
(bbb) Österreichs sakrale Neubauten aller christlichen Gemeinschaften beleuchtet Constantin Gegenhuber. Der Überblick ist fundiert, gut strukturiert und bestens bebildert. Am Beginn stehen Highlights nach 1950, wie Salzburg-Parsch, errichtet durch die Arbeitsgruppe 4, und Beispiele von Roland Rainer oder Johannes Spalt. Die Vorbilder wirken zwar nach, es zeigen sich aber in den letzten Jahrzehnten - etwa bei Staatspreisträger Heinz Tesar oder dem Ehepaar Riepl - Emanzipationen durch mehr Kunst, neue Techniken und Lichtspiele, ja sogar zuweilen Rückkehr zu vormodernen Formen. Coop Himmelb(l)au bleibt bei Archiskulptur, x architekten Linz entwerfen neue Hauslandschaften. Von Gallspach bis Aigen im Ennstal alles Kandidaten für ästhetische Wallfahrten.
Constantin Gegenhuber: Gebaute Gebete. Verlag Anton Pustet, 336 Seiten, viele Abbildungen, 49,95 Euro.