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Ab wann ist Israelkritik antisemitisch? 

Genese 

Die WZ-Redakteure Edwin Baumgartner und Michael Schmölzer sind seit dem 7. Oktober, dem Tag des Überfalls der Hamas auf Israel, permanent und intensiv mit der Nahost-Problematik befasst. Nachdem sie Friedensperspektiven ausgelotet haben, schien es an der Zeit, den zentralen Begriff Antisemitismus umreissen zu lassen: von Menschen, die sich lange damit befassen und die täglich mit der Problematik konfrontiert sind. Manche haben auf unsere Anfrage nach Stellungnahme rasch geantwortet, aber viele wollten kein Statement abgeben. Ein weiteres Indiz dafür, wie kontrovers die Frage ist.

Daten und Fakten 

  • Salah Abdel Shafi, palästinensischer Botschafter in Wien: 

Salah Abdel Shafi wurde 1962 in Gaza geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule für Ökonomie in Berlin. Bis 2006 war er bei verschiedenen zivilgesellschaftlichen und internationalen Organisationen in Palästina (hierbei insbesondere in Gaza) tätig. Von 2006 bis 2010 war er PLO-Vertreter und Generaldelegierter Palästinas in Stockholm, Schweden. Von 2010 bis 2013 war er palästinensischer Botschafter und Leiter der Diplomatischen Mission Palästinas in Deutschland. Seit September 2013 ist Abdel Shafi palästinensischer Botschafter in Österreich

  • Sandra Kreisler, Kabarettistin:

Sandra Kreisler ist die Tochter des Komponisten, Sängers und Dichters Georg Kreisler. Sie spielte in zahlreichen Filmen und TV-Serien in den USA, in England, Italien, Deutschland und Österreich. Daneben ist sie u. a. im Theater in der Josefstadt und der Gruppe 80 aufgetreten.

  • Barbara Staudinger, Direktorin des Jüdischen Museums Wien:

Barbara Staudinger studierte Geschichte, Theaterwissenschaft und Judaistik an der Uni Wien. Von September 2018 bis April 2022 war sie die Direktorin des Jüdischen Museum Augsburg Schwaben. Anfang September 2021 wurde sie von der von der Wien Holding dazu eingesetzten Jury als Nachfolgerin von Danielle Spera zur Leiterin des Wiener Jüdischen Museums ab Juli 2022 bestellt.  

  • Ümit Vural, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich:

Geboren am 1. Jänner 1982 in Anatolien, Türkei, reiste Ümit Vural im Alter von sechs Jahren mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Geschwistern nach Österreich. Sein Vater war bereits zehn Jahre zuvor, im Jahr 1978, als Gastarbeiter nach Österreich gekommen. Seit 2009 ist er in einer Wiener Rechtsanwaltskanzlei beschäftigt. Dieser Tage wurde er in seiner Funktion als Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft Österreich bestätigt.  

  • Martin Jäggle, Theologie-Professor an der Universität Wien:

Von 1. September 2003 bis zu seiner Emeritierung im September 2013 war Jäggle Universitätsprofessor für Religionspädagogik und Katechetik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Von 1. Jänner 2008 bis September 2012 war er zugleich auch Deakn der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Wien.

  • Andreas Kranebitter, Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW):

Andreas Kranebitter leitete bis 2020 die Forschungsstelle der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Seit 2020 ist er geschäftsführender Leiter des Archivs für die Geschichte der Soziologie an der Universität Graz. Weiters ist er Gastprofessor am Institut für Zeitgeschichte der Uni Wien. Seit 1. April 2023 ist er wissenschaftlicher Leiter des DÖW.

Quellen 

Christian Heilbronn, Doron Rabinovici, Natan Sznaider (Hg.): Neuer Antisemitismus? Fortsetzung einer globalen Debatte, Suhrkamp  

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