• vom 13.07.2010, 16:49 Uhr

Weltpolitik

Update: 13.07.2010, 16:50 Uhr

Erste Dissidenten aus Kuba in Spanien eingetroffen




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  • Nicht alle Polit-Häftlinge wollen ihre Heimat verlassen.
  • Madrid/Havanna. (rm) Die ersten sieben auf Kuba freigelassenen politischen Gefangenen sind Dienstag mit 30 Familienangehörigen in Madrid eingetroffen.

Die Ex-Gefangenen bei der Ankunft in Madrid. Foto: ap

Die Ex-Gefangenen bei der Ankunft in Madrid. Foto: ap

Die Ex-Gefangenen bei der Ankunft in Madrid. Foto: ap

Die Ex-Gefangenen bei der Ankunft in Madrid. Foto: ap Die Ex-Gefangenen bei der Ankunft in Madrid. Foto: ap

In der Nacht zuvor waren die sieben politischen Gefangenen vom Hauptgefängnis in Havanna zum Flughafen gebracht worden, wo sie mit ihren Familien zusammentrafen. Sie wurden vom Personal des spanischen Konsulats befragt und suchten förmlich um Visa an. Damit wollte man sicherstellen, dass es sich um ein freiwilliges Verlassen des Landes handelt und nicht um eine Deportation.

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Die Chefin der Bürgerrechtsorganisation "Damen in Weiß", Laura Pollan, teilte mit, dass sich von 26 Gefangenen, die bis zum Sonntag von der kubanischen Kirche konsultiert wurden, 20 zum Verlassen des Landes bereit erklärt haben, sechs wollen in ihrer Heimat bleiben, darunter der Journalist Pedro Argüelles Moran, der seit 1992 für das kubanische Komitee für Menschenrechte arbeitete und 2003 zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde. Er erklärte, sein Platz sei in Kuba, dort wolle er weiter für Rechte, Freiheit und Menschenwürde und gegen das totalitäre Castro-Regime kämpfen.

Die spanische Botschaft und das Erzbistum von Havanna nannten keine Namen der Freigelassenen, aber von Familienangehörigen sickerte durch, dass darunter der 60-jährige Ricardo Gonzalez ist, einer der prominentesten politischen Häftlinge, der zum Zeitpunkt seiner Festnahme im Jahr 2003 ein Mitarbeiter bei "Reporter ohne Grenzen" war.

Insgesamt wird Spanien in den nächsten Wochen bis zu 20 freigelassene politische Gefangene aus Kuba aufnehmen. In Spanien könnten sie entscheiden, ob sie im Land bleiben oder an einen anderen Ort gehen wollten. Kuba hatte vorige Woche die Freilassung von insgesamt 52 politischen Gefangenen verkündet.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2017
Dokument erstellt am 2010-07-13 16:49:00
Letzte Änderung am 2010-07-13 16:50:00



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