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Ein Jahr nach Amoklauf: Das Recht der Betroffenen auf Ruhe

10 Min
Eine Reflexion darüber, was aus der Tragödie zu lernen ist.
© Bildquelle: Matej Povse/Getty Images

Ein Jahr nach dem Amoklauf von Graz: Was Medien besser machen müssen – und warum Erinnerung auch Schweigen bedeuten kann. Ein Essay


    • Die mediale Berichterstattung nach dem Amoklauf am BORG Dreierschützengasse war für Betroffene belastend und oft respektlos.
    • Trotz vorhandener Leitfäden und rechtlicher Vorgaben werden Opferschutz und sensible Berichterstattung häufig vernachlässigt.
    • Ennio Resnik und Sam Askari fordern mehr Rücksicht, Prävention und gesellschaftliche Verantwortung statt Sensationsgier und oberflächlicher Aufmerksamkeit.
    • Amoklauf am 10. Juni 2025 in Graz: 10 Tote, Täter (21) erschoss sich selbst
    • Jüngstes Opfer war 14 Jahre alt
    • Medien wurden für mangelnden Opferschutz kritisiert
    • Waffengesetz nach dem Vorfall geändert
    Mehr dazu in den Infos & Quellen

7.30 Uhr, ein Tag nach dem Amoklauf am Grazer Borg Dreierschützengasse. Schulsprecher Ennio Resnik sitzt mit seiner Mutter im Auto, auf dem Weg zur Halle nahe der Schule, die für alle Kinder und Jugendlichen ein geschützter Raum sein soll. Da erreicht ihn die erste Nachricht: „Ennio, bitte hilf uns, da sind Leute mit Kamera, die lassen uns nicht in Ruhe.“

Es wird nicht das letzte Mal an diesem Tag sein, dass seine Mitschüler:innen ihn verzweifelt um Hilfe bitten. Kurz darauf sieht sich Ennio gezwungen, selbst vor die Kameras und Mikrofone zu treten, um seine Mitschüler:innen abzuschirmen. „Wir würden gerne die Medien bitten, uns heute so gut es geht in Ruhe zu lassen“, sagt der heute 18-Jährige. „Wir wollen einfach nur zusammen trauern.“

Das war vor fast einem Jahr.

Übermorgen jährt sich der 10. Juni 2025 zum ersten Mal. An jenem Dienstag wurden im BORG Dreierschützengasse in Graz zehn Menschen ermordet. Der Täter, ein 21-jähriger Ex-Schüler, erschoss sich selbst. Das jüngste Opfer war 14 Jahre alt.

In der Berichterstattung über den Amoklauf läuft vieles falsch: bedrängte Schüler:innen, Videos aus dem Klassenzimmer, Reporter:innen vor der Täterwohnung, Zitate aus rechten Kanälen. Nicht nur in Boulevardmedien, auch in Qualitätsmedien. Und in sozialen Medien existiert ohnehin kaum Opferschutz.

Ich bin Teil dieser Medienmaschinerie. Auch ich habe als freie Journalistin am Tag nach dem Amoklauf Schüler:innen vor der Schule angesprochen, im Vorbeigehen, ob sie reden wollen. Ich schreibe diesen Text nicht aus der Distanz.

Jahrestage verleiten dazu, alles noch einmal „aufzuwärmen“: Betroffene vor Kameras zu holen, Hinterbliebene nach ihrem Schmerz zu befragen, den emotionalen Nerv für die Klicks und die Aufmerksamkeit zu treffen. Das kann es nicht sein. Das darf es nicht sein.

Dieser Text ist ein Versuch. Eine Reflexion darüber, was aus der Tragödie zu lernen ist. Nicht der Jahrestag selbst soll im Mittelpunkt stehen, nicht die Tat, nicht der Täter. Sondern die Fragen: Wie können Erinnerung, Berichterstattung und öffentlicher Umgang gestaltet werden, ohne Menschen – in diesem Fall vor allem Kinder und Jugendliche – erneut zu belasten oder im schlimmsten Fall zu retraumatisieren?

