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  • Artikel vom 11.10.2011, 17:55 Uhr

Unterwegs

Update: 12.10.2011, 07:28 Uhr
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Nach zähen Verhandlungen gelingt der Stadtregierung mit der Tarifreform der erste breitenwirksame Erfolg

"Das Schöne ist: Es gibt nur Sieger"


Von Christian Mayr
  • Rot-Grün einigt sich auf Jahreskarte um 365 Euro - gültig ab 1. Mai 2012.

Wien.



Am Ende hatten sich alle wieder lieb. Nach überlangen und oftmals zähen Verhandlungen über die Tarifreform bei den Wiener Linien, bei denen sich Rot und Grün über die Medien gegenseitig ihre Wünsche ausrichteten, wurde am Dienstag im Rathaus Einigkeit demonstriert. Schließlich galt es - ein Jahr nach der Wahl - den ersten breitenwirksamen Erfolg der Stadtregierung zu zelebrieren. Und dem Spruch von Bürgermeister Michael Häupl hatte niemand etwas entgegenzusetzen: "Das Schöne an der Lösung ist: Es gibt keine Verlierer. Die Sieger sind vor allem die Wiener."

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Wie sieht diese Lösung nun konkret aus?

Wie schon lange erwartet, wird die Jahreskarte statt 449 ab 1.Mai 2012 nur noch 365 Euro kosten - also einen Euro pro Tag. Damit ist zwar der grüne Wahlslogan von der 100-Euro-Netzkarte nicht erfüllt, dafür aber jener von der Tageskarte um einen Euro.

Anders als zuletzt kolportiert, verbilligt sich auch die Monatskarte von 49,50 auf 45 Euro.

Dafür wird der Preis für einen Einzelfahrschein von 1,80 auf exakt 2 Euro angehoben.

Zugleich wird die Strafe fürs Schwarzfahren massiv nach oben geschraubt: Statt 70 sind in Zukunft 100 Euro zu berappen. Damit wird Fahren ohne Fahrschein unattraktiver, denn wer vier Mal im Jahr erwischt wird, zahlt schon mehr als für die Jahreskarte (derzeit erst ab sieben Schwarzfahrer-Strafen).

Nicht überhoben haben sich Häupl, Vassilakou und Brauner (v. r.) bei der Tarifreform.

Nicht überhoben haben sich Häupl, Vassilakou und Brauner (v. r.) bei der Tarifreform.© APA/HANS KLAUS TECHT Nicht überhoben haben sich Häupl, Vassilakou und Brauner (v. r.) bei der Tarifreform.© APA/HANS KLAUS TECHT

Schon ab 1. Jänner kommt es zu Änderungen bei den Senioren-Jahresnetzkarten, die - wie berichtet - vom Verfassungsgerichtshof aufgehoben wurden: Der Preis bleibt mit 224 Euro zwar gleich, gilt nunmehr aber sowohl für Männer als auch für Frauen ab 60. Allerdings wird die Altersgrenze bis 2022 schrittweise auf 65 Jahre angehoben.

Änderungen wird es auch für Studenten geben: Ab dem Wintersemester 2012/13 kostet das Semesterticket für Personen mit Hauptwohnsitz in Wien 75 Euro, ist dafür aber fünf statt vier Monate gültig (derzeit 50,50 Euro). Studierende ohne Hauptwohnsitz müssen künftig 150 Euro für dieses Ticket berappen (derzeit 100Euro). Die Preise gelten bis zur Vollendung des 26. Lebensjahres und sind unabhängig von der Familienbeihilfe.

Die Fahrradmitnahme in den öffentlichen Verkehrsmitteln wird künftig immer gratis sein. Dies soll ein Anreiz sein, ökologische Mobilitätsformen zu kombinieren.

Die Wiener-Linien-Tarife sollen künftig nicht mehr ausgehandelt, sondern automatisch mit dem Index erhöht werden. Ein entsprechendes Valorisierungsgesetz gilt ja bereits für die städtischen Gebühren (Wasser, Kanal, Müll, Parken). In welchen Cent-Sprüngen eine Anpassung vorgenommen wird, ist allerdings noch nicht festgelegt.




Schlagwörter

Wien, Tarifreform

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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2011-10-11 18:02:39
Letzte Änderung am 2011-10-12 07:28:06


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Siehe auch: http://bit.ly/JrMvnU

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