Wien. (rös) Zwar beginnen gerade erst die Bauarbeiten für das neue Krankenhaus Wien-Nord auf der Brünner Straße, die Krankenzimmer gibt es aber schon jetzt zu sehen: Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely präsentierte im Zuge der Eröffnung des Info-Centers KH-Nord am Mittwoch zwei entsprechende Muster-Räume.
Das Infocenter in der Brünner Straße 73 liegt genau gegenüber der Baustelle und soll laut Wehsely zur Drehscheibe für Information, Beratung und Service werden. So sind dort monatliche Mitarbeiter-Workshops geplant, um Architektur und Betriebsabläufe auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen. Die Erkenntnisse daraus sollen in die weitere Planung einfließen.
Wie man an den Musterzimmern erkennen kann, wird es im künftigen KH-Nord fast ausschließlich Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad und WC geben - zusätzlich ausgestattet mit Flat-Screens und stylischer Besucher-Couch. Stolz wurde auch ein eigens für das KH-Nord entworfener fahrbarer Patientenschrank präsentiert, der mit Chipkarte versperrbar ist.
Was den Baufortschritt des Krankenhauses betrifft, sei man "vollkommen auf Schiene", betonte KAV-Generaldirektor Wilhelm Marhold. Auch die Kosten würden im Rahmen bleiben und völlig transparent gehalten. Und das werde unter anderem durch eine Software zur Kostenkontrolle bewerkstelligt, an der ein Acht-Personen-Team ein Jahr lang gearbeitet hat. "Selbst die Umplanung einer Türe fließt sofort in die Gesamt-Kostenkontrolle ein und ermöglicht eine permanente Transparenz", erklärte KH-Nord-Architekt Albert Wimmer der "Wiener Zeitung".
Spätestens im Sommer soll mit dem Hochausbau begonnen werden. Bereits 2015 soll das KH-Nord in Teilbetrieb gehen. Im Endausbau verfügt das neue Krankenhaus dann über rund 800 Betten. Die Gesamterrichtungskosten liegen laut Marhold bei 825 Millionen Euro - auf Preisbasis von 1. 1. 2009.