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Ein Privatverein als Hoffnungsträger für Suizid-Gefährdete

Genese

Verena Franke erhielt zu ihrem über Monate recherchierten WZ-Artikel „Hätte der Tod von Lea H. vermieden werden können?” einen Leserbrief von Philipp Kernmayer, in dem er von seinen Erfahrungen als psychiatrischer Gesundheits- und Krankenpfleger im Wiener AKH mit Lea und auch über Leas Tod äußerst berührend berichtet. Für ihn war der Suizid der 17-Jährigen ein Mitgrund, mit Kolleg:innen des AKH den Verein Empowermente zu gründen.

Gesprächspartner

Philipp Kernmayer ist Gründer des Vereins Empowermente, Obmann und Vorstand. 1995 in Wien geboren, absolvierte er die Ausbildung für psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege am Otto Wagner Spital und ist seit 2019 Diplomierter psychiatrischer Gesundheits- und Krankenpfleger u.a. in der Kinder und Jugendpsychiatrie Station 07, AKH Wien, der Akutpsychiatrie Pav. 24/2, im Otto Wagner Spital oder etwa auch im PSD- Sozialpsychiatrischen Ambulatorium in Wien Penzing.

Das Team von Empowerment.
Das Team von Empowermente: (vorne v. l. n. r.) Benjamin Herbrik, Philipp Kernmayer und Nadine Weisz; dahinter (v. l. n. r.): Dominik Seyer, Miriam Arp, Mariam Dominguez und Florian Wostry.
© Fotocredit: Empowermente / Förb

Daten und Fakten

Affektresonanz-Therapie: Die Affektresonanz-Therapie ist eine Form der Psychotherapie, die sich auf die Arbeit mit Affekten oder Emotionen konzentriert, um das psychische Wohlbefinden zu verbessern. Der Begriff „Affektresonanz“ bezieht sich auf die Wechselwirkung zwischen Therapeut:in und Patient:in, bei der der/die Therapeut:in einfühlsam und empathisch auf die Emotionen des/der Patienten/Patientin reagiert, um eine emotionale Resonanz zu erzeugen und dadurch den therapeutischen Prozess zu unterstützen. Es geht darum, dem/der Patienten/Patientin zu helfen, seine/ihre Emotionen zu erkennen, zu verstehen und zu akzeptieren, sowie gesunde Bewältigungsmechanismen zu entwickeln, um mit ihnen umzugehen. Durch die Schaffung einer sicheren und unterstützenden Umgebung können negative Emotionen bearbeitet und positive Emotionen verstärkt werden, was zu einem verbesserten emotionalen Gleichgewicht und einer größeren psychischen Gesundheit führen kann.

Die Affektresonanz-Therapie basiert auf psychodynamischen und humanistischen Ansätzen und integriert oft Elemente aus verschiedenen Therapiemethoden, wie z. B. der Gesprächstherapie, der kognitiven Verhaltenstherapie und der Gestalttherapie. Sie kann für eine Vielzahl von psychischen Problemen und Störungen eingesetzt werden, einschließlich Depressionen, Angststörungen, Traumata und Persönlichkeitsstörungen.

Quellen

Das Thema in der WZ

Das Thema in anderen Medien


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Wende dich an vertraute Menschen. Oft hilft bereits das Sprechen über die Gedanken, sie zumindest vorübergehend auszuräumen und sich anschließend gemeinsam mit der Vertrauensperson Hilfe zu holen: Hier findest du Erste-Hilfe-Tipps, Notfallkontakte und Hilfsangebote in deinem Bundesland sowie weiterführende Informationen zur Bewältigung dieser Notsituation. Auch die Telefon-Seelsorge unter der Rufnummer 142, Rat auf Draht für Kinder und Jugendliche unter der Telefonnummer 147 und die Ö3-Kummernummer unter 116 123 helfen weiter.