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  • Artikel vom 03.02.2012, 17:42 Uhr

Forschung

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Rund 290 "Super-Erden" wurden bisher entdeckt. Doch wie viele sind bewohnbar - und wie kommen wir hin?

Von der Erde zum Planeten GJ 667Cc


Von Eva Stanzl
  • Das Reisen zu anderen Planeten in Lichtgeschwindigkeit lässt auf sich warten.

Wien.

GJ 667Cc kreist um seinen Stern, der seinerseits von einem Stern begleitet wird.

GJ 667Cc kreist um seinen Stern, der seinerseits von einem Stern begleitet wird. GJ 667Cc kreist um seinen Stern, der seinerseits von einem Stern begleitet wird.

Die Erde hat Gesellschaft. Stimmen jüngste Berechnungen von Astronomen der Universität Kopenhagen, dürften sich allein in der Milchstraße - eine von rund 50 Milliarden von der Erde aus beobachtbaren Galaxien - 100 Milliarden Planeten tummeln, die in der "bewohnbaren Zone" um ihre Sonne kreisen. Allein mit dem Kepler-Weltraumteleskop sollen bisher 290 "Super-Erden" entdeckt worden sein, die die richtige Masse und Entfernung zu ihrem Heimatstern haben, um Leben zu ermöglichen. Für Menschen liegen sie jedoch - noch - sehr weit weg.

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Diese Woche überraschten Astronomen mit der Nachricht, eine weitere möglicherweise bewohnbare "Super-Erde" aufgespürt zu haben. Der Planet mit der Katalognummer GJ 667Cc kreise 22 Lichtjahre entfernt im Sternbild Skorpion in der Milchstraße um einen Zwergstern. Er habe eine Distanz zu seiner Sonne, in der lebenswichtiges Wasser flüssig wäre (die "Wiener Zeitung berichtete). Laut den Forschern des Carnegie Science Institute in Washington ist GJ 667Cc der "neue beste Kandidat dafür, Leben, wie wir es kennen, zu unterstützen."

Bestenfalls Rückschlüsse
Allerdings ist Leben auf anderen Planeten schwer nachzuweisen. Denn selbst über die Existenz von Wasser, einer brauchbaren Atmosphäre und die Beschaffenheit der Oberfläche lassen sich von der Erde aus bestenfalls Rückschlüsse ziehen. Mit den Weltraumteleskopen CoRoT und Kepler suchen Astronomen nach Planeten bei fremden Sternen. Ihre Auswahl in der galaktischen Nachbarschaft fällt auf solche, die unserer Sonne ähnlich sind. Die Forscher gehen davon aus, dass die dortigen Begebenheiten die hiesigen spiegeln. Demnach muss ein Planet nahe zu seinem Heimatstern kreisen, damit Wasser nicht friert. Als kalter Planet würde er zudem nur wenig Gas verlieren und - wie Jupiter - zu einem Gasplaneten werden.

Die Weltraumteleskope können die Planeten nicht direkt sehen. "Astronomen beobachten Helligkeitsschwankungen vor Sternen", sagt Thomas Bergauer vom Institut für Hochenergiephysik (Hephy) in Wien: "Daraus leiten sie Planeten ab. Aufgrund der Stärke der Abschwächung und der Häufigkeit des Auftretens errechnen sie die Größe des Planeten und wie lange er braucht, um seine Sonne zu umrunden." Bei ihrer Suche stoßen die Forscher jedoch auch auf Planeten-Systeme, die sich anders verhalten als unser Sonnensystem. "Statt kleinen Gesteinsplaneten - ähnlich wie Venus - in der Nähe des Sterns zu finden, haben Satelliten Planeten in der Größe des Gasriesen Jupiter entdeckt", berichtet Jörg Weingrill vom Institut für Weltraumforschung der Akademie der Wissenschaften im Online-Magazin science.orf.at. Auch hätten andere sonnenähnliche Sterne stärkere Eruptionen. Auf anderen Planeten in bewohnbaren Zonen könnte es also durchaus wild und stürmisch zugehen.



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Dokument erstellt am 2012-02-03 17:47:07


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