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Auf dem Holzweg aus der Krise

Genese

WZ-Redakteur Matthias Winterer ist Mitglied eines Wohnprojektes in Wien. Rund 80 Menschen organisieren gemeinsam den Bau eines Miethauses. Es wird zu großen Teilen aus Holz sein. Winterer merkte, wie mühsam und langwierig es ist, einen Wohnbau aus Holz in der Stadt zu realisieren – während Betonbauten wie Pilze aus dem Boden schießen.

Warum eigentlich? Könnte der Holzbau kein Verbündeter im Kampf gegen die Klimakrise sein? Und was wäre, wenn wir alles aus Holz bauen? Der Text gibt die Antworten.

Gesprächspartner:innen

Daten und Fakten

Wald und Holz

  • Aktuell wachsen in Österreichs Wäldern pro Jahr 29,2 Millionen Kubikmeter Holz nach – jede Sekunde ein Kubikmeter, alle 40 Sekunden ein durchschnittliches Einfamilienhaus aus Holz.

  • 26 Millionen Kubikmeter des jährlichen Holz-Zuwachses werden genutzt. Das entspricht einer Nutzungsquote von 89 Prozent.

  • Der Rest bleibt im Wald. Und der wird von Jahr zu Jahr größer.

  • Das hat rechtliche Gründe. Das österreichische Forstgesetz beruht auf dem Grundsatz, nicht mehr Bäume zu fällen als nachwachsen.

  • In den vergangenen 50 Jahren hat die Waldfläche daher um 312.000 Hektar zugenommen. Das ist mehr als die Fläche von Vorarlberg.

  • Österreich verfügt über eine Waldfläche von rund vier Million Hektar, das sind 47,9 Prozent der Staatsfläche.

  • In Österreichs Wäldern stehen 3,4 Milliarden Bäume.

  • Insgesamt sind im Wald 3.600 Millionen Tonnen COgebunden das ist das 45-fache des jährlichen Ausstoßes (80 Millionen Tonnen).

Quelle: Bundesforschungszentrum für Wald

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Beton und Stahl

  • Um Beton zu gewinnen, ist Zement nötig. Die Herstellung von Zement ist energieaufwändig. Er wird bei 1.450 Grad gebrannt. Dabei wird aus Kalk Calciumoxid und  aus Sauerstoff Kohlendioxid (CO2). Das treibt die Temperaturen nach oben. Die Zementindustrie verursacht acht Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen – mehr als das Land Indien, dreimal mehr als der globale Flugverkehr.

  • Stahl ist nicht weniger schädlich. Er wird in mit Kohle befeuerten Hochöfen erzeugt. Dabei entsteht CO2. Viel CO2. Die Produktion einer Tonne Stahl setzt rund 1,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid frei. Dieser Prozess ist für acht Prozent der weltweiten Emissionen  verantwortlich.

Quellen

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