Wien. (bau) Was vor 15 Jahren mit einer Kolumnensammlung von Wolfgang "Matscho" Kubasta, einem Kolumnisten des VOR-Magazins, begann, ist heute ein stolzer Verlag, der sich in seinem Programm vor allem jungen Wiener Autoren widmet. 20 bis 25 Bücher erscheinen jedes Jahr im Echomedia Buchverlag, der sich vor allem auf Wiener Krimis spezialisiert hat. Diese Nische könnte nun mit einem international renommierten Preis belohnt werden. Denn Echomedia-Autor Andreas Pittler wurde mit seinem Kriminalroman "Tinnef" für den Friedrich-Glauser-Preis 2012 in der Kategorie Roman nominiert. Seit über 20 Jahren verleiht eine Autoren-Jury jedes Jahr im Rahmen der Criminale den Friedrich-Glauser-Preis, den Autorenpreis deutschsprachiger Kriminalliteratur, für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des vergangenen Jahres.
Auf Hinterbergers Spuren
Pittler, mit dessen Krimi "Tacheles" soeben der fünfte Wien-Krimi bei Echomedia erscheint, ist nur einer von vielen renommierten Autoren des Hauses. So schreibt auch Ernst Hinterberger ("Ein echter Wiener geht nicht unter", "Kaisermühlen Blues") seine Trautmann-Krimis in der Belletristik-Schiene bei Echo. Mit Clemens Haipl (unter anderem bekannt durch FM4) hat man einen weitere prominenten Autor unter Vertrag. Der Verlag hat es sich jedoch zur Aufgabe gesetzt, auch junge österreichische Autoren zu fördern und ihnen die Möglichkeit zur Veröffentlichung zu bieten, etwa Susanne Wiegele oder Georg Siegl. Aber auch Bestseller-Autoren (wie etwa Chris Lohner, Beppo Mauhart oder Michael Amon) schätzen die familiäre Atmosphäre des Verlages, der 2010 vom Echo Medienhaus ("Bezirksblatt") in ein eigenes Unternehmen ausgegliedert wurde.
Aber auch das Medienhaus war in den letzten Jahren rund ums Buch aktiv: Seit 2002 werden mit der Aktion "Eine Stadt. Ein Buch" jährlich 100.000 Bücher von erfolgreichen Autoren verteilt. Im Zuge der "Kriminacht" lesen Autoren an 50 Lokalitäten aus ihren blutigen Werken.