„Als wären wir ausgeschlachtet worden“

Ennio Resnik sitzt im Garten, als wir per Videocall sprechen. Weil er ein bisschen verkühlt ist, haben sein Freund Sam Askari und ich ihn per Telefon und Lautsprecher zu uns ins leere Café Kaiserfeld nach Graz geholt. Ennio war damals Schulsprecher. Sam wurde angeschossen und hat den Amoklauf nur knapp überlebt. Beide wollen ihre Perspektive teilen.

Wenn Ennio an die Tage nach dem 10. Juni denkt, fällt ihm nicht nur die Trauer ein, sondern auch der Umgang der Medien. „Das war wirklich heftig und krass belastend. Da waren Sachen dabei, die unter aller Würde waren. Ich habe wirklich das Gefühl, als wären wir einfach ausgeschlachtet worden. Dass sie einfach Bilder haben, wo wir weinen.“ Der Fokus sei auch oft auf dem Täter gelegen: ob man den gekannt habe, ob man über ihn etwas wisse.

Sam bekam vom Medienrummel zunächst wenig mit, weil er angeschossen im Krankenhaus lag. Was er später erlebte und beobachtete, fasst der heute 17-Jährige in wenigen Worten zusammen: „Es wirkt so, als ob die Medien einfach zu jedem gehen, der jemanden verloren hat, und fragen, wie es ihm geht. Was wird denn die Antwort sein?! Schlecht. Da muss man gar nicht drüber nachdenken, das ist keine Frage.“

Die Leitfäden gibt es schon

Sam hat eine andere Vorstellung von Berichterstattung: „Die Medien könnten zeigen, dass Menschen zusammenhalten können, wenn etwas Schlimmes passiert. Dass wir nebeneinander sein können, egal welche Religion, egal welche Hautfarbe, egal woher wir kommen, egal wie alt wir sind. Wenn so ein Bild gezeigt wird – es gibt nichts Besseres als das. Dieser Zusammenhalt.“

Was Sam und Ennio sich noch von den Medien wünschen, ist nicht kompliziert. „Menschlich bleiben. Sagen: Es tut uns leid. Wir machen unseren Job, aber wenn ihr nicht reden wollt, ist das kein Problem. Ich lass’ euch eine Nummer da, wenn die Zeit reif ist, kommt ihr auf uns zu.“ Ennio sagt: „Man muss nicht auf Glas laufen. Man muss einfach einen gesunden Menschenverstand haben.“ Nur ein paar wenige Journalist:innen hätten das damals so gemacht.

Fachlich ist längst bekannt, was helfen kann. Es gibt Leitfäden, Forschung, Opferhilfe, Pressekodizes. Es gibt den Weissen Ring, der Betroffene begleitet und Redaktionen berät. Chefin Caroline Kerschbaumer: „In den allermeisten Fällen sehnen sich Betroffene nach Ruhe und respektvoller Behandlung – das bedeutet für Medien, bei Anfragen sehr zurückhaltend zu sein oder diese im Zweifel gar nicht zu stellen.“ No-Gos seien Bildaufnahmen von Betroffenen, das Aufsuchen privater Räume, reißerische Darstellungen und Fragen in akuten emotionalen Ausnahmesituationen. Gerade zu Jahrestagen müsse besonders sorgfältig abgewogen werden, „wie viel Berichterstattung und mit welchen Inhalten tatsächlich notwendig ist“.

