Die Experten sind Andrea Schenker-Wicki von der Uni Zürich, die auch Mitglied im Österreichischen Wissenschaftsrat ist, Antonio Loprieno, Rektor der Uni Basel und Präsident der Schweizerischen Rektorenkonferenz, und Eberhard Menzel, Präsident der Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet. Zusammengesetzt wurde die Gruppe laut Karl in Abstimmung mit der Universitäten- und der Fachhochschulkonferenz sowie dem Wissenschaftsrat.
Die Erarbeitung eines österreichischen Hochschulplans ist im Regierungsprogramm fixiert, Ziel ist eine "klare Aufgabenteilung und Schwerpunktsetzung" im tertiären Sektor. "Wir brauchen mehr Koordination und daher eine gemeinsame, gesamtheitliche Sicht in der weiteren Entwicklung des Hochschulraums, sprich ein klares Konzept zu Standorten und Leistungen in Lehre und Forschung", erklärte Karl.
Hochschulautonomie bleibt unangetastet
Sie betonte gleichzeitig, dass dadurch aber "die Autonomie der Hochschulen unangetastet bleibt". Deshalb will Karl gemeinsam mit den Unis bei der Erarbeitung des Hochschulplans "an einem Strang ziehen". Auch will sie keine neue Steuerungsebene einziehen - die Steuerung des neuen Hochschulplans soll daher über die Leistungsvereinbarungen mit den Universitäten beziehungsweise über den Fachhochschul-Entwicklungsplan erfolgen.
Der tertiäre Bildungssektor ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen. Heute gibt es neben den staatlichen und privatem Unis auch Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen und andere Einrichtungen mit mehr als 300.000 Studenten.
War das 20. Jahrhundert von Überbevölkerung bestimmt, könnte die menschliche Fruchtbarkeit im 21. implodieren.© EPA War das 20...weiter