
Paul Jaeg ist zudem Maler, Musiker und Komponist und war zwischenzeitlich auch noch Radiomoderator, vermutlich wäre ihm sonst langweilig geworden.
Seine Gedichte sind vorwiegend von der aphoristischen Sorte, der Zeilenbruch dient kurzen Pausen oder Gedankensprüngen:
nicht streiten
nicht saufen
nicht drohen
nicht lieben
sucht euch drei zeilen aus
und streicht sie aus eurem leben
oder macht sonstwas draus
Mit anscheinend langjährig geschulter kritischer Haltung nähert er sich Autoritäten, seien sie nun gewachsen wie Lehrer und Polizisten oder die neue Kaste der Technoevangelisten. Dass er sich dabei selbst bisweilen parodistisch infrage stellt, macht die Kritik umso glaubwürdiger.
Paul Jaeg: abtasten oder zuwarten, Arovell Verlag, Gosau, Salzburg, Wien 2011