Die ZEITREISEN sind das Geschichtsfeuilleton der "Wiener Zeitung". Es erscheint prinzipiell in der WZ-Printausgabe jeden 1. Freitag im Monat (bzw. falls dieser Tag ein Feiertag ist, am 2. Freitag im Monat). Eine große Community - die Gemeine - versorgt die Zeitreisen-Redaktion überdies regelmäßig mit Neuigkeiten aus der Vergangenheit. Mehr Details im Steckbrief.

Depeschen

Kindesraub wie auf der großen Illustration (r.) war fränkischen Kriegern nicht fremd. - Bildleiste l.: Oben Chlothar I. (l.), neben ihm die jung geraubte Radegunde; in der Mitte die Schlacht bei Poitiers; unten Karl d. Gr. (mit Bart), daneben Konrad I. - © Alle Bilder dieses Artikels: W. Christian, Allg. Weltgeschichte, Fürth 1898/Bilder dt. Gesch., Hamburg-Bahrenfeld 1936/Dt. Mädchenbuch, Stuttgart (1907?)/Spamers Ill. Weltgesch., 3. Bd., 3. Aufl., Leipzig 1896/Archiv

Ein mächtiger Mythos

Der allererste Franke hieß Priamos

  • Karls des Großen Mannen sahen Troja als ihre Urheimat.
  • 130 Jahre zurückgeblättert, viele Jahrhunderte zurückgeblickt.

Es klingt verwirrend, was moderne Forscher sagen: U.a. die Salfranken (Salier), Chamaver, Brukterer, Chattuarier, Usipeter sowie andere Gruppen der Rhein-Weser-Germanen (Istväo-nen) und Ampsivarier bildeten im Altertum den Bund der Franken. Wann genau, ist unklar. Aus dem Nebel der Geschichte tauchte der neue Stamm erst in den 250er-Jahren auf... weiter




- © WZ-Faksimile: Iris Friedenberger

Fundstück

Fernsehen anno 18801

Er passte in jede Tasche und konnte überallhin mitgenommen werden: Der Fern-Seher von anno 1880. Die am 11. Juli dieses Jahres in der "Wiener Zeitung" geschaltete Werbung zeigt freilich sofort, dass es sich dabei nicht um jenen flimmernden Apparat handelte, der Jahrzehnte später ganze Familien auf Stunden andächtig zu versammeln vermochte... weiter




Kein Schiff mit Rauchfang ziert die Szene (l.) vom Rhein bei Köln um 1820. Dass der Dampf auch dort reüssierte, ist u.a. Fulton, Ressel und Papin (Porträts von ob.) zu verdanken. - Rechts: Früheste Liniendampfer "Clermont" (ob.) und "Comet" (unt.). - © Alle Bilder dieses Artikels: M. Geitel (Hrsg.), ... Siegeslauf d. Technik, Stuttgart etc. (3 Bde., ca. 1920)/H. Kraemer (Hrsg.), Weltall u. Menschheit, Berlin etc. (5 Bde., ca. 1900)/Ill. Konv.-Lexikon, Lpz. etc. (8 Bde., 1870ff)

Schifffahrt

Defekte Dampfer und ein Dementi

  • Maschinenkraft auf dem Wasser und ihre Tücken 1816.
  • Nicht nur 200 Jahre zurückgeblättert.

So ein Redakteur hatte es einst wahrlich schwer. Denn als Joseph Carl Bernard anno 1816 die "Wiener Zeitung" redigierte, blieb ihm keine Mühsal erspart.Der Journalist, der im Jahr zuvor den Posten seines von Metternich mit Berufsverbot belegten Kollegen Conrad Dominik Bartsch übernommen hatte, wusste um die scharfen Zähne der k.k. Zensur... weiter




Nüsse

Einsendeschluss 29. August

Kleine Nuss Nro. 361

KLEINE ZEITREISEN-NUSS NRO. 361. Erbeten sind LESERBEITRÄGE (Einsendeschluss: 29. August) zum THEMA: Fränkisches heutzutage. Spezialfragen: Besitzt die Wr. Schatzkammer Kleinodien aus der Karolingerzeit? Welche Regierungsbezirke Bayerns bilden die Landschaft Franken? Mit welchen erhaltenen mittelalterlichen Städten... weiter




Einsendeschluss 1. August

Zeitreisen-Nuss Numero 360

Dreifach-Nuss; zur Zeitreisenlotto-Teilnahme genügt eine richtige (Teil-)Antwort. ZEITREISEN-NUSS NUMERO 360 1. FRAGE: Wo bei der Technischen Uni Wien steht ein Denkmal für Josef Ressel? Für Tüftler: Wer goss es in welcher Gießerei? Wie viele Jahre nach Ressels Tod enthüllte man das Denkmal? Welche anderen Erfinder haben in der Nähe ihre Monumente... weiter




Gemeine

Thomas Mann (r.) 1931 bei der Feier zum 60er seines Bruders Heinrich (l.). - © Foto: ullstein bild/Getty Images

Heinrich und Thomas Mann

Prof. Unrat auf dem Zauberberg

  • Autorenbrüder Mann verband die Liebe zur Literatur.
  • Familienzwist und Politik trennten sie über Jahre.

Gespalten war nicht nur das Verhältnis des berühmten Brüderpaares, um das sich die kleine Nuss Nro. 357 drehte. Auch die literarische Leidenschaft im Tüftler-Kreis, so scheint es, brennt entweder für Thomas oder Heinrich Mann. Gemeinsam wuchsen die Geschwister in "gutem Hause" auf. Einen ersten Einblick gibt Dr... weiter




Eine der bekanntesten Darstellungen des Babenberger-Stammbaums (entstanden 1489ff im Stift Klosterneuburg) zeigt das Ende Herzog Friedrichs II. 1246. Im Hintergrund ist Wien mit dem 1433 vollendeten Südturm St. Stephans zu sehen. - © Bild: Stiftsmuseum Klosterneuburg

Zur ältesten Nordansicht Wiens

Der Tod des letzten Babenbergers1

  • Friedrich II. starb 1246 an der Leitha.
  • Ein (geschöntes) Bild aus dem 15. Jahrhundert verlegt die Schlacht an die Donau.

Er ist knapp 3,5 Meter hoch und insgesamt über 8 Meter breit: Der berühmte Babenberger-Stammbaum, der noch heute im Museum des Stiftes Klosterneuburg in Niederösterreich ausgestellt ist. Inhaltliche Grundlage des dreiteiligen monumentalen Bildwerks, entstanden 1489 bis 1492, ist eine Genealogie des Historiographen Ladislaus Sunthaym... weiter




Schlecht gedruckte "Diarium"-Stellen (hier 1731) - eine Herausforderung, an der Computer oft scheitern. - © WZ-Faksimile: Iris Friedenberger

Digitalisierung

"Diarium": Fundgrube für Forscher3

Dass das "Wien(n)erische Diarium", wie die "Wiener Zeitung" bis 1779/1780 hieß, eine reiche Quelle für Geschichte(n) des 18. Jahrhunderts ist, muss man der Gemeine nicht erzählen, machte sie doch mit dem Geschichtsfeuilleton schon zahlreiche Zeitreisen in diese Epoche. Aber auch für die Wissenschaft ist unser Blatt eine wahre Fundgrube: Vor allem... weiter






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