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Die CO2-Emissionen in der EU sinken

Genese

WZ-Redakteurin Eva Stanzl wollte wissen, wie weit Europa auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2050 ist. Dabei stellte sie fest, dass an dieser riesigen Aufgabe ernsthaft gearbeitet wird - und dass noch viel zu tun ist.

Gesprächspartner

  • Gerhard Christiner, Technischer Vorstand, Austrian Power Grid AG, Wien

  • Johannes Schmidt, Assoziierter Professor, Institut für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Universität für Bodenkultur (Boku), Wien

  • Verena Winwarter, Umwelthistorikerin, ehemalige Universitätsprofessorin an der Universität Klagenfurt und der Boku. Österreichs "Wissenschafterin des Jahres 2013"

  • Stefan Thurner, Leiter Complexity Science Hub Vienna, Österreichs "Wissenschafter des Jahres 2017".

Daten und Fakten

Europa will bis 2050 klimaneutral werden und setzt dazu folgende Maßnahmen:

  • Emissionshandel: In der EU gibt es einen Zertifikate-Handel für Treibhausgase, um diese zu begrenzen. Wer Emissionen erzeugt, muss zahlen, und der erlaubte CO2-Ausstoß wird jedes Jahr weiter gesenkt. Der Emissionshandel wird ab 2027 auch auf Privathaushalte und 2028 auf die Schifffahrt, innereuropäische Flüge und Müllverbrennungsanlagen ausgeweitet.

  • Abfederung der Kosten für Haushalte: Um Bürger:innen und Unternehmer:innen bei der CO2-Bepreisung nicht über ihre finanziellen Grenzen zu bringen, soll ab 2026 ein Klimasozialfonds die Kosten der Energiewende abfedern. Der Fonds soll aus Einnahmen aus dem Emissionshandel und durch die Mitgliedstaaten finanziert werden.

  • Abgabe für schmutzig erzeugte Importe: Der CO2-Grenzausgleich (CBAM) sieht die schrittweise Einführung einer CO2-Abgabe auf bestimmte Importe vor, die nicht grün erzeugt worden sind. Importeure von Eisen, Stahl, Aluminium und Zement sollen demnach CO2-Zertifikate entsprechend der Klimaschädlichkeit ihrer Einfuhren kaufen müssen, wenn sie diese in der EU absetzen wollen.

  • Ende des Verbrennungsmotors: Ab 2035 müssen in der EU neuzugelassene Pkw klimaneutral sein. Das bedeutet, dass ab 2035 keine Benzin- und Diesel-Pkw mehr verkauft werden dürfen, die klimaschädliche Gase ausstoßen. Die Einigung lässt allerdings die Möglichkeit offen, dass Pkw mit Verbrennungsmotoren weiterhin zugelassen werden können, wenn sie klimaneutrale E-Fuels nutzen. Ab 2040 sollen außerdem neue Lkw und Busse um 90 Prozent weniger CO2 ausstoßen als noch 2019.

  • Erneuerbare Energien und Energieeffizienz: In der EU soll künftig der Anteil erneuerbarer Energie am Verbrauch 40 Prozent betragen. Bisher lag die Vorgabe bei 27 Prozent, derzeit beträgt der Anteil rund 20 Prozent. Auch die Einsparvorgabe für Energie soll verschärft werden.

Quellen

Das Thema in anderen Medien

  • MDR: Wie Europa bis 2050 klimaneutral werden soll

  • NDR: Das leisten Kraftwerke im Vergleich

  • Heise Online: Schwieriger Weg nach Netto-Null