Kinder sind keine Objekte

Bei Kindern und Jugendlichen gilt noch einmal besonderer Schutz. Im November 2025, knapp fünf Monate nach dem Amoklauf, lädt das Kinderbüro Graz zu einer Fachrunde in den Steirischen Presseclub. Am Tisch saßen eine Volksschuldirektorin, eine Traumatherapeutin, eine Pädagogische Psychologin, eine Kinderrechtsexpertin. Aus der Medienbranche: genau zwei Personen, eine davon ich. Das Ergebnis war kein vager Appell, sondern ein Forderungspapier – von verbindlichen Standards in der Journalist:innenausbildung bis zu Raum für Reflexion nach belastenden Einsätzen. Die rechtliche Grundlage ist eindeutig: Artikel 16 der UN-Kinderrechtskonvention, Punkt 6.2 des österreichischen Pressekodex („Bei Kindern ist dem Schutz der Intimsphäre Vorrang vor dem Nachrichtenwert einzuräumen“), die UNICEF-Leitlinien zur Berichterstattung über Kinder. Die Psychotherapeutin Ingrid Jagiello brachte es auf den Punkt: „Kinder sind keine Objekte – sie sind Subjekte mit Rechten.“ Das Forderungspapier verschwand im Nichts.

Warum Medien trotzdem scheitern

Es ist nicht so, dass nicht bekannt wäre, wie es geht. Warum scheitert die Praxis trotzdem?

Erstens: Beschleunigung. Redaktionen arbeiten unter Klick- und Tempo-Druck, der jede Reflexionsschleife verkürzt. Wer zögert, gilt als langsam. Wer eine Stunde wartet, hat verloren. Diese Logik hat sich in den letzten Jahren verschärft – parallel zu schrumpfenden Redaktionen und einer Konkurrenz durch Social-Media-Plattformen, die ohnehin keine Standards kennen.

Zweitens: Schock. Auch Journalist:innen waren am 10. Juni überfordert. Einen Amoklauf in diesem Ausmaß hatte es in Österreich noch nicht gegeben. Das ist kein Freibrief, aber es verweist auf ein strukturelles Problem: Wer schult Journalist:innen für den Umgang mit traumatisierten Quellen? Wer entlastet sie danach? Die Verantwortung liegt nicht bei einzelnen Kolleg:innen, sondern beim System, in dem sie arbeiten.

Drittens: der Kreislauf. Ennio benennt ihn präzise: „Seit Columbine sieht man immer dasselbe. Es passiert, die Medien schwirren drum herum, machen Massenmörder zu Kultfiguren – und das inspiriert andere. Wir müssen daraus lernen und den Kreislauf endlich durchbrechen.“ Forschung zur Nachahmungsgefahr ist seit den 1970er-Jahren etabliert und in den österreichischen Suizid-Berichterstattungs-Empfehlungen verankert. Bei Amokläufen wird sie systematisch ignoriert. Derselbe Mechanismus, in anderer Tonlage, läuft bei jedem Femizid ab.

Die Gesellschaft schaut mit

Doch die Medien sind nur ein Teil der Geschichte. Sie spiegeln zum Teil gesellschaftliche Dynamiken. Die Faszination für Täter, die Suche nach einfachen Erklärungen, die Sehnsucht nach emotionalen Bildern und schnellen Antworten existieren nicht nur in Redaktionen. Sie sind Ausdruck einer Gesellschaft, die Ereignisse immer schneller verarbeitet und dabei oft dieselben Muster wiederholt: dieselben Debatten, dieselben Bilder, dieselben Leerstellen. Betroffene geraten an den Rand, während Aufmerksamkeit dorthin wandert, wo sie am lautesten erzeugt werden kann.

Deshalb reicht Medienethik allein nicht. Es braucht auch eine Ethik des Publikums. Nicht alles, was öffentlich verfügbar ist, muss geklickt, geteilt oder kommentiert werden. Nicht jede Spekulation verdient Reichweite. Eine andere Erinnerungskultur beginnt dort, wo man die eigene Neugier begrenzt. Betroffene nicht zu Symbolfiguren machen, Tragödien nicht konsumieren, Aufmerksamkeit nicht dem Lautesten geben – sondern dorthin lenken, wo sie notwendig wäre: auf Prävention, psychische Gesundheit, Schulsozialarbeit, Waffenzugang, Männergewalt.

