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Es wird noch einige Jahrzehnte schlechter, bevor es wieder besser werden kann, meint Österreichs Wissenschaftlerin des Jahres, die Glaziologin Andrea Fischer. Wenn wir den Klimawandel aufhalten.
Die Gletscherforscherin Andrea Fischer ist Österreichs Wissenschaftlerin des Jahres. Diese Auszeichnung wird jedes Jahr vom Klub der Bildungs- und WissenschaftsjournalistInnen verliehen. Im Interview spricht die die Glaziologin mit der WZ darüber, was die Gletscherschmelze in den Alpen für diesen Lebensraum bedeutet, was sie als Wissenschaftlerin von Klimaaktivismus hält – und warum wir trotz allem nicht die Hoffnung aufgeben sollten.
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Glücklicherweise wird das eisfrei gewordene Terrain relativ rasch durch Pflanzen besiedelt.Glaziologin Andrea Fischer, Österreichs Wissenschaftlerin des Jahres
Ich sehe in der Tourismusbranche das Bestreben zu mehr Nachhaltigkeit.Glaziologin Andrea Fischer
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Infos und Quellen
Gesprächspartnerin
Seit 1994 verleiht der Klub der Bildungs- und WissenschaftsjournalistInnen die Ehrung „Österreichs Wissenschaftler:in des Jahres“. Der Preis wird an Forscher:innen vergeben für ihr Bemühen, ihr Fachgebiet einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu machen. Heuer, zum 30-jährigen Jubiläum, ehrt das Gremium die 50-jährige Glaziologin Andrea Fischer. Geboren am 3. September 1973 in St. Johann in Tirol, wuchs sie in Salzburg auf und kam mit 17 Jahren – aus ihrer Sicht relativ spät – zum ersten Mal mit Gletschern in Berührung. Es war ein faszinierender Moment, der bei ihr stark nachwirkte. Seither, sagt sie, erlebt sie jedes Jahr viele solcher Momente bei ihrer Arbeit. Nach dem Studium der Physik und der Umweltsystemwissenschaften in Graz entdeckte sie den Beruf der Glaziologin, den sie als „faszinierende Schnittstelle zwischen Physik und Meteorologie und auch dem Bergsteigen“ beschreibt, bei dem anders als im Physiklabor „nicht irgendein Messgerät dazwischengeschaltet ist“. Es ist aber auch „ein totales Exotenfach“, für das es in ganz Österreich keinen einzigen Lehrstuhl gibt, und das man auch nicht studieren kann. Nach Tätigkeiten an den Universitäten Graz und Innsbruck ist sie nun Vizedirektorin des Instituts für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, die es als eine ihrer Aufgaben sieht, gerade jenen Fächern eine Nische zu bieten, die das universitären System nicht abdeckt. Fischer selbst sieht es als ihren Auftrag, die Vorgänge rund um die Gletscher, die zuvor niemand beobachtet hat, einer breiten Bevölkerung zu vermitteln. Die nunmehrige Auszeichnung als Wissenschaftlerin des Jahres empfindet sie als Bestätigung, dass sie „auf dem richtigen Weg ist“.
Quellen
- Geosphere Austria: Der Ist-Zustand der Gletscher in Österreich
- Glaziologie Österreich
- Gletschervorstöße und -rückzüge
- Österreichische Kommission für Glaziologie
- Gletscherbericht des Alpenvereins
- Klub der Bildungs- und WissenschaftsjournalistInnen Österreichs
- Wissenschaftler:innen des Jahres
- ÖAW-Podcast mit Andrea Fischer
Das Thema in der Wiener Zeitung
- Tourismusschmelze am Gletscher?
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- Gletscher schmolzen doppelt so schnell wie durchschnittlich
- Neue App lässt weltweite Gletscherbeobachtung zu
Das Thema in anderen Medien
- Extrajournal.net: Neues Schutzgebiet für größten Gletscher gegen Pisten-Pläne
- Münchner Merkur: Gletscher-Szenario: Europa steuert laut Experten unaufhaltsam „Peak Water“-Moment entgegen
- Weekend.at: SOS aus den Bergen: Geht Österreichs Hütten das Wasser aus?
- MeinBezirk.at: Südliches Fluchthorn nach Bergsturz um 19 Meter niedriger
- MDR: Corona-Lockdown 2020 ließ Himalaya-Gletscher weniger schmelzen
- ORF: Westantarktische Gletscher schrumpfen schneller
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