem mit Lyrik-Veröffentlichungen von sich reden machte... weiter




Maja Haderlap ist die Bachmann-Preisträgerin 2011. - Reuters / Herwig Prammer

Kärntner Slowenin ausgezeichnet

Bachmann-Preis an Maja Haderlap

Klagenfurt. Die Kärntner Slowenin Maja Haderlap erhält den Ingeborg Bachmann-Preis 2011. Darauf einigte sich die Jury des Lese-Wettbewerbs unter dem Vorsitz von Burkhard Spinnen am Sonntag in Klagenfurt. Der Hauptpreis der 35. "Tage der deutschsprachigen Literatur" ist mit 25.000 Euro dotiert und wird von der Kärntner Landeshauptstadt gestiftet... weiter




Thomas Klupp langweilte mit seinem Roman über Porno und Universität. - Reuters / Herwig Prammer

Letzter Tag des Wettlesens ohne Höhepunkte

Glamour und Porno beim Bachmann-Preis

Klagenfurt. Am dritten und letzten Tag des Wettlesens um den 35. Ingeborg-Bachmann-Preis im Klagenfurter ORF-Theater gab es keine wirklichen Höhepunkte. Während Leif Randt und Thomas Klupp die Jury wenigstens teilweise überzeugten, enttäuschten sowohl Anne Richter als auch Michel Bozikovic. Randts Romanauszug "Schimmernder Dunst über Cobycounty"... weiter




Viele Dokumente dieses eminent politischen Autors sind gesichert: Heiner Müller (1929-1995). - Foto: epa

Mit einem informativen Registerband und einer Hör-Edition wird die Ausgabe der Werke von Heiner Müller abgeschlossen. So bleibt der deutsche "Klassiker wider Willen" vorbildlich präsent.

Rituelles Räuspern

Klassiker zu Lebzeiten: Das wären sicher viele Schriftsteller gerne. Und wenn schon nicht zu Lebzeiten, dann zumindest posthum. Beliebtes Mittel dazu, sich den ultimativen Status zu sichern, ist die Werkausgabe bereits zu Lebzeiten. Günter Grass und Martin Walser fallen einem dazu ein - zwei Autoren, die sich vermutlich für Klassiker halten... weiter




Ernest Hemingway in seinem Haus in Kuba, Februar 1959 - etwas mehr als zwei Jahre, bevor er seinem Leben ein Ende setzte. - Foto: John Bryson/Sygma/CorbisSpan

Über Ernest Hemingway, der sich vor 50 Jahren das Leben nahm, existieren nach wie vor viele Mythen. Versuch eines möglichst nüchternen Blicks auf die Biographie des amerikanischen Autors.

Der kranke Mann und das Meer

Von Depressionen und Verfolgungswahn gequält, unfähig sein künstlerisches Niveau zu halten, erschoss sich vor 50 Jahren, am 2. Juli 1961, der amerikanische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Ernest Hemingway in seinem Haus in Ketchum. Es war das Ende eines Leidensweges, der in der Kindheit begann... weiter




Die Liebe zur Literatur und die Neigung zur Gartenkunst gehen bei Barbara Frischmuth Hand in Hand. - Foto: Gornikiewicz

Die Schriftstellerin Barbara Frischmuth wird am 5. Juli 70 Jahre alt. In ihrem Leben und Werk hat sie sich mit der weiten Welt ebenso beschäftigt wie mit ihrer heimatlichen Umgebung.

Weltbürgerin in Altaussee

Barbara Frischmuth legt in ihrer Prosa Wert auf gut gewählte erste Sätze. Wagemutig beginnt sie ihre absurden Tiergeschichten "Die Kuh, der Bock, seine Geiß und ihr Liebhaber" mit den Worten: ",Was soll’s’, sagte die Kuh, die am Herd stand, ,von einem Ochsen kann man nicht mehr erwarten, als ein gutes Stück Rindfleisch’"... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte



Leichter Rückgang der österreichischen Wasserqualität. - DPAweb / Patrick Pleul
  • 98,5 Prozent der heimischen Gewässer erfüllen Standards, EU-weite Verbesserung.
  • weiter

Das verwaiste Stadion in der kosovarischen Hauptstadt Prishtina könnte bald wieder mit Leben erfüllt werden. - Rosner
  • Überraschende Entscheidung des Welt-Verbands "ein großer Schritt" für Kosovo.
  • weiter

Die Trackshittaz sind vorzeitig ausgeschieden. - APAweb/EPA/Jörg Carstensen
  • Europa wollte nicht mit dem Popo wackeln.
  • weiter

Tausende Schlecker-Beschäftigte hängen in der Luft. - APAweb/epa/Jochen Lübke
  • Gläubiger können Zerschlagung noch diese Woche veranlassen.
  • weiter

Christian Ortner. - © www.godany.com
  • Wer am Land wohnt, in der Stadt arbeitet und sich das subventionieren lässt, privatisiert den Nutzen und vergesellschaftet die Kosten...
  • weiter

  • Bild einer Explosionsdruckkammer in geheimer Militäranlage Parchin aufgetaucht.
  • weiter

Haimo L. Handl ist Politik- und Kommunikationswissenschafter.
  • Das unreife Verhalten der Briten beim Thronjubiläum ihrer Königin weist Parallelen zu jenem der Anleger beim Facebook-Börsengang auf.
  • weiter

Strache verwies darauf, dass die "Zahl der verhaltensauffälligen Schüler" wachse und es auch immer wieder zu Attacken gegen Lehrer komme. Doch Fehlverhalten dürfe "nie mittels 'Tätschn' oder anderer Gewalt sanktioniert werden", hielt der FP-Chef fest. - APAweb/AP
  • Gewaltverbot ist gesetzlich verankert.
  • weiter





Pallas Athene, 1898
Gustav Klimt
Öl auf Leinwand

Vergessenes wurde wiederentdeckt. Im Naturhistorischen Museum freut man sich über die Belebung des Museums durch die Arbeit des Künstlers Daniel Spoerri. (Im Bild: "Austernschabracken-Pferdeskelett-Spießbock-Kümmerer" von Spoerri.) Blick auf das Werk "Sevilla-Series, No. 1, Tapir" des Künstlers Daniel Spoerri im Rahmen der Ausstellung "ein inkompetenter Dialog?" im Naturhistorischen Museum in Wien. Die Ausstellung ist vom 23. Mai bis 17. September 2012 zu sehen. (21. Mai)
Siehe auch: http://bit.ly/JrMvnU

Ein Demonstrant zeigt der berittenen Polizei das Victory Zeichen.  Hunderte Amerikaner gingen am Wochenende auf die Straße, um gegen den NATO-Gipfel in Chicago zu protestieren. Das amerikanische Model Lydia Hearst posiert für die Kamera.

Werbung