Ennio sieht auch die Politik in der Pflicht. Er ist wütend: „Aus dem Vorfall sind noch nicht genug Konsequenzen gezogen worden. Natürlich hat sich im Waffengesetz etwas geändert – das ist ein Anfang. Aber ehrlich: Pflaster, Trostpreis. Anstatt sich wirklich auf Prävention zu konzentrieren.“

Therapie, schulpsychologische Betreuung und ein Unterstützungsnetz würden helfen. Doch Ennio beobachtet das Gegenteil: „Im Sozialbereich und bei psychischen Gesundheitsleistungen wird sehr viel gekürzt. Unsere Generation ist psychisch in so schlechtem Zustand wie seit Langem nicht. Und es wird zu wenig getan.“ Sam fasst es so zusammen: „Die Leute an der Macht schauen nicht hin.“

Was Journalismus leisten müsste

Genau hier wären Medien tatsächlich gefragt – nicht als Verstärker der Tragödie, sondern als ihr Gegenstück. Recherche zu Behördenversagen. Recherche zu Versorgungslücken in der Schulpsychologie. Recherche zu den Mechanismen, die radikalisierte junge Männer zu Waffen kommen lassen. Hilfsangebote sichtbar machen.

Das setzt voraus, was strukturell selten eingefordert wird: dass Medien langsamer werden. Reflektierter. Bewusst gegen den Sog der Getriebenen arbeiten. Nicht jede Kamera muss eingeschaltet, nicht jede Frage gestellt, nicht jede Träne öffentlich gemacht werden. Manchmal besteht Verantwortung darin, einen Schritt zurückzutreten. Einige Medien scheinen das teilweise schon zu schaffen. Viele aber auch nicht.

Ein Tag, der ihnen gehören soll

Ein Jahr ist vergangen. Ennio macht Matura, verbringt viel Zeit mit seiner Band. Sam arbeitet an seinem Album, das im Herbst erscheinen soll. „Ich versuche, positiv zu denken“, sagt er. „Mir ist am wichtigsten, dass ich vielleicht anderen helfen kann – mit meinen Worten, mit meiner Einstellung.“ Er will nicht nur als der Überlebende gesehen werden: „Ich will für meine Musik gesehen werden.“

Ennio sagt als ehemaliger Schulsprecher: „Ich hatte letztes Jahr sehr wenig Zeit zum Trauern. Weil das Ganze drumherum war, weil ich in meiner Rolle war. Ich hoffe, dass ich das dieses Jahr nachholen kann.“

Trauer folgt keinem Zeitplan. Sie lässt sich weder journalistisch noch gesellschaftlich organisieren. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, mit Verlust und Gewalt umzugehen. Was Ennio und Sam verbindet, ist die Dankbarkeit für jene, die geblieben sind: Freunde und Familie zum Beispiel.

Über den Jahrestag sagen beide dasselbe: „Dieser Tag sollte ein Gedenktag sein. Für jene, die ermordet wurden. Für jene, die ihre Liebsten verloren haben. Für jene, die dabei sein mussten. Alle sollten ihre Ruhe haben können.“

Deshalb erscheint dieser Text heute. Nicht am 10. Juni. Am 10. Juni soll Ruhe sein – für Ennio, für Sam, für die Familien der Ermordeten, für eine Schule, die wieder ein sicherer Ort werden muss. Es ist die kleinste Geste, die eine Redaktion machen kann: einmal nicht draufhalten. Die Gesellschaft kann es gleichtun: einmal nicht auf die reißerische Schlagzeile klicken.

Hilfsangebote

Falls du Sorgen oder Ängste hast, hier ein paar Kontakte:

Rat auf Draht: Tel.: 147.

Telefonseelsorge: Tel.: 142 (Notruf), täglich 0–24 Uhr

Telefon-, E-Mail- und Chat-Beratung für Menschen in schwierigen Lebenssituationen oder Krisenzeiten.

Online unter www.telefonseelsorge.at

Frauenhelpline: Tel.: 0800 222 555

Die Frauenhelpline gegen Gewalt bietet rund um die Uhr Informationen, Hilfestellungen, Entlastung und Stärkung.

