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  • Artikel vom 22.02.2012, 13:13 Uhr

Forschung

Update: 22.02.2012, 13:18 Uhr
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Bakterium ist verbreiteter Bewohner unserer Mundhöhlen

Zürcher Forscher identifizierten neuen Krankheitserreger


  • "Streptococcus tigurinus" im Blut von Patienten mit Herzklappenentzündung, Hirnhautentzündung oder Bandscheibeninfektion gefunden.

Die Schweizer Wissenschafter um Andrea Zbinden isolierten das Bakterium demnach aus dem Blut von Patienten mit einer Herzklappenentzündung, einer Hirnhautentzündung oder einer Bandscheibeninfektion. Es ähnelt anderen Streptokokken, die mit Vorliebe die Mundhöhle besiedeln. - APAweb/dpad

Die Schweizer Wissenschafter um Andrea Zbinden isolierten das Bakterium demnach aus dem Blut von Patienten mit einer Herzklappenentzündung, einer Hirnhautentzündung oder einer Bandscheibeninfektion... APAweb/dpad

Zürich. Forscher der Universität Zürich haben einen neuen Krankheitserreger identifiziert. Das Bakterium ist anscheinend ein verbreiteter Bewohner unserer Mundhöhlen und kann schwere Erkrankungen auslösen, wenn es ins Blut gelangt. Der neue Keim soll Streptococcus tigurinus heißen, wie die britische Gesellschaft für Mikrobiologie schreibt. Entdeckt und beschrieben wurde der Erreger vom Institut für medizinische Mikrobiologie der Uni Zürich im Fachmagazin "International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology".

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  Die Wissenschafter um Andrea Zbinden isolierten das Bakterium demnach aus dem Blut von Patienten mit einer Herzklappenentzündung, einer Hirnhautentzündung oder einer Bandscheibeninfektion. Es ähnelt anderen Streptokokken, die mit Vorliebe die Mundhöhle besiedeln.

Zahnfleischschwund  
Die Forscher vermuten, dass der Keim über Zahnfleischwunden ins Blut gelangen kann. Laut Zbinden ist die Entdeckung kein Grund zur Panik. Die Ähnlichkeit mit anderen Streptokokken bedeute wohl, dass es bis jetzt existiert habe, ohne von diesen abgegrenzt zu werden, wird sie in der Mitteilung zitiert.

  Allerdings sei die Identifizierung wichtig. Denn das Bakterium habe anscheinend das Potenzial, schwere Erkrankungen hervorzurufen. Dank des neuen Wissens könnten Forscher nun untersuchen, wie es sich verbreitet und wie es Krankheiten verursache. Dies wiederum werde es erlauben, Patienten rasch und mit dem richtigen Medikament zu behandeln.

  Nun gelte es herauszufinden, wie verbreitet das Bakterium in der Mundhöhle sei und wie gefährlich es sei. Man wisse, dass ein geschwächtes Immunsystem, chronische Krankheiten, Herzklappenfehler und zahnchirurgische Eingriffe das Risiko für Blutinfektionen mit ähnlichen Streptokokken erhöhten. Ob das auch für S. tigurinus gelte, müsse nun untersucht werden.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-22 13:15:25
Letzte Änderung am 2012-02-22 13:18:42


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