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  • Artikel vom 06.02.2012, 17:14 Uhr

Stadtleben

Update: 07.02.2012, 15:52 Uhr
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Großer Andrang in Notschlafquartieren

Winter zeigt seine ganze Härte


  • Bis Dienstag Nachmittag bis zu zehn Zentimeter Schnee in Wien möglich.

Am Dienstag sind bis zu zehn Zentimeter Neuschnee in Wien möglich. - © APA/HERBERT NEUBAUER

Am Dienstag sind bis zu zehn Zentimeter Neuschnee in Wien möglich. © APA/HERBERT NEUBAUER

Wien. (apa/bs) Für Dienstag sieht die Wetterprognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien Schneefall und Wind vor. Glättegefahr besteht laut ZAMG-Meteorologin Kathrin Götzfried nicht, seien doch die Straßen und auch der Schnee trocken. Durch den Wind - Böen mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde sind möglich - kann es zu Schneeverwehungen kommen, und die prognostizierten minus 8 Grad Tageshöchsttemperaturen fühlen sich dadurch noch kälter an.

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Tageszentren für Obdachlose überfüllt
Die anhaltende Kälte hat am Wochenende für großen Andrang in Wiens Notschlafquartieren gesorgt. Die Auslastung der Nachtquartiere liege noch immer bei nahezu 100 Prozent, so eine Sprecherin des Fonds Soziales Wien (FSW), der derzeit 480 Notquartiersplätze betreut. Caritas-Wien-Direktor Michael Landau berichtete, dass die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung "überwältigend" sei. Daher seien aktuell die Lager ausgerüstet, warme Winterjacken oder Handschuhe würden aber weiterhin gebraucht.

Räumliche Engpässe gab es in Wiener Tagesseinrichtungen, die aufgrund der Minustemperaturen von den Bedürftigen zahlreicher als sonst tagsüber aufgesucht wurden. So hätten sich etwa am Samstag über 190 Menschen zeitgleich im Lokal der Einrichtung "Josi" aufgehalten, berichtete die FSW-Sprecherin - die Räumlichkeiten seien für maximal 180 Personen konzipiert. Als Entlastungsmaßnahme wurde das Notschlafquartier "Hermes" im Bezirk Landstraße kurzfristig in ein provisorisches Tageszentrum umgewandelt, das 150 Personen aufnehmen kann. Die Unterkunft soll "bis auf weiteres, solange es so extrem kalt ist", offen haben, so die FSW-Sprecherin.

Wiener Tierschutzhaus kämpft mit der Kälte
Die eisigen Temperaturen, die seit einigen Tagen herrschen, bedeuten für die Tiere eine zusätzliche Belastung. Besonders ältere und kurzhaarige Heimbewohner brauchen derzeit wesentlich mehr Wärme und Betreuung als sonst, hieß es am Montag in einer Aussendung. Die Heizkessel laufen auf Hochtouren und die Mitarbeiter hätten alle Hände voll zu tun. Derzeit leben an die 1500 Tiere im Tierschutzhaus. Zahlreiche Baumängel führen allerdings häufig zum Ausfall von Heizkreisen, Leitungen werden kaputt oder undicht, das Wasser friert ein. Nur wenige "winterfeste" Tiere, wie etwa Pferde, wollen selbst bei diesen Witterungsbedingungen ins Freie.




Schlagwörter

Wetter, Kälte, Obdachlose

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-06 17:20:10
Letzte Änderung am 2012-02-07 15:52:51


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Siehe auch: http://bit.ly/JrMvnU

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