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Der Daumen, der die Welt veränderte

Gesprächspartner

Tobias Dienlin ist seit September 2020 am Institut für Kommunikationswissenschaft als Assistenz-Professor für Interaktive Kommunikation tätig. Zuvor arbeitete er an der Universität Hohenheim, wo er 2017 zum Thema „The Psychology of Privacy“ promovierte. Von 2006 bis 2012 studierte Dienlin Psychologie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Ferner reiste er für Forschungsaufenthalte an die Ohio State University in Columbus und an die University of California in Santa Barbara. Während der Promotion wurde Dienlin als Promotionsstipendiat von der Studienstiftung des Deutschen Volkes gefördert. Inhaltlich forscht er rund um das Thema Privatheit und Wohlbefinden im Kontext der Nutzung neuer sozialer Medien. Als Querschnittsthema interessiert sich Dienlin ebenso für den Bereich Open Science. Der Wissenschaftler ist gefragter Experte etwa beim ORF, Deutschlandfunk, Deutsche Welle, WDR, SWR, MDR und zahlreichen weiteren Medien.

Ein Foto von Tobias Dienlin.
Tobias Dienlin
© Fotocredit: Picturepeople

Daten und Fakten

  • 2003 entwickelte der neunzehnjährige Mark Zuckerberg während seines Psychologie- und Informatik-Studiums die Internetseite facemash.com, den Vorgänger von Facebook. Auf der Seite ließ Zuckerberg die User:innen über Fotos von Studentinnen abstimmen, welche die Hübschere sei ohne Zustimmung der Frauen. Aufgrund von heftigen Protesten wurde die Seite gelöscht. Gemeinsam mit seinen Kommilitonen Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes kreierte Zuckerberg die Plattform Facebook. Die Firma besteht offiziell seit dem 4. Februar 2004. Damit war Facebook nicht der Pionier in Sachen Social Media, denn 2002 und 2003 starteten bereits Friendster, LinkedIn und Myspace ihre populären Plattformen. In den Jahren 1995 bis 1997 legten zudem schon classmates.com und Sixdegrees den Grundstein für die digitale Verknüpfung der Menschen. Die Nutzer:innenzahlen bei Facebook entwickelten sich rasant. 2011 hatte es rund 800 Millionen Mitglieder; die Milliarden-Marke wurde etwa 2013 erreicht.

  • Am 28. Oktober 2021 wurde aus Facebook Meta Platforms Inc. (ehemals Facebook Inc.). Dazu gehören neben Facebook, Instagram und WhatsApp auch Oculus (Virtual Reality), Workplace, Portal und Portal+ (Smart Speaker) sowie Novi (Digitales Portemonnaie). Zuletzt griffen 3,98 Milliarden Nutzer:innen mindestens einmal im Monat auf eine von Metas Apps zu und 3,19 Milliarden sogar täglich. Beim Flaggschiff Facebook waren es gut drei Milliarden Nutzer:innen monatlich und 2,11 Milliarden jeden Tag.

  • Das Unternehmen hinter dem sozialen Netzwerk zählt mit einem Börsenwert von 341 Milliarden US-Dollar zudem zu den wertvollsten Internetunternehmen weltweit (Stand: Jänner 2023).

  • Facebook stand von Beginn an in zahlreichen Ländern wegen seiner Datenschutzpraktiken in der Kritik. Speziell Verstöße gegen das Datenschutzrecht wurden mehrfach angemahnt. So geriet beispielsweise der von Facebook für die Anbieter:innen anderer Websites bereitgestellte Like-Button im Sommer 2011 in die Kritik, nachdem bekannt wurde, dass beim Besuch von Seiten, auf denen sich dieses Plug-in befindet, automatisch ein zwei Jahre lang gültiges Cookie ausgelesen wird, das dem/der Nutzer:in ohne seine/ihre Zustimmung vorher beim Anschauen von Facebook-Seiten auf seinen/ihren Computer übertragen wurde.

  • Außerdem gab es im Jahr 2011 ein Datenleck: Das soziale Netzwerk hat Werbekund:innen versehentlich Zugriff auf sensible Daten seiner Nutzer:innen gewährt. Einzelne Anwendungen auf Facebook ermöglichten Unbefugten Zugriff auf Nutzer:innenprofile, Fotos und Online-Konversationen.

  • Nach der US-Präsidentschaftswahl 2016 geriet das Kontaktnetzwerk im Zusammenhang mit der Verbreitung von Falschmeldungen (Fake-News) in die Kritik.

Quellen

Das Thema in anderen Medien