Männernotruf: Tel.: 0800 246 247

Der Männernotruf bietet Männern in Krisen- und Gewaltsituationen österreichweit rund um die Uhr eine erste Ansprechstelle.


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Infos und Quellen

Gesprächspartner:innen

  • Sam Askari (17), Überlebender des Amoklaufs am BORG Dreierschützengasse in Graz
  • Ennio Resnik (18), Schüler BORG Dreierschützengasse und zum Zeitpunkt des Amoklaufs Schulsprecher
  • Caroline Kerschbaumer, Geschäftsführerin Weisser Ring

Daten und Fakten

  • Am Dienstag, dem 10. Juni 2025, gab es in Graz einen Amoklauf am BORG in der Dreierschützengasse mit elf Toten und elf Verletzten. Ein 21-jähriger ehemaliger Schüler tötete mit legal besessenen Schusswaffen neun Jugendliche, eine Lehrerin und dann sich selbst. Der Amoklauf gilt als beispiellos für Österreich. Als Folge wurde das Waffengesetz verschärft. Im Zuge der Berichterstattung gab es heftige Diskussionen, wie Medien mit Tragödien wie diesen umgehen.
  • Mit einer Pressekonferenz am 8. Juni wollten Politik, Bildungsdirektion, Elternvertreter:innen und Schulsprecher „ausdrücklich den medialen Druck von Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern nehmen“. Steirische Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner sagte: „Im Mittelpunkt steht der Schutz, die Stabilität, die psychologische Begleitung und schulische Struktur.“ Die Schüler:innen befinden sich nach wie vor im umgestalteten AVL-Gebäude und die Funktionsräume im Schulhaus, das Schulgebäude wird derzeit umgebaut. Auch ein bauliches Sicherheitskonzept wird es geben. Ein psychologisches Team ist zur Unterstützung da.
  • Liane Strohmaier, Schulleiterin des BORG Dreierschützengasse sagte, man habe relativ schnell wieder in einen Alltag zurückkehren können, bei dem das Lernen im Mittelpunkt steht. Als Leiterin aufzuhören, sei für sie „keine Sekunde lang Thema. Das ist meine Schule.“
  • Rund um den Jahrestag habe es unterschiedlichste Bedürfnisse und Wünsche gegeben: „Jeder trauert unterschiedlich“, betonte Heidrun Nedoma, Leiterin der Steuergruppe am Schulstandort. Es gibt nun am Tag selbst eine kleine, geschlossene Gedenkfeier. Mirza Candic, der Obmann des Elternvereins sagte: „Es war ein langes und herausforderndes Jahr. Aber wir befinden uns auf einem guten Weg.“ Die Eltern bewege vor allem ein Wunsch: „Dass ihre Kinder wieder mit Energie und Freude in die Schule gehen können.“
  • Nuno Koval und Manuel Mohr sagten als amtierende Schulsprecher: „Wenn man uns fragt, wie es den Schüler:innen geht, dann gibt es darauf keine einfache Antwort.“ Jede:r sei unterschiedlich betroffen. Aber die beiden können festhalten: „Der Unterricht und der Schulalltag fühlen sich wieder normaler an als kurz danach.“ Dennoch gebe es immer wieder Momente, die einen einholen, sagte Nuno Koval: „Zum Beispiel, man sitzt in der Klasse, hört ein Geräusch, das man nicht gleich identifizieren kann, und wird sofort hellhörig.“ Die Schulpsychologie habe immer ein offenes Ohr für die Schüler:innen, betonte Manuel Mohr. Und: „Wir haben das Gefühl, dass wir näher zusammengerückt sind.“ Der Jahrestag wird für viele nicht leicht, sagten die beiden Schülersprecher. „Aber wir werden trotzdem gemeinsam in der Schule und füreinander da sein – so gut es geht.“

Quellen

Das Thema in der WZ

Das Thema in anderen Medien

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