Die ZEITREISEN sind das Geschichtsfeuilleton der "Wiener Zeitung". Es erscheint prinzipiell in der WZ-Printausgabe jeden 1. Freitag im Monat (bzw. falls dieser Tag ein Feiertag ist, am 2. Freitag im Monat). Eine große Community - die Gemeine - versorgt die Zeitreisen-Redaktion überdies regelmäßig mit Neuigkeiten aus der Vergangenheit. Mehr Details im Steckbrief.

Depeschen

Fest im Griff hat der Winter die Lok links, während das Dampfross rechts gerade auf einen weißen Wall stößt - ähnliche Szenen spielten sich einst vor St. Peter ab. - © Bilder: Max Möller (Hrsg.), Der Eisenbahner, Band I und II, Wien o.J. (=1901)/Bahnverkehrskarte der Zeit (Ausschnitt)/Archiv

Südbahn

Fünf Fahrkarten in die Schneehölle3

  • Nahe Triest fuhr 1887 ein Zug in eine weiße Wand, in der eine Dame und vier Herren sechs Tage lang festsaßen.
  • 130 Jahre zurückgeblättert.

Die wahren Abenteuer erlebte man in k.u.k. Landen auf Schienen. Sechs Tage eingeschneit titelte am Donnerstag, dem 14. April 1887, das Feuilleton der "Wiener Zeitung"-Spätausgabe "Wiener Abendpost". Da aber das eng bedruckte untere Drittel (im Journalistenjargon einst: "der Keller") von Seite 1 wie Seite 2 für die eisige Geschichte nicht ausreichte... weiter




- © WZ-Faksimile

Fundstück

Wo Karl VI. zu Mittag aß1

Ein gewisser Moriz Mandeles versuchte am 1. April 1855 per "WZ"-Inseratenbeilage "Intelligenzblatt" das Liesinger Schloss an den Mieter zu bringen. Als Reklame hätte er hinzufügen können, dass das Objekt (nun Wien 23) schon 1387 als Gutshof erwähnt wurde. Oder dass am 14. Juli 1713 Karl VI. dort zu Mittag speiste, wie unser Blatt damals berichtete... weiter




Ein verkanntes Genie (Bild eingeschnitten) schaut auf den alten Hernalser Kalvarienberg mit Markt und auf das Rathaus des Orts. - © Alle Bilder: Hernals. Ein Heimatbuch ..., Wien 1924 (mit Gemälden von A. S. Kronstein, 1850-1921, und G. Zafaurek, 1841-1908)/J. Wimmer, Wegweiser für Dornbach, Wien 1866/Archiv

17. Bezirk

Wie Hernals einst leibte und lebte5

  • An der Als braute sich früher Wiens Wetter zusammen - meteorologisch wie staatspolitisch.
  • Nicht nur 130 Jahre zurückgeblättert.

Die Seele des alten Hernals war tief gespalten. In dem Ort, der 1892 dem neuen 17. Bezirk Wiens den Namen gab, ging es oft lustig zu, aber zu lachen hatten die Bewohner nicht so viel.Ein Mann, der im Dorf an der Als 1854 der Cholera erlag, steht für diesen Zwiespalt. "Immer lustig" nannte sich der rechts abgebildete Dichter... weiter




Nüsse

Einsendeschluss 29. Mai

Zeitreisen-Nuss Numero 370

Dreifach-Nuss; zur Zeitreisenlotto-Teilnahme genügt eine richtige (Teil-)Antwort. ZEITREISEN-NUSS NUMERO 370 1. FRAGE: Eröffnete man die erste Eisenbahnverbindung von der Donau zur Adria, nämlich von Wien nach Triest, vor nunmehr bald a) 170, b) 160 oder c) 150 Jahren? Für Tüftler: Erlebte K. v. Ghega das Ereignis? Wie wirkte er am Projekt... weiter




Einsendeschluss 2. Mai

Kleine Zeitreisen-Nuss Nro. 369

KLEINE ZEITREISEN-NUSS NRO. 369. Erbeten sind LESERBEITRÄGE (Einsendeschluss: 2. Mai) zum THEMA: Frühe Protestanten in Hernals bzw. im Raum Wien. Spezialfragen: Wann kam die Reformation ins Land? Wer war P. Speratus? Wer C. Tauber? Wie wirkten die Familien Geyer v. Osterburg und Jörger in Hernals? Wo im Ort hörte man evangelische Predigten... weiter




Gemeine

Die "Beschreibung" des freudigen Ereignisses erschien im "Wienerischen Diarium", wie unsere Zeitung einst hieß. Daneben die kleine Erzherzogin mit Eltern Karl VI., Elisabeth Christine. - © Bilder: Konvent d. Elisabethinen, Klagenfurt (M.)/Archiv/WZ-Faksimile. Repros: M. Ziegler

Exklusiv aus dem "Wienerischen Diarium"

Mit Pomp, Pauken und Trompeten3

  • Maria Theresia noch am Tag ihrer Geburt 1717 getauft.
  • Wie unser Blatt von der Entbindung und der pompösen Feier berichtete.

Ganze vier Seiten umfasste die Sonderbeilage, mit der das "Wienerische Diarium" seine Leserinnen und Leser über die Geburt Maria Theresias am 13. Mai 1717 informierte - für damalige Verhältnisse eine außergewöhnlich umfangreiche Schilderung. Unsere einst zweimal wöchentlich erscheinende Zeitung hatte ja insgesamt nur einige wenige Seiten im... weiter




Von Königin Brunhild heißt es im Epos: "vil michel (= sehr groß) was ir kraft". - © Bild: Arpad Basch (1873-1944); Repro & Bearbeitung: M. Szalapek

Nibelungenlied

Wiege der Helden aus alten mæren2

  • Die Wurzeln des Nibelungenlieds reichen etwa bis ins Jahr 436 zurück.
  • Epische Tour entlang der Donau.

Von "wîp", "degenen" und "êre", also Frauen, Helden und Ehre, und vor allem von "bluot" ist die Rede im Nibelungenlied. Was heutzutage Hollywood an blutrünstiger und märchenhafter Zerstreuung bietet, war im Mittelalter bereits perfektioniert - sogar mit dem Erfolgsrezept "Frei nach einer wahren Begebenheit"... weiter




Die Burg Waxenberg im Mühlviertel, nun eine Ruine, gehörte im 16. Jh. Wolfgang Jörger (l.). - © Bilder: G. M. Vischer, 1674/Archiv

Kraut und Rüben

"Morgen kommt der Schwed’. . ."1

Bet’, Kinderl, bet’ / Morgen kommt der Schwed’ / Morgen kommt der Oxenstern / Wird die Kinder beten lehr’n . . ." So geht ein schauriges Kinderlied aus der Ära des Dreißigjährigen Krieges. Hinter dem rätselhaften Oxenstern steckt Axel Oxenstierna (1583-1654), der nach dem Tod König Gustav Adolfs die schwedische Politik... weiter





30. April 1817
30. April 1817

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