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Das Sorgentelefon hat im Sommer Hochsaison

Genese

Schon in der Tageszeitung hat WZ-Redakteur Mathias Ziegler immer wieder über die Kirchen und ihre gesellschaftliche Relevanz geschrieben. Als ihn jüngst ein Aufruf der von der katholischen und der evangelischen Kirche gemeinsam betriebenen Telefonseelsorge erreichte, dass Ehrenamtliche gesucht werden, hat er dies zum Anlass genommen, sich auch noch andere Krisentelefone näher anzusehen und zu fragen, wie es eigentlich den Menschen geht, die da Tag für Tag und Nacht für Nacht für Hilfesuchende da sind.

Gesprächspartner:innen

  • Thomas Kapitany, Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer des Wiener Kriseninterventionszentrums (Tel. 01/406 95 95)

  • Antonia Keßelring, Leiterin der Wiener Telefonseelsorge (Tel. 142) in Wien, wo sie seit 1992 tätig ist.

  • Christine Piriwe, Beraterin bei Rat auf Draht (Tel. 147), betreut dort unter anderem das Peer-to-Peer-Projekt

  • Die Nachnamen der beiden Telefonseelsorgerinnen Helga und Schwester Luzia wurden bewusst weggelassen.

Daten und Fakten

  • In Österreich existiert die Telefonseelsorge (Tel. 142) seit 1966. Betrieben wird sie von der katholischen und der evangelischen Kirche gemeinsam, die sich auch die Kosten teilen.

  • Das Wiener Kriseninterventionszentrum (Tel. 01/406 95 95, Mo-Fr 10-17 Uhr) besteht seit 1977. Finanziert wird es zu einem großen Teil von der Stadt Wien, ein Teil der Beratungen kann auch über die Gesundheitskasse abgerechnet werden, außerdem bekommt das Kriseninterventionszentrum als Familienberatungsstelle Geld vom Familien- und vom Gesundheitsministerium sowie durch verschiedene Projekte in der Suizidprävention.

  • Die Gründung von Rat auf Draht erfolgte im Zuge einer TV-Sendung, die am 3. Oktober 1987 erstmals im ORF ausgestrahlt wurde. Sie war als Ombudsstelle für Kinder in Österreich gedacht. Mentorin und Vorbild war die norwegische Kinderombudsfrau Malfried Grude Flekkoy, die von 1981 bis 1989 ein von der norwegischen Regierung bestelltes Institut in Oslo leitete, mit der Aufgabe, die Bestimmungen zum Schutz der Kinder zu überprüfen. 1992 wurde die ORF-Sendung eingestellt, der Telefondienst ist geblieben. Rat auf Draht ist zum Großteil durch Spenden finanziert.

  • Weitere Krisenhotlines sind hier aufgelistet.

Quellen

Das Thema in anderen Medien