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  • Artikel vom 08.02.2012, 14:58 Uhr

Klima

Update: 08.02.2012, 16:04 Uhr
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Klimaschutz und erneuerbare Energie

Greenpeace-Cool IT-Ranking: Google überholt Cisco und Ericsson


  • Japanisches Unternehmen Softbank vorbildlich bei politischem Engagement für Klimaschutz.

Neu Delhi/Wien. Die Umweltorganisation Greenpeace hat heute die fünfte Fassung seines Cool IT-Rankings veröffentlicht. Dieses Ranking bewertet die weltweit 21 größten IT- und Telekommunikations-Unternehmen hinsichtlich der Entwicklung von IT-Lösungen für andere Wirtschaftszweige, der Senkung der eigenen Treibhausgasemissionen sowie vermehrten Nutzung Erneuerbarer Energieträger sowie dem Engagement für Klimaschutz und Energieeffizient in Politik und Öffentlichkeit. Seit der letzten Version vom Dezember 2010 wurden sechs Telekommunikationsunternehmen sowie wichtige IT-Hard- und Software-Marken aus Indien und Japan hinzugefügt.

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Google auf Platz 1
"Google hat die bisherige Nummer 1 Cisco auf Platz 2 verdrängt, Ericsson folgt auf dem dritten Platz. Beim Engagement für den Klimaschutz und der vermehrten Nutzung Erneuerbarer Energieträger für die betriebliche Infrastruktur hat Google besonders gut abgeschnitten", informiert Greenpeace-Sprecherin Claudia Sprinz.

  Das bisher beste Ergebnis im Bereich Engagement für Klimaschutz in Politik und Öffentlichkeit erzielt das japanische Telekommunikations-Unternehmen Softbank, das sich in Japan für einen raschen Wechsel von nuklearen zu Erneuerbaren Energieträgern einsetzt. Softbank bekommt dafür 33 von maximal 35 Punkten, das bislang höchste Ergebnis in der Kategorie Engagement für Klimaschutz in Politik und Öffentlichkeit. "Die schnelle Entwicklung der Informationstechnologie- und Telekommunikations-Branche führt zu einem beträchtlichen Energiebedarf in vielen Bereichen. Während Energiekonzerne, die mit nuklearen und fossilen Energieträgern Geschäfte machen, übermäßigen Einfluss auf politische Prozesse und Finanzmärkte nehmen, befinden sich viele IT-Konzerne nach wie vor im Winterschlaf", kritisiert Sprinz. "Aber genau jene Unternehmen haben die Macht zu beeinflussen, wie Energie erzeugt und wie sie eingesetzt wird, und müssen diese auch einsetzen", so Sprinz weiter.

  Positiv fallen Google, Cisco und Dell auf, weil sie für ihre Infrastruktur weltweit mittlerweile mehr als 20 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energieträgern einsetzen. Oracle ist nach wie vor an letzter Stelle, weil verabsäumt wurde, den Energieverbrauch hinsichtlich Erneuerbarer als auch fossiler und nuklearer Energieträger offenzulegen.

Mangel an Verantwortung  
Während Unternehmen wie Cisco, IBM, Ericsson und Fujitsu verstärkt Lösungen hinsichtlich Erneuerbarer Energieträger anbieten, mangelt es bei vielen Unternehmen an Verantwortung zu politischer Führung. "IT-Unternehmen müssen ihren Einfluss und ihre Innovationskraft dazu nutzen, um den Widerstand konventioneller Energie-Konzerne zu überwinden, die den Status Quo mit Kohlekraft, Öl und Atomenergie beibehalten wollen und den Wandel in Richtung Erneuerbarer Energie blockieren", so Sprinz.

  Das Cool IT-Ranking folgt einer Ankündigung von Facebook und Greenpeace im Dezember 2011, bei der Facebook seine Ziele für eine saubere, erneuerbare Energiezukunft veröffentlicht hat. Gemeinsam mit Greenpeace will Facebook für Erneuerbare Energie werben und die großen Energieversorger dazu anregen, Erneuerbare Energieträger auszubauen. Dem ist eine fast zweijährige Kampagne vorangegangen, bei der Hunderttausende Menschen weltweit Facebook dazu motiviert haben, auf Energie aus Kohlekraft zu verzichten.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2012
Dokument erstellt am 2012-02-08 15:11:50
Letzte Änderung am 2012-02-08 16:04:19


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